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Debating "China in Africa"
a comparison of Chinese, 'African' and 'Western' perspectives
Insa Maria Ewert
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
DOI
10.25365/thesis.29867
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29919.90544.150570-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Zahlreiche Journalisten und Akademerinnen haben in den letzten Jahren zum Thema ‚China in Afrika' publiziert. Die meisten kratzen jedoch nur an der Oberfläche der Vielschichtigkeit dieses Themas und werden der inhärenten Komplexität nicht gerecht. Diese Arbeit analysiert die Debatten zu Chinas Engagement mit Afrikanischen Ländern, indem die Perspektiven von vier Akteursgruppen diskutiert und miteinander verglichen werden.} Durch den systematischen Vergleich der verschiedenen Perspektiven kann die Komplexität des Themas veranschaulicht werden. Bei den untersuchten Akteursgruppen handelt es sich um die chinesische Regierung, Afrikanische Regierungsmitarbeiter, Afrikanische WissenschaftlerInnen, sowie WissenschaftlerInnen aus dem ‚Globalen Norden'. Durch die Analyse werden die Fragen beantwortet, inwiefern einzelne Perspektiven, sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Perspektiven festgestellt werden können und auf die Darstellungen von China und ‚Afrika' eingegangen. Dazu werden anhand einer vergleichenden Literaturanalyse ausgewählte Primär- und Sekundärliteratur, insbesondere Policy Papers und Transkripte selbstgeführter Interviews, sowie akademische Texte zum Thema untersucht.
Der Hauptteil der Arbeit umfasst die Präsentation, Diskussion und den Vergleich der spezifischen Perspektiven anhand methodisch definierter Themengebiete. Wiederkehrende Themen sind chinesische Werte und Ideologie, wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit, das chinesische Image und Soft Power, sowie Wettbewerb zwischen verschiedenen Akteuren. In der Analyse wird die Vielzahl der Perspektiven der Akteursgruppen sichtbar. Gemeinsamkeiten bestehen lediglich in dem Bestehen eines Wettbewerbs zwischen China und Ländern des ‚Globalen Nordens' auf einer ideologischen Ebene, die Anerkennung eines Handelsbilanzdefizits zu Ungunsten afrikanischer Staaten, sowie eines schlechten Images Chinas unter afrikanischen Bevölkerungen und Medien. Im Gegensatz dazu beinhalten die Unterschiede in den Perspektiven die Frage nach Ähnlichkeit oder Differenz zwischen den Aktivitäten Chinas und Ländern des ‚Globalen Nordens', sowie nach den Auswirkungen des Handelsbilanzdefizits. Ein weiterer Unterschied besteht in dem Grad der Anerkennung von chinesischen Politiken, welche die rasche ökonomische Entwicklung Chinas unterstützt haben, als Modelle für afrikanische Länder. In ihren Argumentationen konnte unter WissenschaftlerInnen des ‚Globalen Nordens' die meiste Kritik festgestellt werden. Afrikanische WissenschatlicherInnen und Regierungsmitarbeiter erwähnen ebenfalls Kritik, äußern jedoch auch Möglichkeiten und Selbstkritik. Die chinesische Regierung tritt selbstbewusst auf, erwähnt aber ebenso Verbesserungsmöglichkeiten. Die Darstellungen von China konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte des chineschen Engagements. Dabei werden Uneinigkeiten ob China noch als sogenanntes ‚Enticklungsland' zu werten ist sichtbar. Dies führt teilweise zu Widersprüchen in den Beschreibungen Chinas. Darstellungen von ‚Afrika' fokussieren auf `Afrika' zugeschriebene Stärken und Schwächen. Der Besitz natürlicher Ressourcen, die Macht der Medien auf die Meinungen der Menschen Einfluss zu nehmen, sowie die Gestaltungsmöglichkeiten afrikanischer Regierungen und die Rolle der Bevölkerungen als Kontrollinstanzen werden als Stärken genannt. Schwächen beinhalten hingegen schwache Regierungsstrukturen, der Mangel an bestimmten Fähigkeiten Afrikanischer Bevölkerungen, sowie die Abhängigkeiten von anderen Ländern. Stärken und Möglichkeiten wurden vor allem von den afrikanischen Regierungsmitarbeitern, sowie der chinesischen Regierung genannt, in geringerem Ausmaß von afrikanischen sowie ‚westlichen' WissenschaftlerInnen.
