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Kompetenzen von DiplomandInnen der Internationalen Entwicklung
eine quantitatibe Analyse der Kompetenzausprägungen von DiplomandInnen des individuellen Diplomstudiums Internationale Entwicklung
Marlene Welzl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Thomas Benesch
DOI
10.25365/thesis.28931
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30437.03234.175562-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Kompetenzerwerb und Beschäftigungsfähigkeit nehmen, als Folge der Bologna-Reform, einen zentralen Stellenwert in der universitären Bildung ein. Vor diesem Hintergrund ist das zentrale Erkenntnisinteresse dieser wissenschaftlichen Arbeit zu interpretieren, der folgende Fragestellungen zugrunde liegen:
In welchem Maße erfüllen DiplomandInnen des individuellen Diplomstudiums Internationale Entwicklung die kompetenzspezifischen Zielsetzungen des Studiums Internationale Entwicklung bzw. in welchem Maße verfügen diese über jene Kompetenzen, die bei AbsolventInnen eines universitären Studiums als vorhanden vorausgesetzt werden?
Welche der Kompetenzen erachten die DiplomandInnen für die berufliche Tätigkeit als ausreichend bzw. unzureichend vorhanden?
Inwieweit verstehen die Befragten das Studium der Internationalen Entwicklung als Berufsausbildung?
DiplomandInnen des individuellen Diplomstudiums Internationale Entwicklung als Forschungsgegenstand zu wählen, lag die Überlegung zugrunde, dass diese noch immer eine Studierweise verfolgen, die mit der Einführung des Bachelor- und Mastersystems, als Resultat der Bologna-Reform, undenkbar geworden ist, da aufgrund des individuellen Charakters des Studiengangs ein Großteil der Studieninhalte selbst bestimmt werden kann. Es stellte sich sohin die Frage, inwieweit diese Studierenden den zentralen Forderungen der Bologna-Reform nach Beschäftigungsfähigkeit und Kompetenzentwicklung trotzdem gerecht werden.
Das Erkenntnisinteresse erforderte, jene Kompetenzen, über die Studierende der Internationalen Entwicklung bei Studienabschluss verfügen sollen, zu bestimmen. Dies erfolgte über Interviews mit jenen Personen, die in der Pionierphase des Projekts IE involviert oder an der Entwicklung des Curriculums beteiligt waren sowie über das Literaturstudium zu Kompetenzen, die im Zuge eines universitären Studiums erworben werden.
Basierend auf jenen Kompetenzen, die zu Studienabschluss bei DiplomandInnen der Internationalen Entwicklung vorhanden sein sollen (insgesamt 27), wurde ein Fragebogen erstellt, welcher im Wintersemester 2011/12 von DiplomandInnen der Internationalen Entwicklung ausgefüllt wurde und die Datengrundlage für die Beantwortung der zentralen Fragestellungen lieferte. Mittels Fragebogen konnten die Kompetenzausprägungen der DiplomandInnen anhand von Selbsteinschätzungen erhoben werden.
Die Ergebnisse der Befragung, die mittels deskriptiver Datenanalyse ausgewertet wurde, zeigten, dass „kritisches Denken“ am stärksten bei den DiplomandInnen ausgeprägt ist. Darüber hinaus sind die Kompetenzen „selbstständiges Arbeiten“, „Kooperationsfähigkeit“, fachübergreifendes Denken, schriftliche Ausdrucksfähigkeit, „mündliche Ausdrucksfähigkeit“, „andere Kulturen kennen und verstehen“, „Fähigkeit die Sichtweisen und Interessen anderer zu berücksichtigen“, „Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen“ und Organisationsfähigkeit“ bei den Befragten tendenziell vorhanden.
Im Vergleich dazu sind die Kompetenzen spezielles Fachwissen, Durchsetzungsvermögen“, Sorgfalt und „Kenntnisse in EDV“ tendenziell weniger stark ausgeprägt bzw. werden als „mittelmäßig vorhanden“ erachtet. „Führungsqualitäten“ bildet jene Kompetenz, die bei den Befragten am schwächsten ausgeprägt ist.
Aus der Befragung ging hervor, dass die AbsolventInnen der Internationale Entwicklung tendenziell die Forderung der Bologna-Reform nach Kompetenzerwerb erfüllen. Sohin erlaubt diese Untersuchung die Schlussfolgerung zu ziehen, dass ein vorwiegend selbstorganisiertes Studium durchaus die Zielsetzungen eines „verschulten“ Studiums - eines Studiums, dessen Studieninhalte weitestgehend vorgeschrieben sind und nicht von den Studierenden selbst bestimmt werden - erfüllen kann.
Im Hinblick auf die kompetenzspezifischen Zielsetzungen des Studiums der Internationalen Entwicklung, weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die DiplomandInnen die kompetenzspezifischen Zielsetzungen der Internationalen Entwicklung tendenziell in einem zufriedenstellend hohen Ausmaß erfüllen.
In Bezug auf die Frage, welche Kompetenzen für die berufliche Tätigkeit als ausreichend bzw. unzureichend vorhanden von den DiplomandInnen erachtet werden, zeigte die Untersuchung, dass dreizehn ausreichend vorhandenen Kompetenzen vierzehn unzureichend vorhandenen Kompetenzen gegenüberstehen. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die Befragten der Forderung der Bologna-Deklaration nach Beschäftigungsfähigkeit bedingt gerecht werden.
Bezüglich der Frage, inwieweit die Befragten das Studium der Internationalen Entwicklung als Berufsausbildung erachten, geht aus der Untersuchung hervor, dass die DiplomandInnen diesen Anspruch nicht vordergründig an das Studium der Internationalen Entwicklung stellen.
Dennoch messen 43% der Befragten dem akademischen Titel eine zentrale Bedeutung für einen erfolgreichen beruflichen Start bei.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kompetenzen Internationale Entwicklung
Autor*innen
Marlene Welzl
Haupttitel (Deutsch)
Kompetenzen von DiplomandInnen der Internationalen Entwicklung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine quantitatibe Analyse der Kompetenzausprägungen von DiplomandInnen des individuellen Diplomstudiums Internationale Entwicklung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
183 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Benesch
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
81 Bildungswesen > 81.10 Bildungspolitik: Allgemeines
AC Nummer
AC11614037
Utheses ID
25826
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
