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Das Fragilitäts-Netzwerk
eine auf der Akteur-Netzwerk-Theorie basierte Untersuchung des Fragilitäts-Konzepts anhand der Fallstudie der Bundesrepublik Deutschland
Frederike Thiede
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Jan Pospisil
DOI
10.25365/thesis.28576
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29488.26139.622966-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit den 1990er Jahren ist die Welt mit neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert. Innerstaatliche Kriege und Konflikte zwingen die internationale Gemeinschaft sich mit neuen Konfliktformen auseinanderzusetzen und fordern neue Ansätze der Friedensentwicklung. Das Phänomen der fragilen Staatlichkeit kann als Ursache für die Entstehung dieser Konfliktsituationen verstanden werden. Staaten, dessen Regierungen das Gewaltmonopol verloren haben, oder die ihrer Bevölkerung nicht mehr die notwendigen Dienstleistungen garantieren können, sind oft nicht in der Lage ihren BürgerInnen ein ausreichendes Maß an Sicherheit zu bieten. In diesen Situationen, in denen sich meist ein Machtvakuum erkennen lässt, ist die Wahrscheinlichkeit eines innerstaatlichen Konfliktausbruchs hoch. Fragile Staaten stellen durch ihre unzureichende staatliche Infrastruktur heute eine globale Gefahr dar und verdeutlichen gleichzeitig die enge Verbindung zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik. Vor diesem Hintergrund ist der Entwicklungs-Sicherheits-Nexus zu verstehen, der seit einigen Jahren als zentraler Aspekt die internationale Debatte bestimmt.
Das Phänomen der fragilen Staatlichkeit hat seit den 1990er Jahren unterschiedliche konzeptionelle Entwicklungen durchlaufen, in denen sich verschiedene Auffassungen und Verständnisse des Charakters eines fragilen Staates wiederfinden lassen. Bis heute gibt es auf internationaler Ebene keine einheitliche Definition des fragilen Staates. Grund dafür ist die Heterogenität fragiler Staaten. Das Phänomen der fragilen Staatlichkeit ist sehr komplex und zeichnet sich durch verschiedene Faktoren aus. Diese Vielschichtigkeit des Phänomens wird durch die Akteur-Netzwerk-Theorie verständlich und nachvollziehbar und es ist möglich eine Idee des Charakter eines fragilen Staates zu bekommen, ohne diesen dabei verkürzt darzustellen. Die Analyse durch die Akteur-Netzwerk-Theorie wird anhand internationaler und deutscher Konzept- und Strategiepapiere aus dem Bereich der Entwicklungspolitik durchgeführt. Durch diese Methodik wird die konzeptionelle Entwicklung des Fragilitäts-Konzepts zugänglich und es lassen sich die involvierten Akteure und ihre Verbindungen im Fragilitäts-Netzwerk erkennen. Auf diese Weise lassen sich auch neue Schlüsse hinsichtlich des Phänomens der fragilen Staatlichkeit ziehen.
Abstract
(Englisch)
Since the 1990´s the world has been confronted with a new security policy challenge. Internal wars and conflicts are forcing the international community to deal with these new forms of conflict and require new facets of peace-building. The phenomenon of the fragile state can be understood as the cause of the emergence of these new conflict-situations. States in which the government has lost the monopoly on force, or cannot ensure essential services to the public, often do not have the ability to provide a sufficient dimension of security to their citizens. In these situations, which predominantly occur during a vacuum of power, the chances of an internal conflict-breakout is high. Fragile states represent a global threat through their insufficient state infrastructure while at the same time they clarifying the close link between security and development-policy. It is against this background, that the nexus of development and security can be understood, which has determined the international debate for some years.
The phenomenon of the fragile state has passed through different conceptual developments since the 1990´s, which showed diverse understandings and ideas of the character of fragile states. Up until today there has been no consistent international definition of the fragile state. The reason being, the heterogeneity of fragile states. The phenomenon of the fragile state is highly intricate and is marked by different factors. This complexity of the phenomenon becomes understandable through the actor-network-theory without presenting it shortened. The analysis through the actor-network-theory will be implemented by international and German concepts, and strategy documents in the field of development policy. Through this methodology the conceptual development of the fragility-concept will be comprehensible and the involved actors and their relationship in the fragility-network will be shown. In this way it can be drawn, new conclusions can be drawn regarding the phenomenon of the fragile state.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
fragile states actor-network-theory fragility-concept
Schlagwörter
(Deutsch)
Fragile Staatlichkeit Akteur-Netzwerk-Theorie Fragilitäts-Konzept
Autor*innen
Frederike Thiede
Haupttitel (Deutsch)
Das Fragilitäts-Netzwerk
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine auf der Akteur-Netzwerk-Theorie basierte Untersuchung des Fragilitäts-Konzepts anhand der Fallstudie der Bundesrepublik Deutschland
Paralleltitel (Englisch)
The fragility-network
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
141 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jan Pospisil
Klassifikationen
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte: Allgemeines
AC Nummer
AC11581621
Utheses ID
25512
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
