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Behavioral and physiological effects of horse-assisted therapy for mother-child pairs with insecure attachment
Denise Viktoria Hebesberger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Kurt Kotrschal
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30011
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30286.28839.416459-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Studie wurde das Ziel verfolgt, Effekte pferdegestützter Frühförderung für Mutter-Kind Paare mit attestiert unsicherem Bindungsmuster zu untersuchen. Den theoretischen Hintergrund für die Untersuchung bilden die der Mensch-Tier-Beziehung zu Grunde liegenden Mechanismen: der Kontakt zwischen Mensch und Tier kann zur vermehrten Ausschüttung des Bindungshormons Oxytozin führen, welches mildernd auf die humane Stressreaktivität wirken kann. Dieser physiologische Mechanismus kann innerhalb eines therapeutischen Settings einen Anstoß zur Ausbildung eines sicheren Bindungsmusters auf Seiten des Klienten geben. Um Effekte der Intervention auf die Anwesenheit des Pferdes zurückführen zu können, wurde ein vergleichender Forschungsansatz gewählt. Demnach wurden 20 Mutter-Kind Dyaden mit unsicherem Bindungsstil zwei verschiedenen Interventions-Settings zugewiesen, einerseits einer pferdegestützten Frühförderung andererseits einer Frühförderung in spieltherapeutischem Setting. Die Dyaden erhielten acht wöchentlich stattfindende Fördereinheiten. Dabei wurden Fürsorgeverhalten der Mütter, Stressreaktionen von Müttern und Kindern (HPA-Achse mittels Speichel-Cortisol Bestimmung und SAM-Achse mittels Aufzeichnungen von Herzraten und Herzratenvariabilität) sowie der Austausch zwischen Müttern und Therapeuten festgehalten. Verhaltensdaten wurden mittels Videoaufzeichnungen und Kodieren markanter Verhaltensparameter gesammelt. Anschließend wurden die Daten statistisch mit SPSS ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb des pferdegestützten Settings mehr Körperkontakt sowie sprachlicher Austausch zwischen Müttern und Kindern stattgefunden haben. Mütter der pferdegestützten Interventionsgruppe zeigten eine höhere Aktivierung des sympathischen Nervensystems (indiziert via erhöhten Herzraten). Mütter im spieltherapeutischen Setting zeigten hingegen eine höhere parasympathische Aktivierung (indiziert durch höhere Herzratenvariabilität). Eine Verminderung der HPA-Achsen Aktivität im Lauf der Sitzungen konnte nur für zwei Einheiten im pferdegestützten Setting ausgemacht werden. Aber dieses Muster war nicht kontinuierlich. Bezüglich der Hinwendung der Klienten zum Therapeuten ließ sich feststellen, dass Mütter im spieltherapeutischen Setting mehr mit den Therapeuten sprachen. Hinsichtlich dieser Ergebnisse scheint im Fall der Intervention für unsicher gebundene Mutter-Kind Paare eine Kombination aus spieltherapeutischer als auch pferdegestützter Intervention von Vorteil zu sein.
Abstract
(Englisch)
The aim of this study was to investigate effects of equine-assisted early intervention for mother-child dyads with an attested insecure attachment style. The theoretical basis is the so called “underlying mechanisms” of human-animal interactions. Contact between humans and animals can facilitate an increased secretion of the hormone oxytocin which can induce an alleviation of human’s stress-response and furthermore can pave the way towards enhanced attachment security of clients within an therapeutic setting. To trace effects back on the presence of the horse during the intervention a comparative procedure was conducted. Thus, 20 mother-child dyads with insecure attachment were randomly assigned to either a horse-assisted or a play-intervention setting. Effects of eight weekly intervention sessions on mothers’ caregiving behavior, mothers’ and children’s stress response (HPA-axis via salivary cortisol and SAM-axis via heart rate and heart rate variability monitoring) as well as on the relation between clients and therapists were analyzed. Behavioral data were collected via video recordings which were coded for further analysis. The horse-assisted setting promoted significantly enhanced body contact as well as an enhanced vocal exchange between mothers and infants. Participants in the horse-assisted intervention showed a significantly higher sympathetic activation (indicated by higher heart rates), participants of the play-intervention showed a significantly higher parasympathetic activation (indicated by higher heart rate variability values). A decrease of HPA-axis activity during the sessions was just found in two sessions of the horse-assisted intervention, but this pattern was not continuous. Comparing talking intensity between mothers and therapists, mothers obtaining play-intervention spent more time talking to the therapists. Hence, when conceptualizing intervention-programs for mother-child dyads with insecure attachment a combination of sessions in a play-intervention and a horse-assisted setting should be considered.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
equine-assisted therapy equine-assisted early intervention horse-assisted therapy horse-assisted early intervention underlying mechanisms of human-animal interactions attachment behavior caregiving behavior stress-alleviation
Schlagwörter
(Deutsch)
pferdegestützte Therapie pferdegestützte Frühförderung Mechanismen der Mensch-Tier-Beziehung Bindungsverhalten Fürsorgeverhalten Stressreduktion
Autor*innen
Denise Viktoria Hebesberger
Haupttitel (Englisch)
Behavioral and physiological effects of horse-assisted therapy for mother-child pairs with insecure attachment
Paralleltitel (Deutsch)
Effekte pferdegestützter Therapie für Mutter-Kind Dyaden mit unsicherem Bindungsmuster auf Ebene von Verhalten und Physiologie
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
80 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Kurt Kotrschal
Klassifikation
42 Biologie > 42.66 Ethologie
AC Nummer
AC11315483
Utheses ID
26759
Studienkennzahl
UA | 439 | | |
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