Detailansicht
Auf der Schwelle zum Fremden
Konstitution - Erfahrung - Verwandlung
Nathalie Blaha-Wessely
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Georg Stenger
DOI
10.25365/thesis.28831
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30059.39819.636670-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Fremde ist in der Wissenschaft schon lange nichts Fremdes mehr. Oder aber ist er es nie gewesen? Die fachlichen, sowie alltäglichen Umgangsweisen mit Fremdem pendeln hin und her zwischen totaler Vereinnahmung und Gleichmachung und dem Abstempeln als Außerirdisches und darum als Beängstigendes. Doch wird dabei kaum klar, was fremd überhaupt ist. Mit Bernhard Waldenfels, dem deutschen Philosophen und umstrittenen Phänomenologen, steht zum ersten Mal eine eingehende Auseinandersetzung mit dem Fremden auf dem Plan, die erlaubt, Fremdes als das zu belassen, was es ist: fremd. Die vorliegende Arbeit behandelt nun mit Hilfe von Waldenfels die phänomenologische Frage nach dem Fremden in drei Stationen: (1) Wie ist der Fremde aufzufassen? (2) Wie ist der Fremde zugänglich? und (3) Wie ist der Fremde zu erkennen? Im ersten Teil steht vor allem die Etablierung des Fremden im Gegensatz zum Anderen, der sich lediglich von Selben, jedoch nicht aber von einem Selbst unterscheidet, im Vordergrund. Nicht zuletzt damit geschieht eine nicht zu unterschätzende Richtungsänderung im Konstitutionsvermögen des Subjektes, das in einer solchen Auffassung von Fremden nämlich immer schon zu spät kommt, immer schon angesprochen ist und darum immer schon vom Fremden her verstanden werden muss. Teil II beschäftigt sich des Weiteren hauptsächlich mit der Erfahrung des Fremden, in welcher das Fremde genuin zugänglich wird. Fremderfahrung bedeutet dabei unter anderem das Fremdwerden der (subjektiven) Erfahrung selbst, die von Pathos und Responsivität geprägt ist. In Teil III geht es letztlich um die, hinter Erkenntnis- und Verständnisvorgängen liegenden, Ordnungen, die einen bestimmten Ort für das Fremde bieten. Während das Subjekt niemals seiner Ordnung(en) entfliehen kann, steht das Fremde am Rande dieser Ordnung(en) und dringt immer wieder und unerwartet in diese ein. Diese sogenannten Störerfahrungen sind es, die dem pathischen Moment gleichend, das Subjekt aus seiner Lethargie reißen und es zu neuen Handlungsweisen motivieren kann. Auf der Schwelle zum Fremden: Konstitution – Erfahrung – Verwandlung ist eine Arbeit, die mit Hilfe der Phänomenologie eine, dem Phänomen „Fremder“ gerechte, Auffassung erlangen will, mit derer fremd weder als schockierend noch als irrelevant, sondern als inspirierend und näher als erwartet aufzufassen ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Fremder Phänomenologie Anderer Bernhard Waldenfels Schwelle Intersubjektivität Fremderfahrung Schwellenerfahrung Xenologie
Autor*innen
Nathalie Blaha-Wessely
Haupttitel (Deutsch)
Auf der Schwelle zum Fremden
Hauptuntertitel (Deutsch)
Konstitution - Erfahrung - Verwandlung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
149 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Stenger
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.02 Philosophie und Theorie der Sozialwissenschaften ,
71 Soziologie > 71.62 Ethnische Beziehungen ,
73 Ethnologie > 73.02 Philosophie und Theorie der Ethnologie
AC Nummer
AC11084529
Utheses ID
25739
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
