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Inherent characteristics of the dsDNA binding dyes EvaGreen®, Sybr® Green and SYTO® 9 in multiplexed PCR setups
Georg Mair
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Ralf Steinborn
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29283.90123.907855-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund Interkalierende Farbstoffe werden routinemäßig zur “Echtzeit”-Darstellung der Sequenzamplifikation (z.B. basierend auf der PCR) verwendet. Aufgrund der Tatsache, dass diese Moleküle mit allen doppelsträngigen Nukleotidketten interagieren können, ermöglichen sie zusätzlich den Nachweis der spezifisch und unspezifisch amplifizierten Produkte mittels der Definition von Temperaturcharakteristika durch eine Schmelzkurven-Analyse. Dadurch können mit berechneten Temperaturunterschieden verschiedene Produkte differenziert werden. Dies jedoch nur unter der Voraussetzung, dass eine homogene Verteilung der Farbstoffmoleküle erfolgte. Dieser Voraussetzung stehen unter anderem sequenz- oder nukleotid-spezifische Bindungspräferenzen der Farbstoffe entgegen, kontraproduktive Attribute, die für den qPCR-Standardfarbstoff SG mehrfach beschrieben wurden. Für die neuen Moleküle der 3ten und HRM-fähigen Generation stehen derartige Informationen wie im Fall von EG nur rudimentär zur Verfügung. Das Ziel dieser Arbeit war daher, die Leistungsfähigkeit der Farbstoffe EG, SG und SYTO9 für den Nachweis von verschiedenen Zielsequenzen mit MCA zu überprüfen. Dafür wurden vorrangig das Saturierungspotenzial, Bindungspräferenzen sowie die Zahl der von einer Sequenz gebundenen Farbstoffmoleküle untersucht. Ein zusätzlicher Versuchsansatz hob schließlich die unterschiedliche Interaktions- Kinetik der ausgewählten Farbstoffe mit dissoziierenden und re-assoziierenden DNASequenzen hervor. Methoden Die Leistungsfähigkeit der Farbstoffe EG und SG wurde in erster Instanz mit einem im Labor etablierten qPCR-MCA Multiplex-Ansatz, einem speziellen Genotypisierungs- und einem Ansatz zum Nachweis eines GC-reichen und sekundärstruktur-bildenden Amplifikats untersucht. Die weiteren Fragestellungen, wie das Saturierungspotenzial oder Bindungspräferenzen wurden mit einer Vielzahl von Produkten getestet. Die Dissoziation und Hybridisierung wurde mit zwei Sequenzen, die laut POLAND-Software energetisch unterschiedliche Bereiche aufwiesen, sowie mit Sequenzen unterschiedlichen GC Gehalts verglichen Ergebnisse und Diskussion Die Multiplex-Analyse mittels qPCR-MCA war nur möglich mit EG, nicht aber mit SG. Als wahrscheinliche Erklärung dieses Versagens zeigte sich nicht die übliche Konzentration, sondern die hohe GC-Affinität von SG. Diese Präferenz verstärkt unter anderem die thermische Stabilität von möglichen Sekundärstrukturen und schränkte die Amplifikation einer GC-reichen Zielsequenz (Pou3f1) sowie die Reproduzierbarkeit bi-allelischer SNPGenotypisierung mit SG massiv ein. EG konnte als einzigem Farbstoff kein basenspezifisches Bindungverhalten nachgewiesen werden. Gefundene Unterschiede wurden auf die unterschiedlichen Elektronenwolken von AT- und GC-reichen Sequenzen zurückgeführt. Dieser moderatere Einfluss ermöglichte damit Multiplex-Analysen im Gegensatz zu SG. Im Zuge dieser Experimente zeigte sich weiters, daß die gemessenen Schmelztemperaturen unterschiedlicher DNA-Sequenzen von berechneten Tm-Werten abwichen (ΔTm > 2.5 °C). Dies konnte den Einflüssen von Reaktionskomponenten zugeordnet werden, die die Dissoziation der Stränge verzögern und nicht wie MgCl2 in Berechnungen eingebunden sind. Die Messung der Fluoreszenzänderung während der Reassoziierung von Einzelsträngen ermöglicht dagegen eine zeitlich bessere Abfolge, da die Komponenten erst nach dem Zusammenschluss binden können. Die mit dieser alternativen Analyse gemessenen unterschieden sich kaum von den berechneten Tm-Werten (ΔTm < 0.6 °C).
