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Der Einfluss des Klimawandels auf den Weinbau mit einer Trendanalyse für die Region Krems/Donau
Michaela Deim
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Christine Embleton-Hamann
DOI
10.25365/thesis.29165
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29471.41556.810263-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Kultivierung und Verbreitung von Weinreben ist durch klimatische Gegebenheiten auf bestimmte Gebiete beschränkt. Zwar ist es möglich, auch in weniger günstigen Regionen Weinbau zu betreiben, allerdings nur auf Kosten der Qualität. Die Traubengüte ist hauptsächlich von Temperatur und Sonnenscheindauer abhängig, aber auch Niederschlag und standortspezifische Einflüsse wie Boden, Lage und Gewässernähe spielen eine Rolle. Da Klima- und Witterungsfaktoren die Traubenqualität maßgeblich prägen und eine Klimaveränderung deutlich zu erkennen ist, müssen WinzerInnen Adaptionsmaßnahmen ergreifen. Zwar profitieren vor allem nördlichere Weinbaugebiete von der Erwärmung der Erdoberfläche, welche sich positiv auf die Traubenreife auswirkt, doch die klimatischen Veränderungen bringen auch verschiedenste Risiken mit sich. Aufgrund der Temperaturzunahme und der längeren Sonnenscheindauer wird es zukünftig immer wichtiger werden, die Wasserversorgung der Reben sicherzustellen, indem beispielsweise Änderungen in der Bodenbearbeitung vorgenommen oder künstliche Bewässerungen installiert werden. Auch die Verzögerung des Erntezeitpunktes durch Maßnahmen wie eine veränderte Sorten- und Klonenwahl bei Neuanlagen, Änderungen in der Laubarbeit und eine Reduzierung des Botrytis- und Sonnenbrandrisikos muss in Betracht gezogen werden.
Im empirischen Teil wurden ausschließlich klimatische Einflüsse in Krems untersucht. Die Untersuchung der Werte zeigte einen deutlichen Temperaturanstieg in den letzten Jahrzehnten, wobei seit 1998 bis auf eine Ausnahme alle Werte positiv vom Mittelwert der Periode 1981-2012 abwichen und die Temperatur in diesem Zeitraum durchschnittlich um 0,05°C pro Jahr zunahm. Auch die Entwicklung der Sonnenscheindauer ist eindeutig positiv, es ist allerdings kein so starker Anstieg in den letzten Jahren zu erkennen wie bei den Temperaturwerten. Die Zunahme des Niederschlages im Raum Krems ist minimal. Auffällig sind aber die häufiger auftretenden Extreme. 2002 war beispielsweise ein Jahr mit weit über dem Durchschnitt liegenden Niederschlagsmengen, während 2011 von extremen Trockenperioden geprägt war.
Die Analyse ausgewählter positiver und negativer Jahrgänge zeigte, dass vor allem die Witterung während der Blüte- und Reifephase eine wichtige Rolle spielt. Warmes, trockenes Wetter während der Blüte und vor allem wenig Niederschlag und überdurchschnittlich viel Sonnenschein während der Reifung und besonders kurz vor der Ernte sind förderlich für die Traubenqualität. Ebenso gab es in den ausgezeichneten Jahrgängen keine Starkregenereignisse und die Blüte fand durchwegs früher statt als bei den negativen Jahrgängen. Die Witterung der schlechteren Jahrgänge war charakterisiert durch überdurchschnittlich niedrige Temperaturen und wenige Sonnenscheinstunden. Die Wichtigkeit der Herbstwitterung wurde durch die negativen Jahrgänge bestätigt. Während der Reifephase gab es in diesen Jahren viel Niederschlag, welcher die Botrytisgefahr erhöhte.
Die abschließende statistische Untersuchung der quantitativen Zusammenhänge zwischen den Klimaparametern und den Mostgewichts- bzw. Gesamtsäurewerten zeigte, dass die Sonnenscheindauer einen stärkeren Einfluss auf die Traubenmostqualität hatte als die Temperatur. Der Niederschlag spielte eine untergeordnete Rolle, hier konnte kein signifikanter linearer Zusammenhang nachgewiesen werden. Die große Residualvariation bei allen Untersuchungen verdeutlicht, dass die klimatischen Bedingungen essentiell, sonstige Einflüsse aber auch nicht zu vernachlässigen sind.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Weinbau Krems Klima Klimawandel
Autor*innen
Michaela Deim
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss des Klimawandels auf den Weinbau mit einer Trendanalyse für die Region Krems/Donau
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
147 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christine Embleton-Hamann
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC11053923
Utheses ID
26017
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 456 |
