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Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien
eine Bestandsaufnahme am Beispiel niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler
Bettina Rausch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Jürgen Grimm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.3001
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29791.22886.299863-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die politische Sozialisation gerade junger Menschen wird als zentraler Faktor für die Erhaltung und Weiterentwicklung des politisches Systems gesehen. Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Arbeit liegt darin, Kontakterfahrungen Jugendlicher mit politischen Parteien und Einflussfaktoren darauf zu beschreiben. Dabei geht es nicht um eine umfassende Betrachtung, sondern darum gerade jene Aspekte zu beleuchten, die kommunikationswissenschaftlich insofern relevant sind, als sie den Zusammenhang direkter und medial vermittelter politischer Kommunikation und politischer Partizipation beleuchten. Der Forschungsablauf ist deduktiv. Aufbauend auf fünf zentrale Forschungsfragen zum Kontakterleben Jugendlicher und dahingehende Einflüsse und Wechselwirkungen und auf einen theoretischen Rahmen, der insbesondere aktuelle Herausforderungen politischer Parteien, das politische Erleben Jugendlicher und dabei besonders Aspekte der politischen Kommunikation, Partizipation und damit Sozialisation umfasst, wurden fünf Hypothesen gebildet. Diese stellen Annahmen zum Kontakterleben an sich sowie zu Wechselwirkungen mit soziodemographischen Faktoren, dem sozialen Umfeld, der Partizipation bzw. Partizipationsbereitschaft, der Mediennutzung und letztlich zur Organisationsaffinität Jugendlicher auf. Diese Hypothesen werden anhand empirisch gewonnener Daten überprüft. Die Datenerhebung fand im Rahmen einer schriftlichen Befragung per Fragebogen statt. An dieser Befragung nahmen 364 Schülerinnen und Schüler niederösterreichischer Schulen statt, die insgesamt fünf Schultypen zuzurechnen sind. Aufgrund des Feldzuganges sind die Befragung und ihre Ergebnisse nicht repräsentativ, Aussagen dazu können nur jeweils für die vorliegende Stichprobe getroffen werden. Die Datenerfassung erfolgte mittels des Programms SPSS, es wurden vornehmlich die statistischen Instrumente Kreuztabelle und Mittelwertsvergleich angewendet. Als wesentliche Ergebnisse der Untersuchungen seien die Folgenden angeführt: Es konnten wesentliche Unterschiede im Kontakterleben Jugendlicher je nach Art bzw. Zustandekommen des Kontaktes mit politischen Parteien festgestellt werden. Am deutlichsten ist dabei der Unterschied zwischen direkten und indirekten Kontakten insofern, als direkte, persönliche Kontakte eher den Erwartungen der Jugendlichen entsprechen als indirekte und auch insofern als nach erlebten persönlichen Kontakten ein höhere Wunsch nach weiteren gleichartigen Kontakten besteht. Im Bereich des sozialen Umfeldes ist besonders die Rolle der Schule als Ort der politischen Sozialisation hervorzustreichen, da in diesem Umfeld die meisten Jugendlichen persönliche Kontakte mit politischen Parteien erleben und andererseits Schultyp und Schulstufe mit der Kontakthäufigkeit stark zusammenhängen. Was das soziale Umfeld Jugendlicher betrifft, ist festzustellen, dass Gespräche mit Eltern, Lehrern und Freunden – ganz im Gegensatz zu deren eigener politischer Aktivität – damit zusammenhängen, ob ein Jugendlicher aktiv den Kontakt zu Parteien sucht. In Hinblick auf die Wechselwirkungen zwischen Mediennutzung und den Kontakten Jugendlicher mit politischen Parteien konnte festgestellt werden, dass nur die aktive Informationsbeschaffung, nicht aber der passive Medienkonsum in Zusammenhang mit dem Kontaktverhalten der Jugendlichen politischen Parteien gegenüber steht. Abschließend kann zum Bereich der Partizipation bzw. Partizipationsbereitschaft Jugendlicher gesagt werden, dass die Häufigkeit der Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien keinen Einfluss auf deren Bereitschaft zur Wahlteilnahme bzw. Parteimitgliedschaft hat. Dennoch ist es so, dass jene Jugendliche, die sich in ihrer Freizeit verstärkt sozial und politisch engagieren, auch mehr Kontakte mit politischen Parteien haben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Politische Kommunikation Jugendforschung Partzipation Jugendliche Politische Parteien Befragung Kontakte
Autor*innen
Bettina Rausch
Haupttitel (Deutsch)
Kontakte Jugendlicher mit politischen Parteien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Bestandsaufnahme am Beispiel niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler
Paralleltitel (Englisch)
Young people's contacts with political parties
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
274 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen Grimm
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC07465985
Utheses ID
2613
Studienkennzahl
UA | 301 | 295 | |
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