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Familien mit leiblichen und adoptierten Kindern - Ist Blut dicker als Wasser?
Doris Asperger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30270.98542.982759-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In Österreich werden im Jahr durchschnittlich 107 Kinder im Inland adoptiert. Die Zahl der Auslandsadoptionen liegt im Bereich des Unbekannten.
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit zwei Familien, die leibliche und adoptierte Kinder aus dem Ausland haben. Um diese besondere Form der Familienkonstellation näher zu beleuchten, wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, in Form von Interviews, bei
denen die Mutter, der Vater, das adoptierte und das leibliche Kind befragt wurden, konnte die Dynamik innerhalb der Familie betrachtet und Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder verglichen werden. Außerdem fand ein Vergleich der Familien
untereinander statt um Ähnlichkeiten und Unterschiede aufzeigen zu können. Ein Fokus galt auch der Interaktion der Eltern mit ihrem leiblichen Kind im Gegensatz zu ihrem Adoptivkind. Die Ergebnisse zeigten bei der ersten Familie keine Unterschiede im Interagieren der Eltern mit ihrem leiblichen im Gegensatz zu ihrem adoptierten Kind. Bei der zweiten Familie konnten Unterschiede von Seiten des Vaters erfragt werden, die das Adoptivkind nicht, jedoch das leibliche Kind nur in einer bestimmten Situation wahrnimmt. Grundsätzlich bestand innerhalb der Familie sehr viel Ähnlichkeit in den Berichten, vor allem bei der zweiten Familie. Zwischen den Familien konnten mehr Ähnlichkeiten als Differenzen wahrgenommen werden.
Die in der Literatur häufig vertretenen Ansichten der Adoption als Problemfaktor (Brand & Brinich, 1999; Deutsch et al., 1982; Hoksbergen & Textor, 1993; Stams, Juffer, Rispens & Hoksbergen, 2000) konnten nicht repliziert werden. Es fanden sich
weder Verhaltensprobleme, noch Probleme bei der Anpassung, Aufmerksamkeit oder psychischen Gesundheit. Im Gegenteil, die Adoptivkinder werden von ihrer Familie als sehr umgängliche, beliebte und problemlose Kinder bezeichnet. Diese positive
Entwicklung lässt sich durch ein frühes Platzierungsalter in der Familie als jüngstes Mitglied, eine frühzeitige Aufklärung über die Adoption, die Offenheit innerhalb der Familie und eine Darstellung der Adoption als Normalität erklären.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
adoption
Schlagwörter
(Deutsch)
Adoption Auslandsadoption
Autor*innen
Doris Asperger
Haupttitel (Deutsch)
Familien mit leiblichen und adoptierten Kindern - Ist Blut dicker als Wasser?
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
156 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC11077886
Utheses ID
26809
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
