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START. daskunst!
postmigrantisches Theater und Theaterprojekte mit jungen PostmigrantInnen
Katharina Jetschgo
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Gabriele Christine Pfeiffer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28610
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29868.66889.869753-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Postmigrantisches Theater ist ein noch junges und erst wenig erforschtes Feld in der Theater-und Kulturwissenschaft. Seinen Ursprung hat postmigrantisches Theater in Berlin bzw. in der Eröffnung des Theaters Ballhaus Naunynstraße 2008. Theaterschaffende rund um diese Ört-lichkeit, welche die Begriffe PostmigrantInnen und postmigrantisches Theater geprägt haben, äußerten kulturpolitische Versäumnisse in der Öffnung der Theaterlandschaft gegenüber Menschen mit Migrationsbiographie in Produktion und Publikum. Unter Berücksichtigung einiger Stücke und Inszenierungen wie Verrücktes Blut, sollen inhaltliche und inszenatorische Tendenzen von postmigrantischem Theater präsentiert werden. Postmigrantisches Theater ist seit einigen Jahren auch in Österreich vertreten, wobei dieses noch karger erforscht ist als die diesbezügliche Situation des deutschen Nachbarlands. Die Dokumentation der beiden Symposien Pimp my Integration. Projektreihe postmigrantischer Positionen (Wien, Oktober 2011 bis Februar 2012) und Theater mocht mi-grantig (Linz, Juni 2012) und die Zusammenfassung deren wichtigster Diskussionspunkte soll einen Anfangs-punkt in der Erfassung der österreichischen postmigrantische Theaterszene darstellen. Theaterprojekte mit jungen (Post-)MigrantInnen sind ein Nebenaspekt von postmigrantischem Theater und werden aufgrund ihrer Position zwischen Kultur- und Sozialarbeit in Praxis und Forschung stark polarisierend diskutiert. Einige der Diskussionspunkte werden zur Kontex-tualisierung und Überleitung zu zwei praktischen Beispielen angeführt. Die Theaterprojekte Fremdstoff. Underground Voices, aufgeführt am Theater Dschungel Wien, und Empört euch!, ein Projekt im Zuge der Initiative von Macht|schule|theater- beide mit jungen PostmigrantIn-nen- werden vorgestellt und auf Ähnlichkeiten zu Stücken und Inszenierungen „professio-neller“ postmigrantischer Stücke untersucht. Wie die Analyse der vielseitigen Ausprägungen von postmigrantischem Theater ergeben hat, handelt es sich dabei um kein eigenes Genre, auch wenn in seiner Anfangszeit, die teilweise und besonders in Österreich noch immer andauert, postmigrantisch-spezifische Thematiken verhandelt wurden. Überdies hinaus umfasst postmigrantisches Theater keine einheitlich-festzumachenden Inszenierungsformen. Wesentlichstes Merkmal ist das Anstreben einer Gleichstellung von postmigrantischen und autochthonen Theaterschaffenden und die Auf-nahme erstgenannter in bestehenden (hochkulturellen) Institutionen als Selbstverständlichkeit.
Abstract
(Englisch)
Postmigrant theatre is a fairly new research field in Theatre and Cultural Studies. The terms postmigrants and “postmigrant theatre” were coined in 2008 by artists of the Berlin theatre Ballhaus Naunynstraße. These artists, many of them with a postmigrant biography themselves, pointed out shortcomings of Germany’s theatres in opening up to postmigrant actors, directors, dramaturges, as well as audience. By analysing several of Ballhaus Naunynstraße’s plays and productions, for example Verrücktes Blut, thematic and staging tendencies of post-migrant theatre shall be presented. Postmigrant Theatre has also made its way to Austria. The situation in this country has been even less researched than Germany’s. The two theatre symposia, Pimp My Integration. Pro-jektreihe postmigrantischer Positionen (Vienna, October 2011 to Febuary 2012) and Theater mocht mi-grantig (Linz, June 12th), and their crucial points of discussion are portrayed here. Theatre projects with young (post)migrants are a side aspect of postmigrant theatre. Positioned between professional theatre and social work, these projects polarise practitioners and researchers alike. Two such projects from Vienna, Fremdstoff, Underground Voices (Dschun-gel Wien Theatre) and Empört euch! (by the group daskunst as part of the Macht|schule| theater initiative), shall be documented and analysed for their similarities to professional postmigrant theatre. From the analysis of the myriad characteristics of postmigrant theatre it has emerged that this theatrical phenomenon does not constitute a whole new theatrical genre. Apart from the initial phase, neither consistent themes nor staging idiosyncrasies could have been detected. Most of all, theatre practitioners claim for equal rights of postmigrant and native German and Austrian artists, and to gain access to existing Austrian and German theatres; not as postmigrants, but as artists.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Postmigrant Theatre
Schlagwörter
(Deutsch)
Postmigrantisches Theater Ballhaus Naunynstraße Pimp My Integration Theater mocht mi-grantig Theaterprojekte mit Jugendlichen "mit Migrationshintergrund"
Autor*innen
Katharina Jetschgo
Haupttitel (Deutsch)
START. daskunst!
Hauptuntertitel (Deutsch)
postmigrantisches Theater und Theaterprojekte mit jungen PostmigrantInnen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
143 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gabriele Christine Pfeiffer
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.13 Theatergattungen, Theatersparten
AC Nummer
AC10900826
Utheses ID
25543
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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