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Der Serbienfeldzug 1915
Erik Bernd Otto Spinka
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Lothar Höbelt
DOI
10.25365/thesis.2980
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29078.29148.842766-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die bekannten Fakten über den Balkanfeldzug während des Ersten Weltkrieges werden von mir aus österreichischer Sicht beleuchtet und mit Tagebuchaufzeichnungen zweier hoher österreichischer Offiziere kombiniert.
Bei jenen zwei Offizieren handelt es sich zum einen um den Flügeladjutanten FM Conrad von Hötzendorfs Oberst Rudolf Kundmann, zum zweiten, um Oberstleutnant Karl Schneller, den Italienreferenden des k. u. k. Armeeoberkommandos.
Zusammenfassung der Ereignisse auf der Balkanfront im ersten Weltkrieg
Das erfolgreiche gemeinsame Vorgehen der Verbündeten österreichisch–ungarischen, deutschen und bulgarischen Truppen fand seinen Abschluss, nachdem die serbische Armee geschlagen, und zu einem verlustreichen Rückzug nach Albanien und Montenegro gezwungen war.
Man hatte somit das Ziel einer Landverbindung mit der Türkei erreicht, und drängte nun darauf die im Raum Saloniki stehende Orientarmee ( drei französische und fünf britische Infanteriedivisionen ) vom Festland zu vertreiben.
In diesem Punkt herrschte Einigkeit zwischen dem österreichisch – ungarischen Armeeoberkommando und der Deutschen Obersten Heeresleitung. In der Planung über das weitere Vorgehen bei einer beabsichtigten Offensive gegen Montenegro und Albanien fand man jedoch keinen Konsens. Als italienische Truppen in Valona und Durazzo landeten sah man sich in der österreichisch–ungarischen Heeresleitung zur Tat gezwungen; man löste zur Durchführung dieser Offensive die österreichisch–ungarische 3. Armee aus dem Verband der deutschen Heeresgruppe Mackensen heraus.
Dieses Vorgehen führte zu einem nachhaltigen Bruch zwischen den beiden Generalstabschefs, und wirkte sich mit allen negativen Folgen nicht unerheblich auf die Kriegführung der Mittelmächte aus.
Jene Unstimmigkeiten zwischen dem k. u. k. Armeeoberkommando und der Obersten Deutschen Heeresleitung verhinderten eine Offensive in Richtung Saloniki, was, durch den bestehen bleibenden Brückenkopf, den Alliierten die Möglichkeit eröffnete in Mazedonien und Albanien eine weitere wichtige Front zu errichten.
Dieses Vorgehen erfüllte sein Ziel, als dadurch bis zum Kriegsende auf dem Balkan starke deutsche und österreichisch–ungarische Truppenkontingente gebunden waren, welche anderorts wiederum vermisst wurden. Nicht zuletzt gelang den Alliierten auch im September 1918 dort ein entscheidender Einbruch, was den Zusammenbruch Bulgariens und das Durchbrechen der österreichisch–ungarischen Abwehrfront zur Folge hatte.
Durch den verstärkten Einsatz von englischen, französischen und italienischen Truppenteilen gewann der Balkan immer mehr Einfluss als Kriegsschauplatz auf den Gesamtverlauf des Ersten Weltkrieges. Unwegsame Gebirgslandschaften zusammen mit schwierigen klimatischen Bedingungen, schlechte Schienenverbindungen und einem spärlich erschlossenen Straßennetz bestimmten den weiteren Kriegsverlauf an der Balkanfront. Viele Operationen von Seite der Mittelmächte scheiterten alleine schon an der Nachschubsituation, von welcher die Alliierten, durch die freie Passage des Mittelmeeres nicht betroffen waren.
Durch diesen Vorteil und die ungehinderte Benutzung der griechischen Häfen konnte die Entente die serbische Armee wieder reaktivieren und auch versorgen. Schon im Verlauf des Jahres 1916 konnten an der Mazedonienfront sechs serbische Divisionen, ausgerüstet mit alliiertem Kriegsmaterial, frisch in den Einsatz geschickt werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Balkanfeldzug Falkenhayn Hötzendorf Serbienfeldzug Tagebuch Kundmann Schneller
Autor*innen
Erik Bernd Otto Spinka
Haupttitel (Deutsch)
Der Serbienfeldzug 1915
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
105
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lothar Höbelt
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC07124006
Utheses ID
2596
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
