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Queere Linguistik - zur sprachlichen Herstellung von Heteronormativität
Fiorella Louisa Seppele
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Brigitta Busch
DOI
10.25365/thesis.29282
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29989.64055.792169-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Verhältnis zwischen Sprache und Geschlecht beschäftigt die Sprachwissenschaft seit geraumer Zeit. Dabei werden zwei natürliche, sich gegenseitig ausschließende Geschlechter – weiblich und männlich – im Vorhinein angenommen und diese Kategorien mit Wissen angereichert. Der Ansatz, den Queer Theory und in weiterer Folge auch Queere Linguistik verfolgen, hinterfragt diese Unterteilung der Gesellschaft jedoch und versteht den herrschenden Geschlechterbinarismus als diskursiv hergestellt und lehnt somit das Verständnis eines vordiskursiven Geschlechts ab. Zudem wird Heterosexualität als unhinterfragte soziale Praxis begriffen, die als gesellschaftsstrukturierende Norm und Institution sichtbar gemacht werden kann.
Um den Ansatz von Queerer Linguistik nachvollziehen zu können, widmet sich der erste Teil der vorliegenden Diplomarbeit dem Begriff queer und seiner Bedeutung und den Grundpfeilern von Queer Theory. Zusätzlich wird das Konzept der Heteronormativität erläutert und aufgezeigt, wie der Geschlechterbinarismus und Heterosexualität als Norm interagieren. Diese Erkenntnisse werden im zweiten Teil in die Linguistik transferiert und es werden Bereiche der Sprachwissenschaft, die mit queerem Gedankengut angereichert werden können, vorgestellt. Abschließend soll anhand von Expert_inneninterviews eine Einschätzung der Bedeutung von queeren Auseinandersetzungen gegeben und in weiterer Folge Zukunftsperspektiven des Feldes besprochen werden.
Anspruch der vorliegenden Diplomarbeit ist es, das Feld der Queeren Linguistik vorzustellen und den Lesenden näherzubringen, da es sich bisher um ein wenig beachtetes Forschungsfeld handelt. Daraus soll in weiterer Folge das Interesse für sprachwissenschaftliche Untersuchung mit queerer Perspektive geweckt werden.
Abstract
(Englisch)
Linguistics has always been engaged in the relationship between language and gender. In general it is assumed that there are two naturally occurring genders, female and male, which by definition exclude one another. They form two categories that become expanded with “gender-specific” information. The aim of queer theory and furthermore queer linguistics is to question this division of our society. Queer theory rather understands the gender binarism as discursively constructed and therefore not as a biological fact with reference to a pre-discursive gender. Heterosexuality is understood as a social practice, which can be revealed as a society structuring norm and institution.
To follow the aims of a queer linguistics approach the first section of this diploma thesis clarifies the meaning of queer and provides the theoretical foundations of queer theory. Moreover the concept of heteronormativity is explained and it is analyzed how gender binarism and heterosexuality as the norm interact. The second section transfers this knowledge into linguistics and linguistic fields, which can work from a queer perspective, are presented. In the end the significance of queer approaches is discussed in reference to interviews with experts from the queer field.
This diploma thesis aims to introduce the reader to queer linguistics, which has not received adequate attention up to now. Above all, it is meant to awaken interest for a queer oriented approach within the scientific community.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
heteronormativity language and gender language and sexuality queer linguistics queer theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Heteronormativität Sprache und Geschlecht Sprache und Sexualität Queere Linguistik Queer Theory
Autor*innen
Fiorella Louisa Seppele
Haupttitel (Deutsch)
Queere Linguistik - zur sprachlichen Herstellung von Heteronormativität
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
136 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitta Busch
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC11202950
Utheses ID
26125
Studienkennzahl
UA | 328 | | |
