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Rahmenbedingungen und Potenziale für globales Lernen in der offenen Jugendarbeit
eine Untersuchung am Beispiel des Vereins Wiener Jugendzentren
Jochen Wakolbinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Helmuth Hartmeyer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.29076
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29108.80246.853366-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach den Voraussetzungen und den Rahmenbedingungen für eine Umsetzung von Bildungsangeboten des Globalen Lernens in der Offenen Jugendarbeit und versteht sich dabei als Beitrag der Praxisforschung zum wissenschaftlichen Diskurs um Globales Lernen im außerschulischen Bereich. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob und wie sich das Konzept des Globalen Lernens im Kontext der Offenen Jugendarbeit und im Speziellen für die Bildungsarbeit im Verein Wiener Jugendzentren nutzen lässt, beziehungsweise ob Formen des Globalen Lernens nicht ohnehin schon fixer Bestandteil der Jugendarbeit im Verein sind. Insbesondere wird untersucht, welche Potenziale und Möglichkeiten das flexible, offene und freiwillige Setting der Offenen Jugendarbeit für die Umsetzung des Globalen Lernens birgt und wie Angebote gestaltet sein sollten, um günstige Rahmenbedingungen für Globales Lernen zu schaffen. Als Grundlage für die Analyse bieten das zweite und das dritte Kapitel einerseits einen Überblick über das Bildungskonzept des Globalen Lernens und dessen theoretische und didaktische Prinzipien und andererseits über das Forschungsfeld der außerschulischen und der Offenen Jugendarbeit. Nachdem schließlich noch auf die Bedeutung der Offenen Jugendarbeit als Bildungsort und deren Verständnis von einem erweiterten, kompetenzbasierten und institutionenübergreifenden Bildungsbegriff eingegangen wird, wird im vierten Kapitel schließlich das Forschungsfeld, der Verein Wiener Jugendzentren vorgestellt. Nach einer Vorstellung des Forschungsdesigns und der angewandten Methoden widmet sich das fünfte Kapitel schließlich der qualitativen Untersuchung und der Auswertung der erhobenen Daten. Zur empirischen Erhebung werden sowohl ExpertInneninterviews mit MitarbeiterInnen des Vereins Wiener Jugendzentren als auch Erkenntnisse aus teilnehmenden Beobachtungen im Rahmen meiner Praxis als Mitarbeiter des Vereins herangezogen. Zu Beginn wird dabei hinterfragt, inwieweit sich die Konzepte und Prinzipien der Offenen Jugendarbeit im Allgemeinen und auch die selbstauferlegten Leitlinien und Zielsetzungen des Vereins Wiener Jugendzentren im Speziellen mit Zielsetzungen und Prinzipien des Globalen Lernens überschneiden und ob sich gewisse Gemeinsamkeiten in den Ansätzen erkennen lassen. In einem weiteren Schritt wird untersucht, inwieweit Projekte und Angebote im Sinne des Globalen Lernens bereits in den Einrichtungen des Vereins Wiener Jugendzentren verankert sind und welche inhaltlichen Schwerpunkte sich dabei erkennen lassen. Anhand einer Auswahl konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Einrichtungen des Vereins Wiener Jugendzentren werden mögliche Wege aufgezeigt, wie sich die vielfältigen Ansätze des Globalen Lernens im Rahmen der Offenen Jugendarbeit in Jugendzentren und in der Mobilen Jugendarbeit umsetzen lassen und welche Vor- und Nachteile sich durch das offene und flexible Setting der Offenen Jugendarbeit für das Globale Lernen ergeben können. Schließlich wird auch noch auf methodisch-didaktische Aspekte bei der Umsetzung von Globalem Lernen in der Offenen Jugendarbeit eingegangen und werden Anregungen für das Gelingen von Angeboten herausgearbeitet. Die Untersuchung zeigt, dass sich durch die Grundprinzipien, wie dem freiwilligen Zugang, der Offenheit und Flexibilität und durch den sozialräumlichen und subjektorientierten Ansatz der Offenen Jugendarbeit, vielseitige Potenziale für das Globale Lernen eröffnen, welche durch eine breite Palette an Methoden und vielfältige partizipative, erfahrungs- und handlungsorientierte Angebote umgesetzt werden können. Vor allem der lebensweltorientierte Zugang, welcher direkt an der Lebensrealität der Jugendlichen ansetzt und den Fokus auf von ihnen selbst wahrgenomme Probleme und Themen legt, und der Einsatz spielerischer und freizeitorientierter Methoden eröffnet für das Globale Lernen Möglichkeiten, Jugendliche auch außerhalb des formalen Bildungssektors zu erreichen.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis explores the conditions and the opportunities for the implementation of programs and projects of global learning in institutions of open youth work and sees itself as a contribution of action research to the scientific discourse on global learning in extracurricular settings. It examines the question of whether the concept of global learning is already integral part of the open youth work in the „Verein Wiener Jugendzentren“ and which possibilities and potentials it could open up for the educational work in the open, flexible and voluntary setting of institutions of open youth work. As a basis for the analysis, the second chapter provides an introduction to the educational concept of global learning and its theoretical and methodological background. The third chapter explains the theoretical and pedagogical principles of extracurricular youth work and also gives a basic introduction to the research field of open youth work. Qualitative methods of research are used as empirical approach, which includes expert interviews with ten employees of different youth clubs and also insights from participatory observation as an employee of the Verein Wiener Jugendzentren. The paper answers the question, if the concepts and principles of open youth work in general and self-imposed guidelines and objectives of the Verein Wiener Jugendzentren in particular, overlap with objectives and principles of global education and whether there are similarities in these two approaches. In a further step it shows, based on a selection of specific examples from different youth clubs, possible ways and diverse approaches of already existing programs of global learning in the Verein Wiener Jugendzentren Finally, it also discusses methodological and didactic aspects for the implementation of global learning in open youth work and tries to work out suggestions how setting and methods should be designed to create a favorable environment for global learning. The study shows that aspects of open youth work, like voluntary access, openness, flexibility and topics related to the environment of the kids, open up various opportunities for global learning which are supported by a wide range of methods and a variety of participatory, experiential and action - oriented approaches.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
global learning global education open youth work
Schlagwörter
(Deutsch)
Globales Lernen Offene Jugendarbeit Potentiale Verein Wiener Jugendzentren
Autor*innen
Jochen Wakolbinger
Haupttitel (Deutsch)
Rahmenbedingungen und Potenziale für globales Lernen in der offenen Jugendarbeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung am Beispiel des Vereins Wiener Jugendzentren
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
175 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmuth Hartmeyer
Klassifikationen
79 Sozialpädagogik, Sozialarbeit > 79.16 Jugendhilfe ,
79 Sozialpädagogik, Sozialarbeit > 79.60 Bildungsarbeit: Allgemeines ,
80 Pädagogik > 80.03 Methoden und Techniken der Pädagogik ,
80 Pädagogik > 80.20 Teilgebiete der Pädagogik
AC Nummer
AC11066360
Utheses ID
25950
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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