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Väterliche Belastung und Investment bei früh- und reifgeborenen Kleinkindern
entwicklungspsychologische Konsequenzen
Lisa Blaschke
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.29274
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29399.68783.613061-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wenn das Kind zu früh auf die Welt kommt, stellt dies eine besondere Herausforderung für die ganze Familie dar. Die vorliegende Arbeit setzt ihr besonderes Augenmerk auf den Vater. Ziel war es, herauszufinden, welche Besonderheiten sich aufgrund der Tatsache, Vater eines frühgeborenen Kindes zu sein, für das väterliche Investment ergeben und inwieweit dieses Investment mit der kindlichen Entwicklung zusammenhängt. Des weiteren wurde die empfundene Belastung des Vaters aufgrund seiner Elternschaft untersucht und Zusammenhänge zum Investment analysiert. Neben der Erfassung des väterlichen Investments mittels Time-Diary Interviews, wurde das Eltern-Belastungs-Inventar eingesetzt, um auf die empfundene väterliche Belastung schließen zu können. Der Entwicklungsstand des Kindes wurde anhand der Bayley-III-Skalen gemessen. Die Stichprobe für diese Arbeit besteht aus 102 Kindern, wovon die Hälfte zu frühgeboren worden waren. Das Alter der Kinder bei der Untersuchung lag zwischen 12 und 31 Monaten. Die Frühgeborenen kamen zwischen der 23. und 32. Schwangerschaftswoche zur Welt und wogen bei der Geburt im Mittel 972 Gramm. Die Ergebnisse zeigen, dass Väter von Frühgeborenen sich besonders an Wochentagen, neben der Arbeit, in der Betreuung und Erziehung engagieren. Sie verwenden mehr Zeit an Spiel- und Freizeitaktivitäten, als Väter von Reifgeborenen und sind für ihre Kinder vermehrt verfügbar. Andererseits fühlen sich Väter von Frühgeborenen sozial isolierter, ihre Gesundheit ist mehr beeinträchtigt und sie empfinden ihre Kinder häufiger als hyperaktiv. Das erhöhte Engagement an Wochentagen steht in Zusammenhang mit größerer empfundener Belastung bei Vätern von Frühgeborenen. Vermehrte Arbeitsstunden wirken hierbei entlastend. Es wird diskutiert, dass Väter von frühgeborenen Kleinkindern sich selber sehr unter Druck setzen, durch vermehrtes Engagement mögliche Entwicklungsverzögerungen auszugleichen. Etwas Abstand (sei es aufgrund von Arbeitszeit) wirkt hierbei entlastend. Positive Zusammenhänge zwischen dem väterlichen Engagement und der kindlichen Entwicklung konnten nur bei reifgeborenen Kindern, und zwar bezüglich der sprachlichen, sozial-emotionalen und grobmotorischen Entwicklung, gefunden werden.
Abstract
(Englisch)
The premature birth of a child presents a special challenge to the entire family. This study focuses first and foremost on the father. The objective was to determine which particularities arise with respect to paternal investment due to the circumstance of being the father of a pre-term child, and to what extent such paternal investment is related to child development. Furthermore, the stress perceived by fathers as a result of their parenthood was examined and its interrelations with investment were analysed. In addition to recording paternal investment by means of time diary interviews, a German version of the Parenting Stress Inventory was used to draw conclusions regarding the fathers’ perceived parenting stress. The children’s respective stages of development were measured by means of the Bayley Scales of Infant and Toddler Development, Third Edition (Bayley III). The sample for this study included 102 children, half of whom had been born prematurely. The ages of the children when the study was made ranged from 12 to 31 months. The pre-term children had been born between the 23rd and 32nd week of pregnancy; their average weight at birth was 972 grams. The results show that fathers of pre-term infants involve themselves in the care and raising of their children on weekdays in addition to their professional work. They devote more time to play and leisure activities with their children than fathers of term-born infants and are generally more available for their children. On the other hand, fathers of prematurely born children feel more socially isolated, have more health problems, and more often perceive their children as being hyperactive. The greater investment of these fathers on weekdays is associated with greater perceived stress. In such situations, having to work more hours in their professions has a relieving effect. It has been a matter of discussion whether fathers of pre-term toddlers put greater pressure on themselves to offset possible developmental delays through increased investment. Achieving a certain temporary detachment (for example, while working) tends to relieve this pressure. Positive correlations between paternal investment and child development were found only in the case of term-born children, namely with respect to language development, social and emotional development and gross motor development.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
premature infant paternal investment paternal stress
Schlagwörter
(Deutsch)
Frühgeborene Väterliches Investment Väterliche Belastung
Autor*innen
Lisa Blaschke
Haupttitel (Deutsch)
Väterliche Belastung und Investment bei früh- und reifgeborenen Kleinkindern
Hauptuntertitel (Deutsch)
entwicklungspsychologische Konsequenzen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
71 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC11040064
Utheses ID
26117
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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