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Poesie - ein Bedürfnis der Philosophie?
der Lösungsversuch eines Problems bei Friedrich Schlegel
Cornelia Eşianu
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Herta Nagl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30197
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30332.47785.136669-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt Schlegels Idee des Bedürfnisses der Philosophie nach der Poesie. Diese Idee wird in fünf Kapiteln rekonstruiert und interpretiert. Für die Rekonstruktion standen die Texte sowohl des jungen als auch des späten Schlegel in Form der Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe zur Verfügung. Schlegels philosophisches „Problem“ – die sogenannte Hilfsbedürftigkeit der Philosophie –, dem sich der Hauptteil der Arbeit in seinen vielen Facetten widmet, wird in Verbindung mit seiner starken Reaktion auf die kritische Philosophie Kants analysiert. Schlegels Problem wird näher charakterisiert und es wird gezeigt, wie sich die „Unvollkommenheit“ der Philosophie aus der Sicht des Romantikers manifestiert. Es wird zu diesem Zweck eine dreifache Ebene des Problems – unterteilt in je eine Ebene der Methode, der Theorie und der Praxis – beschrieben, wobei den Überlegungen zum komplexen Begriff der Philosophie Rechnung getragen wird. Der Gegenstand der Philosophie ist nach Schlegel das innere geistige Leben, und zwar in seiner ganzen Fülle, d.h. „das vollständige Bewusstsein“, und nicht nur eine Seite desselben. So geht es Schlegel zunächst um die Kristallisierung einer Theorie des Verstehens (Haupt¬begriff: geistige Anschauung), um eine Weltsicht, versetzt mit kosmogonischen, mythologisch-symbolischen Elementen (Gott als Dichter, Welt als Kunstwerk) und um eine ästhetische Moral, in der die Originalität oder die Eigentümlichkeit – mit Bezug auf Gott als Liebe – als moralische Orientierung zu gelten habe. Das Bedürfnis der Philosophie nach der Poesie bei Friedrich Schlegel ist jedoch im Rahmen dessen am besten zu beobachten, was man eine Metaphysik des inneren Menschen nennen könnte, welche der Autor in seinen spätphilosophischen Vorlesungen entwirft.
Abstract
(Englisch)
The focus of this dissertation is on Friedrich Schlegel’s idea of philosophy’s need for poetry. This idea is reconstructed and interpreted in five chapters. For the purpose of reconstruction, the author has selected texts representing both periods of Schlegel’s writing: the young and the old Schlegel, as published in the critical edition of his work (Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe). Schlegel’s philosophical concern – the so-called vulnerability of philosophy –, which the greater part of this work is dealing with, is analyzed with reference to his strong response to Kant’s critical philosophy. Schlegel’s core concern is discussed in a more detailed form and it is shown how the ‘imperfection’ of philosophy manifests itself from the perspective of the Romantic author. Discussing this issue, the author distinguishes three levels: the levels of method, theory and practice, and assesses the complex concept of philosophy in Schlegel on the basis of this distinction. For Schlegel, the major object of philosophy is the inner spiritual life in all its fullness, i.e., the ‘full consciousness’, not just one side of it. Schlegel’s aim is to achieve a crystallization of (1) a theory of under¬standing (main term: spiritual intuition), (2) a world view involving cosmogonist, mythological and symbolic elements (God as a poet, world as a work of art), and (3) an aesthetic morality which considers originality or individuality – with reference to God as love – as a moral criterion. Friedrich Schlegel’s conception of philosophy’s need for poetry may best be viewed in the context of what might be called ‘metaphysics of the inner person’, as elaborated in his late philosophical lectures.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Friedrich Schlegel need of philosophy critique idealism Immanuel Kant critical philosophy pure reason thing-in-itself transcendental point of view critique of critique theory of consciousness ‘Geist’ the idea of the infinite infinite unity infinite plenty art poetry literature language reminiscence representation enthusiasm poetic faculty resonances theory of understand
Schlagwörter
(Deutsch)
Friedrich Schlegel Bedürfnis der Philosophie Kritik Idealismus Immanuel Kant kritische Philosophie reine Vernunft Ding an sich transzendentaler Standpunkt Kritik der Kritik Theorie des Bewusstseins Geist Liebe das Schöne die Idee des Unendlichen unendliche Einheit unendliche Fülle Kunst Poesie Literatur Sprache Erinnerung Darstellung Enthusiasmus Dichtungsvermögen Reso
Autor*innen
Cornelia Eşianu
Haupttitel (Deutsch)
Poesie - ein Bedürfnis der Philosophie?
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Lösungsversuch eines Problems bei Friedrich Schlegel
Paralleltitel (Englisch)
POETRY - A NEED OF PHILOSOPHY?
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
290 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Herta Nagl ,
Alfred Pfabigan
Klassifikation
08 Philosophie > 08.24 Neue westliche Philosophie
AC Nummer
AC11432460
Utheses ID
26925
Studienkennzahl
UA | 092 | 296 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1