Detailansicht

Zu Wert und Wesen der Sprache in der Staatsbürgerschaft
Martina Franziska Rumerstorfer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christian Stadler
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30143
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29660.13896.530659-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nach der Entstehung der Nationalstaaten in Europa von 1770 bis 1830 und der sich darin konstituierenden Nationalsprachen sieht man sich nunmehr mit der Frage konfrontiert, inwieweit - in heutiger Zeit in der zum einen in der Europäischen Union die Politik der Mehrsprachigkeit gelebt wird und zum anderen der Faktor Sprache in der aktuellen Integrationsdebatte einen besonderen Stellenwert erlangt - die Konzeption von Nationalsprachen noch von Bedeutung ist. Grundsätzlich dient die Beherrschung einer Sprache als grenzüberwindendes Kommunikationsmittel. Inwieweit jedoch ein Sprachvermögen - das zuweilen losgelöst von seinem sprachkulturellen Hintergrund – ausreicht, um tatsächlich zu einer vollendeten Integration beitragen zu können, ist fraglich und wird im Laufe gegenständlicher Arbeit erörtert. Sprache als rein kommunikatives Werkzeug zu betrachten, wird wohl derer multipler Eigenschaften nicht gerecht. Vielmehr stellt Sprache ein „Werkzeug des Denkens“ dar, das erst durch das Zusammenspiel von Geist und Verstand ihren tatsächlichen Bedeutungsgehalt offenbart. Sprache konstituiert unser Denken und Sprache konstituiert somit unsere Gesellschaftsformen und deren Gebilde. Die jeweiligen Nationalstaaten gestalten kraft ihrer normativen Befugnisse grundlegende Gegebenheiten, die sich maßgeblich auf die verschiedentlichen Integrationsstadien auswirken. Inwieweit das Institut der Staatsbürgerschaft - als rechtlicher Rahmen zur Etablierung einer zivilen Gesellschaft – als maßgeblicher Faktor dazu beiträgt, sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen und welcher Mehrwert aus dem Status der Staatsbürgerschaft zu ziehen ist, wird in gegenständlicher Arbeit erörtert. Ausgehend von Rechten und Pflichten - die einer Staatsangehörigkeit innewohnen – wird die Rolle der Institute Nation, Nationalstaat und nationale Staatsangehörigkeit in Zeiten der Globalisierung näher betrachtet. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die kulturphilosophische Einflussnahme von Sprache auf die Konstitution von Phänomenen wie Volk, Staat, Nation und Bürgertum, insbesondere im deutschen Sprachraum zu erörtern und deren Auswirkungen auf die Staatsbürgerschaft bis dato darzulegen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Rechtskultur und Sprache Nationalstaat Integration durch Sprache Unionsbürgerschaft Staatsbürgerschaftsrecht Staatsangehörigkeit Staatsbürgerschaftserwerb durch Sprache Rechtsphilosophie Sprachphilosophie
Autor*innen
Martina Franziska Rumerstorfer
Haupttitel (Deutsch)
Zu Wert und Wesen der Sprache in der Staatsbürgerschaft
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
173 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Christian Stadler ,
Johannes Pichler
Klassifikationen
86 Recht > 86.02 Rechtsphilosophie ,
86 Recht > 86.09 Rechtsgeschichte ,
86 Recht > 86.10 Recht einzelner Länder, Gebiete und Völker ,
86 Recht > 86.51 Besonderes Verwaltungsrecht: Allgemeines ,
86 Recht > 86.90 Europarecht: Sonstiges ,
86 Recht > 86.96 Völkerrecht: Sonstiges
AC Nummer
AC11304935
Utheses ID
26878
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1