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Die Folgewirkungen der Sprachpolitik des italienischen Faschismus in der Nachkriegszeit
Julia Leitner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Karl Ille
DOI
10.25365/thesis.2947
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29085.94437.611460-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Diplomarbeit „Folgewirkungen der Sprachpolitik des italienischen Faschismus in der Nachkriegszeit“ umfasst den zeitlichen Rahmen ab der Einigung Italiens 1861 bis zu den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die chronologisch-komparatistische Vorgangsweise ermöglicht es, unter Berücksichtigung der linguistischen Veränderungen der italienischen Sprache, die Auswirkungen der Sprachpolitik des italienischen Faschismus in den Nachkriegsjahren zu untersuchen. Die Arbeit setzt sich aus drei Teilen zusammen:
Nach einer kurzen Einführung in die Methoden der Sprachpolitik des Faschismus beschreibt der erste Teil die linguistische Situation der Postunità, die nur im Kontext mit den damaligen sozioökonomischen Gegebenheiten Italiens zu verstehen ist. Dieser Abschnitt dient dazu, die linguistische Ausgangssituation und das daraus resultierende sprachpolitische Eingreifen des Faschismus nachzuvollziehen.
Der zweite Teil widmet sich den linguistischen Maßnahmen, welche in der faschistischen Ära mittels impliziter und expliziter Sprachpolitik getroffen wurden.
Im dritten Teil werden die Bereiche, in denen die faschistischen Maßnahmen wirkten aufgegriffen und einer genaueren Untersuchung unterzogen. Zuerst wird die sozioökonomische Situation Italiens in der Nachkriegszeit beschrieben. Die faschistische Ära hatte in den Bereichen der Alphabetisierung und der Stärkung einer einheitlichen, italienischen Sprache nicht die gewünschten Erfolge erzielt. Folgewirkungen lassen sich in der Schulpolitik feststellen. Ein Schwerpunkt beinhaltet, welche Folgen die Sprachpolitik des Faschismus für die linguistischen Minderheiten bewirkte. Sprachpuristische, faschistisch geprägte Tendenzen sind vor allem in den einsprachigen Wörterbüchern Ende der 40er und Anfang der 50er zu verzeichnen. Ebenso hat sich das italienische Vokabular dieser Zeit um einige fortlebende Substitute, die während des Faschismus Fremdwörter ersetzen sollten, erweitert. Einige von ihnen sind bis heute Bestandteil des italienischen Wortschatzes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachpolitik des Faschismus sprachliche Minderheiten Auswirkungen der puristischen Akivitäten des Faschismus
Autor*innen
Julia Leitner
Haupttitel (Deutsch)
Die Folgewirkungen der Sprachpolitik des italienischen Faschismus in der Nachkriegszeit
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
155 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl Ille
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik
AC Nummer
AC07139895
Utheses ID
2565
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 338 |
