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Die Bedeutung der Rumänischen Revolution für den Legitimationsdiskurs der Postkommunisten in den Transformationsjahren 1990-1994
Roman Hutter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Philipp Ther
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.29498
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30435.36610.723959-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Revolution oder Staatsstreich? Eine der meist gestellten Fragen im Zusammenhang mit der Rumänischen Revolution, die sowohl die wissenschaftliche Auseinandersetzung als auch die gesellschaftliche und politische Diskussion in Rumänien prägt. Die Unklarheit bezüglich dieser Begrifflichkeiten entstand bereits in den ersten Jahren der Transformation, da eine Gruppe ehemaliger Parteigrößen der Kommunistischen Partei Rumäniens die Demokratisierung des Landes leitete, wobei die Revolution zu einem der wichtigsten Legitimationsfaktoren für die Postkommunisten wurde. Unsicherheiten, ob man in Hinblick auf den Umbruch in Rumänien von einer Revolution sprechen könne, wurden vor allem auf oppositioneller Seite formuliert: einerseits aufgrund der Elitenkontinuität, die die Frage nach Legitimität dieser neuen Machthaber aufwarf und andererseits aufgrund der bestehenden leninistischen Tradition, die durch die gewaltsame Niederschlagung oppositioneller Proteste deutlich zum Vorschein kam. In dieser Arbeit wird unter Berücksichtigung der bisherigen wissenschaftlichen Analysen die Revolutionsrezeption der Postkommunisten und die Instrumentalisierung des Revolutionsbegriffs zur Legitimation der neuen Machthaber, mit besonderem Fokus auf Ion Iliescu, bearbeitet. Die Analyse zeigt, dass die politische Instrumentalisierung der Revolution zu einer Spaltung der Erinnerungskultur in der Anfangsphase der Transformation zwischen 1990 und 1994 in Rumänien geführt hat und erlaubt es, die Bedeutung der Revolution einerseits als Legitimation postkommunistischer Politiker und andererseits das Argument des „Bestohlenwerdens“ von oppositioneller Seite, das zum Teil als Reaktion auf die rhetorische Vereinnahmung der Revolution und die Unterdrückung oppositioneller Proteste durch die Postkommunisten verstanden werden kann, besser nachzuvollziehen.
Abstract
(Englisch)
Was it a revolution or a coup? This is one of the questions most frequently posed in the context of the Romanian Revolution and one which informs both academic discussion as well as social and political debates in Romania. A lack of clarity concerning terminology emerged in the first years following transformation: a group of former leading members of the Romanian Communist Party led the democratization of the country and the idea of revolution became one of the most important legitimating factors for the Post-Communists. Uncertainty as to whether the upheaval in Romania could be called a revolution derived from the opposition. While it was continuity in the elite that prompted questions about the legitimacy of those in power, the resilience of the Leninist tradition was made clear by the violent suppression of opposition protests. Building on existing scholarship, this study looks at the way the idea of revolution was received by the Post-Communists and how the term revolution was instrumentalized as a way of legitimizing the new government, with a particular focus on Ion Iliescu. The analysis shows that the political instrumentalization of the revolution led to a split in historical memory in the early phase of the transformation in Romania between 1990 and 1994. It facilitates greater understanding of the revolution as a political legitimation strategy on one hand and of the opposition’s argument of ‘theft’ on the other. The latter can be seen in part as a reaction to the rhetorical appropriation of the revolution by the Post-Communists and their suppression of opposition protests.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Romanian Revolution Post-Communists Transformation Ion Iliescu
Schlagwörter
(Deutsch)
Rumänische Revolution Revolutionsdiskurs Legitimationsdiskurs Postkommunisten Transformation Ion Iliescu
Autor*innen
Roman Hutter
Haupttitel (Deutsch)
Die Bedeutung der Rumänischen Revolution für den Legitimationsdiskurs der Postkommunisten in den Transformationsjahren 1990-1994
Paralleltitel (Englisch)
The Importance of the Romanian Revolution for Post-Communist Legitimation Discourse in the Years of Transformation, 1990-1994
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
110 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Philipp Ther
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten ,
15 Geschichte > 15.71 Osteuropa
AC Nummer
AC11061898
Utheses ID
26311
Studienkennzahl
UA | 066 | 687 | |
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