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Von der Kunst des Gebens
die Schwierigkeit, von der Gabe zu sprechen
Sophia Gabriel-Panteliadou
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Arno Böhler
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30139.22513.479170-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Untersuchung zielt auf Sachzusammenhänge und Denkbewegungen im Werk von Jacques Derrida. Es wird versucht, die thematische Komplexität und strukturelle Verflechtung, wie sie sich insbesondere in seinen späteren Schriften zeigt, aus der Bewegung seines eigenen Denkens zu deuten. Darüberhinaus werden Zusammenhänge mit anderen Positionen von Wissen und Erfahrung einbezogen (z.B. die psychoanalytischen Erkenntnisse von Jacques Lacan). Von besonderer Tragweite für einen neuen Zugang zum Denken Derridas ist in der Untersuchung die Konfrontation mit der Philosophie des Aristoteles geworden. Dabei ist es nicht die mit dieser Philosophie verbundene Grundstellung der antiken Metaphysik, die eine fruchtbare Beziehung zwischen den beiden Denkern eröffnen könnte. Vielmehr ist es die phänomenologische Einsicht des Aristoteles, die hier einen Brückenschlag ermöglicht. Die Aristotelischen Grundbestimmungen von Räumlichkeit und Zeitlichkeit zum Beispiel lassen sich, phänomenologisch interpretiert, mit Denkformen verbinden, wie sie Derrida ausgebaut hat. Ein spezielles Verhältnis zwischen Derridas und Aristoteles’ Denken zeigt sich in der Bedeutung von Form und Funktion der Metapher für Sprache und Erkenntnis. Die von Aristoteles in seiner „Poetik“ erstmals und grundlegend entwickelte Konzeption der Metapher als der leitenden Sprach- und Denkfigur wird in Derridas Texten immer wieder als Impetus neuer Denkbewegungen weiterentwickelt.
Abstract
(Englisch)
The present analysis focuses on factual connections and trains of thought within the works of Jacques Derrida. The goal is to follow his thought processes while interpreting the thematic complexity and structural interweaving, particularly in his later works. Links with other positions of episteme and experience are also taken into consideration (e.g. Jacques Lacan’s psychoanalytic findings). This analysis indicates that confrontation with Aristotle’s philosophy has become of particular importance for a new approach to Derrida’s thinking. In this connection, it is not the basic position of ancient metaphysics associated with this philosophy which might be able to initiate a fruitful relationship between the two thinkers. It is rather the phenomenological understanding of Aristotle which makes a correlation possible. The Aristotelian basic definitions of space and temporality, for example, can be connected, when interpreted phenomenologically, with ways of thinking like those developed by Derrida. A particular relationship between Derrida’s and Aristotle’s thinking is reflected in the importance of the form and function of metaphor for language and cognition. The first, fundamentally developed conception of the metaphor found in Aristotle’s “Poetics” as a leading figure of language and thought is consistently developed further in Derrida’s texts as an impetus for new thought movements.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Jacques Derrida Aristoteles Jacques Lacan Deconstruction Phenomenology Psychoanalysis Metaphor Place Space Topos Temporality Gift Hospitality
Schlagwörter
(Deutsch)
Jacques Derrida Aristoteles Jacques Lacan Dekonstruktion Phänomenologie Psychoanalyse Metapher Ort Raum Topos Zeitlichkeit Gabe Gastfreundschaft
Autor*innen
Sophia Gabriel-Panteliadou
Haupttitel (Deutsch)
Von der Kunst des Gebens
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Schwierigkeit, von der Gabe zu sprechen
Paralleltitel (Englisch)
About the art of giving ; the difficulty of speaking about the gift
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
186 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Arno Böhler ,
Hugh Silverman
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.21 Griechische Philosophie, römische Philosophie ,
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie
AC Nummer
AC11678941
Utheses ID
26218
Studienkennzahl
UA | 092 | 296 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1