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Der 11. September und die Lücke – (Satz-)zeichen als Repräsentationen des Traumas in Jess Walters The Zero (2006) und Thomas Lehrs September. Fata Morgana (2010)
Sanna Stegmaier
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Barbara Agnese
DOI
10.25365/thesis.29794
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29575.78119.856965-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit stellt zwölf Jahre nach den Anschlägen des 11. Septembers die These auf, dass sich die nach dem Ereignis zahlreich erschienenen Romane in sogenannte 9/11-Romane und Post-9/11-Romane unterteilen lassen.
Nach einer detaillierten Analyse des Terrorbegriffs in Bezug auf die Ereignisse des 11. Septembers skizziert diese Arbeit ebenso die Geschichte und Aktualität des Traumabegriffs, wobei sie besonderes Augenmerk auf die Beziehung zwischen Trauma und seiner Medialisierung legt.
Sich sowohl auf die individuellen Traumatheorien Freuds und Caruths als auch auf die Theorien kollektiven, „insidious“ und „vicarious“ Traumas stützend, die traumatische Erfahrung als Lücke innerhalb der Erinnerung kennzeichnen, unterscheidet sie die beiden Romankategorien mittels ihrer Repräsentation einer solchen Lücke.
Dabei stechen vor allem Jess Walters Roman The Zero (2006) und Thomas Lehrs September. Fata Morgana (2010) hervor, die beide die Lücke nicht nur inhaltlich, sondern auch formal zum Zentrum ihrer Texte machen. So beendet der amerikanische Autor Jess Walter sämtliche Kapitel mit einem Gedankenstrich, während der deutsche Autor Thomas Leer komplett auf Satzzeichen verzichtet.
So lässt sich anhand dieser zwei Romane eine Entwicklung von der zwanghaften
Reproduktion des Traumas im amerikanischen Roman hin zu einer Integration des Ereignisses im internationalen Roman festhalten: während die meisten 9/11-Romane, wie z.B. Jonathan Safran Foer’s Extremely Loud and Incredibly Close (2005) sich noch stark durch den Wunsch auszeichnen, zu einem Prä-9/11-Zustand zurückzukehren, begeben sich die beiden hier besprochenen Romane bereits auf die Suche nach der Zukunft amerikanischer und globaler Identität, nach einem Danach, einem Post.
Abstract
(Englisch)
Twelve years after 9/11, this thesis suggests the differentiation between the so-called 9/11 novel and the Post-9/11 novel.
A detailed analysis of the term “terror” in relation to the events of 9/11 is followed by an outline of the history and recent understanding of trauma, emphasizing the relationship between trauma and its mediation.
Based on individual trauma concepts by Freud and Caruth as well as more recent theories of collective, “insidious” and “vicarious” trauma, which understand traumatic experience as a void within memory, this thesis differentiates the two categories by their (lack of) representation of this void.
In this context, both Jess Walter’s The Zero (2006) and Thomas Lehr’s September. Fata Morgana (2010) stand out by making the void their main formal and textual topic. While the American novel finishes most chapters with an em-dash, the German novel completely avoids punctuation marks.
Based on those two novels, this essay describes the development away from a compulsive reproduction of trauma towards an integration of the events of 9/11 within the 21st century American novel.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
11. September Terror Trauma die Lücke Gedankenstrich Literatur
Autor*innen
Sanna Stegmaier
Haupttitel (Deutsch)
Der 11. September und die Lücke – (Satz-)zeichen als Repräsentationen des Traumas in Jess Walters The Zero (2006) und Thomas Lehrs September. Fata Morgana (2010)
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
137 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Agnese
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.96 Vergleichende Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC11089956
Utheses ID
26564
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
