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Die Eliminierung der Menstruationsblutung
die Einstellung österreichischer Frauen zur Menstruation und deren Suppression
Gundula Zagler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.29916
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30359.20802.801669-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das kulturelle, soziale und familiäre Umfeld einer Frau, sowie psychische, kognitive und physiologische Veränderungen während ihres Menstruationszyklus, beeinflussen ihre Einstellung zur Menstruation. Das Wissen über die Einstellung einer Frau zu ihrer Menstruation ist bedeutend, um Frauen und ihre reproduktiven Entscheidungen zu verstehen. Das Ziel dieser Studie war es, die Einstellung österreichischer Frauen zu ihrer Menstruationsblutung und zu deren Suppression mittels oraler Kontrazeptiva zu bestimmen und beeinflussende Faktoren zu bestimmen. Es wurden 232 Frauen, die sich in Alter, Bildungsniveau und Herkunft glichen, befragt. Es ergaben sich folgende Durchschnittswerte (±SD): Menarchealter 12,9±1,4 Jahre, Menstruationszykluslänge 28,8±4,0 Tage und Blutungslänge 4,9±1,1 Tage. 38,8% der Probandinnen verhüteten hormonell. Für die Bestimmung der Einstellung zur Menstruation wurde der MAQ herangezogen. Der Großteil der Teilnehmerinnen sieht die Menstruation als eher nicht schwächend, eher störend und eher natürlich an. Etwa die Hälfte der Frauen kann das Einsetzen ihrer Periode vorhersagen und nur wenige leugnen die Effekte der Menstruation. Als negativ beeinflussende Faktoren wurden u.a. Menstruationsbeschwerden, prämenstruelle Beschwerden, menstruationsbedingte Beeinträchtigungen auf Arbeit, Sport, Sexualleben und Kleidungsauswahl identifiziert. 26,3% der Teilnehmerinnen präferierten einen monatlichen Menstruationszyklus, hingegen 73,7% eine geringere Menstruationsfrequenz, und 38,4% bevorzugten gar Amenorrhö. 26,3% bevorzugten einen Zyklus alle drei Monate, 4,7% alle sechs Monate und 4,3% einen jährlichen Zyklus. Die häufigsten genannten Gründe für eine verringerte Menstruationsfrequenz waren: weniger Menstruationsbeschwerden (53,2%), höhere Lebensqualität (40,4%), keine Interferenzen mit dem Sexualleben (28,7%), weniger Kosten für Hygieneprodukte (22,8%), bessere Hygiene (22,2%) und weniger Blutverlust (9,4%). Nur 14,2% (n=33) der Probandinnen, die sich eine verringerte Frequenz wünschten, waren bereit ein Arzneimittel für die Unterdrückung ihrer Menstruation zu verwenden. Die häufigsten Gründe sich für eine monatliche Frequenz zu entscheiden, waren: dass die Menstruationssuppression unnatürlich ist (50,8%), das eine monatliche Menstruation gesünder ist (36,1%), Angst vor einer unentdeckten Schwangerschaft (32,8%), Angst vor Nebeneffekten (27,9%) und Angst vor Unfruchtbarkeit (11,5%). Menstruationsbedingte Beeinträchtigung des Sexuallebens, Menstruation als ein störendes und nicht natürliches Ereignis, sowie die Verhütung mit einem hormonellen Kontrazeptiva zählen zu den identifizierten Faktoren die, die Wahl einer geringeren Frequenz als der monatlichen Menstruation, begünstigen. Conclusio: Die Einstellung zur Menstruation von Österreicherinnen wird von einer großen Anzahl an Faktoren beeinflusst. Die Haltung zur Menstruationssuppression zeigt sich als ambivalent, zwar präferiert die Mehrheit eine geringere Frequenz als die monatliche Menstruation, jedoch würde nur ein Bruchteil ein Arzneimittel dafür verwenden.
Abstract
(Englisch)
Women’s menstrual attitudes are influenced by her cultural, social and family background, as well as by psychic, cognitive and physic changes during her menstrual cycle. The knowledge about a women’s attitude is necessary to understand her reproductive decisions. The aim of the study was to describe menstrual attitudes and beliefs about oral contraceptive induced menstrual suppression in Austrian women. 232 women, resembling in age, education and origin, completed a questionnaire. Average age at menarche (±SD) is 12,9±1,4 years, average menstrual cycle length is 28,8±4,0 days and average blood flow is 4,9±1,4 days. 38,8% of all subjects used hormonal contraception. The MAQ was used to assess women’s menstrual attitudes. Most of the subjects experience menstruation as somewhat not debilitating, somewhat bothersome and somewhat natural. Half of the women are able to predict the onset of their menstruation and just a small number of women deny all menstrual related effects. Negative factors influencing menstrual attitudes are: menstrual-related symptoms, PMS, menstrual-related adverse effects on work, sport, sex and choice of cloths. 26,3% of the subjects preferred monthly menstruation, 73,7% did not and 38,4% even preferred amenorrhea. 26,3% preferred menstruation every three month, 4,7% every six month and 4,3% once a year. Most frequent reasons for menstrual suppression were: less menstrual-related symptoms (53,2%), better quality of life (40,4%), no interference with sexuality (28,7%), less cost for sanitary products (22,8%), better hygiene (22,2%) and less blood loss (9,4%). Just 14,2% (n=33) of all subjects preferring not monthly menstruation would use medicine to suppress menstruation. Most frequent reasons for monthly menstruation were: menstrual suppression is unnatural (50,8%), monthly menstruation is healthy (36,1%), fear of undetected pregnancy (32,8%), fear of side-effects (27,9%) and fear of infertility (11,5%). Positive effects on menstrual suppression are: menstrual-related influence on sexuality, menstruation as a bothersome event, as well as use of hormonal contraceptives.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
menstruation menstrual suppression
Schlagwörter
(Deutsch)
Menstruation Menstruationsblutung Menstruationssuppression
Autor*innen
Gundula Zagler
Haupttitel (Deutsch)
Die Eliminierung der Menstruationsblutung
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Einstellung österreichischer Frauen zur Menstruation und deren Suppression
Paralleltitel (Englisch)
The elimination of the menstruation ; Austrian women’s menstrual attitudes and beliefs about menstrual suppression
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
126 S. : Ill., graph.Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikation
42 Biologie > 42.67 Fortpflanzung, Entwicklung
AC Nummer
AC11071162
Utheses ID
26679
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
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