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Die Außenpolitik des Hauses Habsburg angesichts der Bedrohung durch die Osmanen 1532
Philipp Albert Sutner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Friedrich Edelmayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.29935
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30045.23924.929059-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Angesichts des Heranziehens eines großen osmanischen Heeres im Frühling 1532 waren die Habsburger bemüht, ihre Ostgrenze gegen diese Gefahr zu verteidigen. In den Gesprächen mit den Ständen ihrer eigenen Territorien stieß man bereits auf Hindernisse. Die österreichischen Erbländer hatten unter dem vorangegangenen Osmaneneinfall von 1529 stark gelitten und konnten die geforderte Unterstützung nur schwer aufbringen, die Länder der spanischen Monarchie hätten großteils lieber ihre eigenen Grenzen geschützt gesehen. Auch die Verhandlungen mit den Reichsständen erwiesen sich als schwierig. Zu den reformierten Fürsten war das Verhältnis durch vorangegangene Ereignisse bereits angespannt, andere Oberhäupter befürchteten einen habsburgischen Machtgewinn. Auch über die von den Habsburgern geforderte Erhöhung der zuvor vereinbarten „Reichstürkenhilfe“ wurde heftig debattiert. Während Frankreich und Venedig auf diplomatischem Wege eher gegen Habsburg agierten, kam von jenen europäischen Mächten, die durch das außenpolitische Agieren der letzten Jahre mit Habsburg verbunden waren, wertvolle Unterstützung. So konnte der Kaiser etwa auf Genuas Flotte und auf päpstliche Hilfsgelder bauen. Wenig erfolgreich verhandelte man aber mit den Kriegsgegnern, wo es nicht gelang, Zeit zu gewinnen, geschweige denn, diese zu spalten oder einzubremsen. Der Sultan rückte letztendlich nicht auf Wien vor, doch Ferdinand I. konnte im Gegenzug auch seine Herrschaftsansprüche in Ungarn nicht durchsetzen und die Lage im zerrissenen Königreich nicht stabilisieren.
Abstract
(Englisch)
When faced with the approach of a large Ottoman army in spring 1532, the Habsburgs endeavoured to defend their Eastern border against this threat. They quickly ran into obstacles when conducting talks with the estates of their own territories. The Austrian hereditary lands had already greatly suffered from the 1529 Ottoman invasion and struggled to provide the requested support. The Spanish monarchy on the other hand would have preferred to see their own borders protected. Negotiations with the estates of the realm also proved difficult. The relationship to the reformed dukes was already strained due to previous events and other rulers were afraid of a Habsburg gain of power. An increase of the "Reichstürkenhilfe" (an imperial support levied for the defence against the Turks) as requested by the Habsburgs was also subject to heavy debates. While France and Venice used diplomatic channels to covertly act against the Habsburgs, those European forces that were connected to the Habsburg Empire through foreign policies provided valuable assistance. The emperor could, for example, count on Geneva's fleet and financial aid from the pope. Negotiations with wartime enemies were not very successful. It was neither possible to play for time nor to bring about a split or to stall them. The Sultan actually didn’t advance to Vienna, but Ferdinand I. was neither able to secure his claim to power over Hungary nor to stabilise the war-torn kingdom.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Habsburg Ottomans 1532
Schlagwörter
(Deutsch)
Habsburg Osmanen Güns 1532 Karl V. Ferdinand I
Autor*innen
Philipp Albert Sutner
Haupttitel (Deutsch)
Die Außenpolitik des Hauses Habsburg angesichts der Bedrohung durch die Osmanen 1532
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
114 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Edelmayer
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.34 Europäische Geschichte 1492-1789 ,
15 Geschichte > 15.42 Deutsche Geschichte 1500-1800 ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC11070332
Utheses ID
26698
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1