Diese Arbeit zeigt die Komplexität des Themas ‚China in Afrika' auf und veranschaulicht die vielfältigen Realitäten der verschiedenen Perspektiven. Diese stammen nicht zuletzt von den subjektiven Meinungen sichtbar in Literatur und Interviews, dem unterschiedlichen Zugang zu Informationen, sowie den persönlichen Interessen und Interpretationen der AutorInnen.
Abstract
(Englisch)
Many journalists and scholars have published articles and books on China's engagement with African countries in recent years. However, most stay focused on narrow aspects and do not do the complexities of the issue justice. This thesis analyses the discourse on China's engagement with African countries by discussing and comparing the perspectives of four groups of actors, namely, Chinese government, African government officials, African academics and academics from the `Global North'.} By providing a systematic comparison of these perspectives the complexities and entanglements inherent in this topic are highlighted. The research questions, to which extent specific perspectives as well as similarities and differences in the arguments of the defined groups can be identified, as well as how China and `Africa' are portrayed, are answered by literature analysis of primary and secondary sources, in particular, policy papers and self-conducted interviews as well as academic literature.
The main part of the thesis contains the presentation, discussion and comparison of the specific perspectives according to methodologically defined topics. Recurring topics are the Chinese Values and Ideology,Economic and Political Cooperation, the Chinese Image and Soft Power, as well as Competition with other Actors. The analysis reveals the multitude of perspectives not only between, but equally within the defined groups. Similarities between all groups are merely visible regarding an existing competition between the Chinese and `Western' engagements on an ideological basis, the recognition of a trade imbalance to the disadvantage of African countries and a poor image of China within African populations and media. In contrast, differences include the question whether the Chinese engagement is similar or rather different to `Western' engagements, the implications of the mentioned trade deficit as well as the extent to which policies that supported the Chinese development are accepted as possible models for African countries. In their arguments, `Western' authors are the most critical. African academics and government officials express criticism, while noting opportunities and self-criticism as well. The Chinese government is self-confident in its approach, though likewise mentioning areas for improvement.
Descriptions of China focus on different aspects of the Chinese engagement and ideology. Thereby all groups reflect the difficulty of classifying China as `developing' or `developed country'. This difficulty occasionally provokes indecision and inconsistencies in the descriptions. Images of `Africa'primarily focus on `Africa's' strengths and weaknesses. Strengths include the possession of natural resources and the power of media in shaping opinions as leverage points, as well as the capabilities of African governments in policy making and of African peoples as supervisory bodies. In contrast, weak governance structures in African countries, a lack of skills of African people and the dependency of African countries on external powers, were described as weaknesses. Strengths and possibilities were for the most part mentioned by the government officials and the Chinese government, to a lesser extent by both groups of academics.
This research demonstrates the complexity of `China in Africa' and therefore confirms the existence of multiple realities inherent in different perspectives stemming from the subjective opinions existing in literature and interviews, the different pieces of information available to the authors, as well as their personal interests and interpretations.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
China Africa perspectives natural resources Global North
Schlagwörter
(Deutsch)
China Afrika Perspektiven natürliche Ressourcen Globaler Norden
Autor*innen
Insa Maria Ewert
Haupttitel (Englisch)
Debating "China in Africa"
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparison of Chinese, 'African' and 'Western' perspectives
Paralleltitel (Deutsch)
Debatten zu "China in Afrika" ; ein Vergleich chinesischer, 'afrikanischer' und 'westlicher' Debatten
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
IV, 105 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Walter Schicho
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC11115472
Utheses ID
26634
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
