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Beendigungsphasen in klientenzentrierten psychotherapeutischen Erstgesprächen
eine konversationsanalytische Untersuchung
Ines Hrastnig
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Florian Menz
DOI
10.25365/thesis.29380
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29720.88561.807359-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Beendigungsphasen in klientenzentrierten psychotherapeutischen Erstgesprächen. Anhand von vier aufgezeichneten, authentisch geführten psychotherapeutischen Erstgesprächen, die der psychotherapeutischen Richtung der klientenzentrierten- bzw. Gesprächspsychotherapie zuzuordnen sind, wird der Weg von der ersten beendigungsimplizierenden Äußerung eines/r Gesprächspartners/in bis hin zum tatsächlichen Gesprächsende dargestellt und analysiert. Neben der Betrachtung der interaktiven Herstellung der Gesprächsabschlüsse liegt ein weiteres Augenmerk auf der in dieser Therapieform hergestellten Beziehung. Methodisch wurde für die Untersuchung, aufgrund der vorliegenden Daten und des Forschungsinteresses, die Konversationsanalyse gewählt. Die für die Arbeit herangezogenen Gespräche wurden von einer Psychotherapeutin mit klientenzentrierter psychotherapeutischer Ausrichtung im Rahmen ihrer Arbeit in einer niedergelassenen Praxis geführt und aufgezeichnet. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und empirischen Teil. Der Theorieteil befasst sich mit den bedeutsamsten linguistischen Untersuchungen zu psychotherapeutischen Gesprächen. Anhand dieser werden vor allem die Differenzen zwischen Alltagskommunikation und psychotherapeutischer Kommunikation betrachtet, wie auch in weiterer Folge das psychotherapeutische Erstgespräch und die klientenzentrierte psychotherapeutische Richtung dargestellt. Darauffolgend wird das Beenden von Gesprächen und die verwendete Methode der Konversationsanalyse bearbeitet. Die Analyse der Gespräche führte zu den Erkenntnissen, das erste beendigungsimplizierende Äußerungen sehr früh vor dem tatsächlichen Gesprächsende erfolgten und zwar ca. zehn Minuten vor den Gesprächsabschlüssen. In den vorliegenden Gesprächen wurden diese immer von Seiten der Therapeutin geäußert, die als Vertreterin der Institution an dieser Stelle die primäre Sprecher/innenrolle innehatte. Sie übernahm im Gegensatz zum vorher geführten Gespräch die Gesprächssteuerung. Es zeigte sich aber, dass die Klienten/innen das Recht erhielten beendigungsantizipierende Aussagen zu tätigen. Weil die Psychotherapeutin nach ersten beendigungsimplizierenden Äußerungen den Klienten/innen genügend Raum ließ offene Themen und Fragen zu behandeln und auch Phänomene erkannt werden konnten, die auf eine Beziehungsgestaltung hinwiesen, kann festgehalten werden, dass am Gesprächsende die Therapeutin an einer „guten“ Beziehung zu ihren Klienten/innen arbeitet und nicht einfach nach dem Ablauf der zur Verfügung stehenden Zeit das Gespräch abbricht bzw. abwürgt. Es handelte sich bei allen vier Gesprächen um sehr aufwändige Gesprächsabschlüsse, die geprägt sind von einer Oszillation von beendigungsimplizierenden Themen und erneuten „therapeutischen Handlungen“.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Psychotherapeutische Kommunikation Konversationsanalyse klientenzentrierte Psychotherapie Beendigungsphasen
Autor*innen
Ines Hrastnig
Haupttitel (Deutsch)
Beendigungsphasen in klientenzentrierten psychotherapeutischen Erstgesprächen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine konversationsanalytische Untersuchung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
I, 210 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Florian Menz
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC11075019
Utheses ID
26210
Studienkennzahl
UA | 328 | | |
