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Belohnungsaufschub und damit assoziierte Phänomene wie Impulsivität und Wohlbefinden unter Einfluss des Alters
Lena-Maria Gleitsmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ilse Kryspin-Exner
DOI
10.25365/thesis.29561
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29905.69544.846663-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Belohnungsaufschub (BA) beschreibt die Fähigkeit, welche darauf abzielt, einer kleineren sofortigen Belohnung zu widerstehen um auf eine hinausgeschobene, dafür jedoch größere Belohnung zu warten (Forstmeier & Maercker, 2011; Mischel, Shoda & Rodriguez, 1989). Eine Tendenz, welche mit BA einhergeht, ist das Delay Discounting (DD), welches das gedankliche Abwerten von Belohnungen, die hinausgeschoben werden, beschreibt (Kirby, Petry & Bickel, 1999). Bisherige Untersuchungen zeigen Zusammenhänge von BA, DD, Impulsivität und dem Wohlbefinden (Ainslie, 1975; Ayduk et al., 2000; Hoerger, Quirk & Weed, 2011; Mitchell, 1999; Monterosso & Ainslie, 1999; Moore & Clyburn, 1976) sowie nicht eindeutige Unterschiede bezüglich des Alters (Green, Fry & Myerson, 1994; Loeckenhoff, O'Donoghue & Dunning, 2011; Steinberg, O'Brien, Cauffman, Graham, Woolard & Banich, 2009). Ziel der vorliegenden Studie war es, Zusammenhänge und Vorhersagen auf den BA bzw. DD zu analysieren, unter besonderer Berücksichtigung des Alters. Insgesamt wurden 383 Personen befragt, wobei es sich im gegebenen Fall um eine Online-Studie handelte. Neben den soziodemographischen Fragen wurden der Delay Discounting Test (DDT) zur Erfassung des DD, das Delaying Gratification Inventory (DGI) zur Erfassung von BA, die Barratt-Impulsivitäts Skala (BIS) zur Erfassung der Impulsivität, der Fragebogen zum allgemeinen habituellen Wohlbefinden (FAHW) zur Erfassung des allgemeinen Wohlbefindens, sowie die Satisfaction with Life Scale (SWLS) zur Erfassung der Lebenszufriedenheit für die Befragung verwendet. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigten einen erwarteten Zusammenhang zwischen BA und DD. Weitere Zusammenhänge wurden zwischen BA und der Impulsivität sowie dem Wohlbefinden festgestellt. Das bedeutet, je höher der BA, desto höher das Wohlbefinden und desto niedriger die Impulsivität. Außerdem galten DD, Impulsivität, das Wohlbefinden und das erfragte Einkommen als Prädiktoren für BA. DD hingegen wies keine Zusammenhänge mit der Impulsivität oder dem Wohlbefinden auf und keine dieser Variablen konnten als Prädiktoren angenommen werden. Bezüglich des Alters zeigten sich Unterschiede im DD, der Subskala BA-Essen und der Impulsivität. Das Alter, der Familienstand und die Tatsache, ob man Kinder hat oder nicht, galten außerdem als Prädiktoren für DD. Weder das Alter noch das Geschlecht spielten eine Rolle im Bezug auf die Zusammenhänge zwischen DD beziehungsweise BA und den einzelnen Variablen.
Abstract
(Englisch)
Delay of Gratification (DG) refers to the postponement of an immediate smaller reward in order to receive a delayed larger reward (Forstmeier &Maercker, 2011; Mischel, Shoda & Rodriguez, 1989). Delay Discounting, a similar construct, describes the process of the devaluation of a delayed gratification with increasing delay interval (Kirby, Petry & Bickel, 1999). Previous studies have shown links between DG / DD, and impulsivity as well as well-being (Ainslie, 1975; Ayduk, 2000; Hoerger, Quirk & Weed, 2011; Mitchell, 1999; Monterosso & Ainslie, 1999; Moore & Clyburn, 1976). Further, studies described age-related differences in DG / DD (Green, Fry & Myerson, 1994; Loeckenhoff, O'Donoghue & Dunning, 2011; Steinberg, O'Brien, Cauffman, Graham, Woolard & Banich, 2009). The present study aimed at the investigation of DG and DD considering age-related differences. In total, 383 individuals aged between 18 and 80 participated in an online survey. Besides the socio-demographic questions, the present study used the following questionnaires: Delay Discounting Test (DDT) for the measurement of DD, Delaying Gratification Inventory (DGI) for DG, Barratt-Impulsivity Scale (BIS) for impulsivity, “Fragebogen zum allgemeinem habituellen Wohlbefinden” (FAHW) for habitual subjective well-being, and the Satisfaction with Life Scale (SWLS) for satisfaction of life. The data analysis demonstrated a significant association between DG and DD as well as between DG, and impulsivity and well-being. Furthermore, DD, well-being, and individual’s income revealed to be significant predictors for DG. However, DD neither significantly correlated with impulsivity nor well-being. None of these variables were significant predictors for DD. Age-related differences were found in DD, in a subscale of the DGI and in impulsivity. Further, individual’s age, civil status and having children (yes/no) were significant predictors for DD. In contrast, age and gender weren’t linked with DG / DD or other assessed variables.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Delay of Gratification Delay Discounting Impulsivity Well-being age-differences
Schlagwörter
(Deutsch)
Belohnungsaufschub, /Delay Discounting Impulsivität Lebenszufriedenheit subjektiv habituelles Wohlbefinden Altersunterschiede
Autor*innen
Lena-Maria Gleitsmann
Haupttitel (Deutsch)
Belohnungsaufschub und damit assoziierte Phänomene wie Impulsivität und Wohlbefinden unter Einfluss des Alters
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
100 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ilse Kryspin-Exner
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC11057288
Utheses ID
26363
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
