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Imagined boundaries
politics, land, and emotions in Navajo sheep raising
Erika Mosonyi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Christian Feest
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28523
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29692.20261.361259-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit erforscht ausgehend von ethnographischer Feldarbeit die zeitgenössischen Verhältnisse von Schafzüchtung und Landnutzung der Navajos. Welche Rolle spielen Verordnungen aus den 1940er Jahren und die fast ausgestorbene Schafzucht in heutigen sozialen Beziehungen, in Politik, Ökonomie und in kulturellen Praktiken? Für die Bestimmung des Forschungskontextes wird das Konzept “locality”, das globalisierende wie auch lokalisierende Faktoren einschließt, verwendet. Es werden Tierzüchtung und Weidepraktiken als ein dynamisches Feld betrachtet, dass von normativen Prozessen, von veränderten sozialen Beziehungen, von sozialen Spannungen - wie etwa der Mangel an Kooperation und Kommunikation, Familienstreitigkeiten über Weidegenehmigungen und -landflächen, bzw. von veränderten Werten gestaltet wird. Das Feld ist auch durch die verschiedensten Vorstellungen und Praktiken charakterisiert. Im ersten Teil der Arbeit wird das Thema der Weideregulierungen erforscht. Die angewandte Methode dazu ist das anthropologische Konzept des “policy making”. Der Fokus auf die soziale Umsetzung der Genehmigungen in der Gesellschaft erlaubt nicht nur die Entdeckung von Machtverhältnissen sondern auch die Betrachtung, welche Rolle diese Dokumente bei heutigen Fragen der Landnutzung im Reservat spielen. Wie werden die Ansprüche an Land und Landnutzung kulturell konstruiert? Im zweiten Teil wird das neuerlich entflammte Interesse der Navajo an den Veränderungen der Weideregulierungen untersucht. Warum ist es wichtig, die Verordnungen zu ändern? Warum ist es schwierig, eine Veränderung durchzuführen? Die Arbeit befasst sich nicht nur mit dem Problem einer einheitlichen Lösungsfindung, sondern wird auch weitere Machtverhältnisse zwischen dem Government der Navajo und den Tierzüchtern näher beleuchten, sowie die verschiedenen Vorstellungen von Institutionen und Privatpersonen über die möglichen Lösungen aufzeigen. Der dritte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit einer Initiative der erneuten Züchtung einer alten Schafrasse, nämlich der Churro. Es wird ein sozialer Raum gezeigt, der Menschen und Ideen aus verschiedenen Regionen der Vereinigten Staaten verbindet. Welche Beziehungen, Praktiken und Diskurse machen diesen Raum aus? Wie sind die Navajo damit verbunden? Im Zentrum der vorliegenden Forschung steht eine Politik des Wissens in diesem sozialen Raum. Sie ist nicht nur für neue Werte und die soziale Bedeutung der Schafe verantwortlich, sondern auch für das Entstehen einer neuen Art und Weise, wie das Schaf bewertet und betrachtet werden kann.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates contemporary conditions for raising sheep and related land use practices in the Navajo Nation based on anthropological field research. What kind of a role do regulations from the 1940s and a near extinct sheep breed play in contemporary social relations, politics, economy, and cultural practices? I consider animal husbandry and grazing practices as a dynamic field constructed by normative processes; the changing social relations and social tensions, such as the lack of collaboration or family disputes over grazing permits and grazing areas; changing values; the great diversity of social practices; and constant symbolic reproduction. The first Chapter of the thesis addresses grazing regulations as a contested space by drawing upon recent anthropological concepts of policy making. While focusing on the social life of the permits, I not only reveal power relations between individuals but also examine how these documents play a significant role for how land is being occupied and used on the reservation. A central question is the culturally constructed world behind contemporary land use claims. In the second Chapter I address the renewed interest of changing the grazing regulations. Why is it important to change the regulations? Why is it difficult to accomplish it? I will be not only concerned with the problem of arriving at a solution but also with addressing further problem areas and power relations between the Navajo government and livestock owners; different viewpoints of how institutions and individuals imagine the new policy. In the third Chapter I examine an Anglo-American initiative to breed back the old type sheep of the Navajo – the Churro. I draw on a social space containing and connecting people, ideas and practices across the USA. I ask what kind of relations, practices, and discourses constitute this space and how are Navajos connected to these? I draw on the politics of knowledge within this space which not only constitute new values and social importance of the animal but also engenders new ways of looking, assessing, and valuing sheep.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
North America anthropology of policy making land social space
Schlagwörter
(Deutsch)
Nordamerika Land sozialer Raum
Autor*innen
Erika Mosonyi
Haupttitel (Englisch)
Imagined boundaries
Hauptuntertitel (Englisch)
politics, land, and emotions in Navajo sheep raising
Paralleltitel (Deutsch)
Imagined Boundaries
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
93 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christian Feest
Klassifikation
86 Recht > 86.10 Recht einzelner Länder, Gebiete und Völker
AC Nummer
AC10900551
Utheses ID
25465
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1