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Ästhetische Reaktionen auf Gesichter und abstrakte Muster
Christiane Brojer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Gernot Gerger
DOI
10.25365/thesis.28628
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30360.28636.837459-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mittels Attraktivitätseinschätzungen und EMG (Elektromyographie) des Gesichts erhoben wir, ob und wie Attraktivität von Gesichtern bzw. Mustern bei einer sehr kurzen (10 ms) und bei einer längeren (400 ms) Präsentationszeit wahrgenommen wird. Zusätzlich untersuchten wir, ob gegengeschlechtliche Effekte einen modulierenden Faktor darstellen. Die Berechnungen erfolgten sowohl auf Grundlage von Vorratings (allgemeiner Attraktivitätsstandard), als auch auf subjektiven Einschätzungen (subjektiver Attraktivitätsstandard) der Versuchsperson. Bei 400 ms konnte die Attraktivität von Gesichtern und abstrakten Mustern reliabel eingeschätzt werden. Bei 10 ms konnten nur attraktive Muster als attraktiv erkannt werden. Bei Gesichtern zeigte sich ein Unterschied dahingehend, dass bei 10 ms nur auf Grundlage des subjektiven Standards Attraktivität reliabel eingeschätzt werden konnte, nicht aber auf Grundlage eines allgemeinen Attraktivitätsstandards. Diese Ergebnisse zeigen, dass es Unterschiede in den grundlegenden Bewertungsprozessen zwischen den Stimuluskategorien (abstrakte Muster bzw. Gesichter) gibt. Ist die Attraktivität von abstrakten Mustern hauptsächlich anhängig von spezifischen optischen Merkmalen, wie Symmetrie und Komplexität, ist der Bewertungsprozess von Gesichtern viel komplexer. Neben spezifischen Faktoren, wie Durchschnittlichkeit und Symmetrie, spielen auch persönliche, biologische, soziale und sozio-sexuelle Faktoren eine Rolle. In Bezug auf gegengeschlechtliche Effekte konnte gezeigt werden, dass Männer mehr korrekte Entscheidungen (präsentiertes Gesicht attraktiv bzw. unattraktiv) bei weiblichen Stimulusbildern im Vergleich zu männlichen Stimulusbildern trafen. Dies zeigt eine erhöhte Aufmerksamkeit der Männer für die Attraktivität von Frauen. Bei Frauen konnte so ein Effekt nicht gezeigt werden. Im miterhobenen EMG konnte allerdings keine Tendenz der Muskelaktivierung als Reaktion auf unterschiedlich attraktive Stimuli gezeigt werden. Die zusätzlich erhobenen Faktoren sexuelle Offenheit, Partnerschaftsstatus und Partnersuche, zeigten ebenfalls keinen Einfluss auf die Attraktivitätsbewertung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Attraktivität EMG Gesichter abstrakte Muster
Autor*innen
Christiane Brojer
Haupttitel (Deutsch)
Ästhetische Reaktionen auf Gesichter und abstrakte Muster
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
96 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gernot Gerger
Klassifikation
77 Psychologie > 77.30 Allgemeine Psychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC10890784
Utheses ID
25561
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
