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Business model experimentation in the recorded music industry
Kai Ikka Henrikki Kirkkopelto
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Kurt Heidenberger
DOI
10.25365/thesis.28613
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30082.88786.528463-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Studie fokussiert sich auf das derzeitige Experimentieren mit verschiedenen Geschäftsmodellen in der Tonträgerindustrie. Das Ziel dieser Forschung war nicht nur die Beschreibung dieses Phänomens, sondern auch eine multidimensionale Analyse der komplexen Problematik mit folgenden Schwerpunkten: (1) worauf ist die Notwendigkeit des Experimentierens mit Geschäftsmodellen in der Tonträgerindustrie zurückzuführen; (2) wer sind die frühzeitigen Anwender neuer Geschäftsmodelle; und (3) wie kann man ein neues Geschäftsmodell in der Tonträgerindustrie erfolgreich implementieren.
Die Untersuchung dieser Schwerpunkte erfolgte mittels qualitativer Forschungsmethoden. Der theoretische Hintergrund besteht vor allem aus Literatur zum Thema Geschäftsmodell, dem Bruch mit dem bis dahin vorherrschenden Geschäftsmodells und die darauffolgende Phase des Experimentierens mit neuen Geschäftsmodellen. Der empirische Nachweis beruht auf den aus den Fallstudien und eingehenden Interviews erworbenen ausführlichen Informationen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die digitale Distribution der Musik – die als Mitwirkung von MP3 Kompression und Internet betrachtet wird – das traditionelle Geschäftsmodell in der Tonträgerindustrie gestört und das Ertragspotential wesentlich gesenkt hat. Diese Veränderung wurde zu einer zentralen Herausforderung, jedoch nicht im Bereich der Technologie, sondern eine des Geschäftsmodells, und zwar für diejenigen, die auf das konventionelle Modell angewiesen sind. Das war auch der Beginn einer Epoche der Ungewissheit und hat die Industrie zur Suche nach neuen Geschäftsmodellen bewegt, welche die sinkenden Erträge ausgleichen können.
Die unabhängigen Plattenfirmen (Independent-Labels) und Interpreten wurden als frühzeitige Anwender der Geschäftsmodell-Experimentierung in der Tonträgerindustrie angesehen. Während die Major-Labels die Geisel eigener, traditioneller Geschäftsmodelle sind, haben sich für die unabhängigen Parteien neue Gelegenheiten ergeben, um sich der Veränderung anzupassen und mit neuen Geschäftsmodellen zu experimentieren. Dies erfordert jedoch sowohl ein gründliches Verständnis der Nischenmärkte, als auch eine Positionierung der Tonträgermusik als sekundäres Produkt.
Die Forschung weist darauf hin, dass die neuen Geschäftsmodelle auf dem Angebot der Tonträgermusik in Form eines Werbeprodukts, d.h. gratis oder für einen niedrigen Preis, beruhen und zusammen mit anderen lukrativeren Mehrwert-Elementen gebündelt sind, die neben Musik noch einen persönlicheren und einzigartigen Wert anbieten. In einem solchen „Mehrwert-Modell“ hält man den universalen Zugriff auf Musik für selbstverständlich, allerdings kann der Zugriff selbst weder einen bedeutenden Wert schaffen noch zu einem erheblichen Unternehmensertrag beitragen. Mehrwert-Produkte sind deshalb notwendig, als eine neue Art der Wertschöpfung und um die Lücke zu füllen, die durch den sinkenden Vertrieb verursacht wurde.
Abstract
(Englisch)
This research examined business model experimentation in recorded music industry. The purpose of the study was not only to describe the phenomenon but also to provide a multidimensional analysis of the complex subject by demonstrating: what caused the necessity for business model experimentation in the recorded music industry; who are the early adopters in terms of experimentation; and how one can successfully implement a business model experiment in the recorded music industry.
The research was conducted using the methods of qualitative research. The theoretical foundation used in this research provided the basis for examining the topic. The theoretical background consisted, most importantly, of literature concerning the business model, the disruption of the business model and business model experimentation. The empirical evidence was based on vast information acquired through case studies and in-depth interviews.
The results suggest that digital delivery of music – which is considered as the confluence of MP3 compression technology and Internet – disrupted the traditional business model in the recorded music industry and eradicated its profit potentiality. The disruptive innovation, instead of being a technological challenge, was most importantly a business model challenge to those committed to the conventional model. The disruption started an era of ferment and forced the industry to look for new business models to compensate for the falling revenues.
Independent record companies and independent artists were seen as the early adopters of business model experimentation in the recorded music industry. While the major record companies are being held captive by their traditional business models, new opportunities have arisen for independent parties to cope with the disruption and commit themselves in business model experimentation that requires a profound understanding of niche markets and positioning of recorded music as a secondary product.
The research suggests that successful business model experiments are based on offering recorded music as a promotional product – either for free or a very low cost – and bundling it with more lucrative value-added elements that provide personalised and unique value beyond the music. In the value-added model, the universal access to music is taken for granted, but as such, will neither create significant value nor contribute a considerable stream of revenue – therefore the value-added products are necessary to create new kind of value, and close the monetisation gap left by the falling sales of recorded music.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Business model Business model experimentation Disruptive innovation Recorded music industry Record company
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschäftsmodell Geschäftsmodell-Experimentierung Disruptive Innovation Tonträgerindustrie Plattenfirma
Autor*innen
Kai Ikka Henrikki Kirkkopelto
Haupttitel (Englisch)
Business model experimentation in the recorded music industry
Paralleltitel (Deutsch)
Experimentieren mit Geschäftsmodellen in der Tonträgerindustrie
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
VIII, 125 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Kurt Heidenberger
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.00 Betriebswirtschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC10862897
Utheses ID
25546
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
