Detailansicht
Kulturinstitute und nationale Kulturvermittlung im Kontext der europäischen Integration 1950 - 1993
die Kulturpolitik der EU-Gründerländer im Vergleich
Ann-Kathrin Slupek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Wolfgang Schmale
DOI
10.25365/thesis.29652
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29566.73138.453561-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einem historisch-kulturwissenschaftlichen Ansatz folgend bewegt sich die vorliegende Masterarbeit im Themenfeld der Kulturvermittlung. Dabei wird die nationale Kulturpolitik der sechs EU-Gründerländer untereinander verglichen und in den Kontext der europäischen Integration gestellt. Diese nahm mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl in den 1950er Jahren seinen institutionellen Anfang und wurde von wirtschaftlichen Gründen und politischen Motiven geleitet. Im Kulturbereich hingegen erhielt die EGKS und spätere EG bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht und der Gründung der Europäischen Union im Jahre 1993 keine rechtlichen Kompetenzen.
Die Arbeit hat zum Ziel aufzuzeigen, dass es dennoch Bemühungen im Bereich der Kulturpolitik auf nationalstaatlicher Ebene gab die über die Landesgrenzen hinaus zum Tragen kamen. Die sich ab 1950 vermehrt institutionalisierende, transnationale Kulturvermittlung führte folglich zu einer zunehmenden Verflechtung der Mitgliedsländer der EG/EU untereinander.
Es wird der Frage nachgegangen, wie sich die nationale Kulturpolitik in den untersuchten Ländern seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gestaltete und welche Akteure daran beteiligt waren. Dabei rücken die nationalstaatlichen Akteure und Kulturinstitute als sogenannte Mittlerorganisationen in den Mittelpunkt des Interesses.
Mithilfe einer Analyse europäischer Verträge und von Internetauftritten ausgesuchter Kulturinstitute wird unter Zuhilfenahme wissenschaftlicher Literatur der Frage nachgegangen, wie sich Kulturvermittlung in einer Zeit gestaltete, in der die Nationalstaaten nach den Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs wieder hergestellt wurden. Gleichzeitig galt es, ihren Stellenwert innerhalb des internationalen politischen Gefüges neu zu bestimmen. Dabei wird die Rolle der Kulturinstitute näher herausgearbeitet.
Vor allem die Kulturinstitute spielten bei der Vernetzung der Länder untereinander eine bedeutende Rolle. Diese entwickelten sich vor allem ab der Mitte des 20. Jahrhunderts im Zuge einer zunehmenden Institutionalisierung kultureller Zusammenarbeit auf bilate-raler Ebene. Mithilfe von Sprachkursen, kulturellen Veranstaltungen und wissenschaftlicher Kooperation ermöglichten sie die Identifikation mit einer ‚fremden‘ Kultur und förderten das gegenseitige Verständnis der europäischen Länder untereinander. Damit trugen sie zum Integrationsprozess ‚von unten‘ bei. Gleichzeitig galten sie als Spiegelbild der historischen Entwicklungen und bilateralen Beziehungen.
Die vorliegende Arbeit dient dazu, sich einen Überblick über die nationale Kulturvermittlung der sechs EU-Gründerländer anhand ausgesuchter Akteure im Kulturbereich zu verschaffen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag für Überlegungen, die einen Zusammenhang zwischen dem Bereich der Kulturvermittlung und der zunehmenden europäischen Integration beinhalten. Die Arbeit gilt als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen in diesem Bereich.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kulturvermittlung Kulturpolitik EU-Gründerländer Europäische Integration Kulturinstitute
Autor*innen
Ann-Kathrin Slupek
Haupttitel (Deutsch)
Kulturinstitute und nationale Kulturvermittlung im Kontext der europäischen Integration 1950 - 1993
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Kulturpolitik der EU-Gründerländer im Vergleich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
115 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Schmale
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.15 Wissenschaftspolitik, Kulturpolitik
AC Nummer
AC11048345
Utheses ID
26439
Studienkennzahl
UA | 066 | 686 | |