Abstract
(Englisch)
Background Intercalating dyes are commonly used for qPCR setups. If bound to double-stranded targets, they allow real time monitoring of amplification and closed-tube revision of targeted and coamplified products by Melting Curve Analysis (MCA). In case of a homogenous dye distribution, the method allows multiplexing of two or more targets with different Tms. Contrary to the gold standard dye SybrGreen (SG), for which a GC content directed binding preference is assumed, such effects are not scrutinised for the more recently developed 3rd generation and HRM capable dye EvaGreen (EG) or other equivalent dyes. Therefore this study aimed at elaborating the performance of the dyes EG, SG and SYTO9 regarding the potential to saturate two targets, binding preference to nucleotides and the binding frequency to a sequence. Additionally hybridisation protocols were performed to characterise the different kinetics of the dyes interacting with dissociating and re-associating amplicons. Methods An in-house multiplex qPCR-MCA assay was used in addition to a single reaction genotyping approach and an assay to amplify a severely structured GC-rich amplicon to investigate the performance of EG and SG. The potential of saturation and sequence dependent binding patterns were traced with setups of defined template copy numbers. The comparison of amplicon melting and hybridisation was done with various sequences of different GC content and two sequences for which two melting domains were predicted with the heat map prediction tool POLAND. Results and Discussion Parallel detection of two targets multiplexed in one reaction was possible with EG contrary to SG. In case of an amplicon with high GC content SG even caused inhibition of the PCR or false genotyping results. Employing setups of defined template copy numbers with different GC content, however, identified that the recommended concentration of SG but not the recommended concentration of the HRM compatible dyes EG or SYTO9 was sufficient to saturate two targets. Regarding the binding preferences, it was shown that SG preferred GCrich sequences contrary to SYTO9, while such an attribute was avoided for EG. A preferred interaction type was identified as intercalation for SG or assumed for S9 and related to their binding preference. Such distinct kinetics were not identified for the homogenously performing EG. Reduced fluorescence maxima of the GC-rich amplicon peaks were due to quenching effects caused by the dimeric structure of this dye and the sequence moieties. Dye molecule relocation was only possible with S9. The comparison of the melting and hybridisation protocols identified a higher concurence of the latter regarding the thermodynamics of the dye / sequence interaction as the predicted melting temperatures (Tm) only matched the temperature values in re-associating amplicons.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
dsDNA binding dyes melting curve analysis multiplexed PCR setups melting point calculation qPCR
Schlagwörter
(Deutsch)
Farbstoffe Schmelzkurvenanalyse multiplex PCR Ansätze Schmelzpunktbestimmung qPCR
Autor*innen
Georg Mair
Haupttitel (Englisch)
Inherent characteristics of the dsDNA binding dyes EvaGreen®, Sybr® Green and SYTO® 9 in multiplexed PCR setups
Paralleltitel (Deutsch)
Inherente Eigenschaften der an doppelsträngige DNS bindenden Farbstoffe EvaGreen®, Sybr® Green und SYTO® 9 in multiplex PCR Ansätzen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
51 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ralf Steinborn
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.03 Methoden und Techniken in den Naturwissenschaften ,
31 Mathematik > 31.40 Analysis: Allgemeines ,
33 Physik > 33.00 Physik: Allgemeines
AC Nummer
AC11060100
Utheses ID
26575
Studienkennzahl
UA | 441 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1