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Die Instrumentalisierung der Frau im Kampf um Hegemonie
die politische Konstruktion von Frauenbildern im Irak von 1968 - 2003 unter der gramscianischen Lupe
Magdalena Leitgeb
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Cengiz Günay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30216
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30072.57930.543961-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im März 2003, mit dem Einmarsch US-amerikanischer Truppen in den Irak, begann ein Krieg, der nicht zuletzt zur ‚Befreiung der unterdrückten irakischen Frau‘ geführt wurde. Schon immer galt dieses Land, auch aufgrund seiner multi-ethnischen und multireligiösen Gesellschaft, als umkämpftes Terrain. Kriege, UNO-Sanktionen und ein autoritäes Regime bestimmten jahrzehntelang die Lebensumstände der Bevölkerung. Vor allem seit Anbeginn der Republik 1958 war die ‚Frau‘ der Schlüssel zur Erlangung und Erhaltung der politischen Hegemonie im Irak – so wurden immer wieder neue Frauenbilder konstruiert und verändert zugunsten der politischen Machthaber, Machtkämpfe auf ihrem Rücken ausgetragen und über das gesellschaftliche Bild der Frau versucht, in die Zivilgesellschaft einzugreifen und diese so zu beeinflussen. Mithilfe der Hegemonie-Theorie von Antonio Gramsci soll diese Arbeit zeigen, inwiefern der Kampf um Macht und Hegemonie im Irak von 1968 – 2003 mit der spezifischen Rollenzuweisung der Frauen zusammenhing, wie und warum sich Wandel in den politisch konstruierten Frauenbildern vollzogen haben und warum der US-Diskurs um Orientalismus und ‚Demokratisierung des Nahen Ostens über die Befreiung der Frauen‘ als koloniales Skript zu verstehen ist. In drei Kapiteln, die den Dekaden 1968 bis 1979, 1979 bis 1988 und 1989 bis 2003 zugeordnet sind, soll eine zuvor hergestellte ‚gramscianische Lupe‘ die unterschiedlichen Frauenbilder und die Geschlechterverhältnisse im Irak von allen Seiten beleuchten, um herauszufinden, inwiefern die irakischen Frauen und ihre Bilder von den politischen Machthabern instrumentalisiert wurden, um Hegemonie im Staat zu erlangen oder zu behalten. Zusätzlich werden die Hegemonialwerdung der Ba’th-Partei und der ‚Mythos Saddam Hussein‘ einer gramscianischen Analyse unterzogen. In der Conclusio wird kurz die Zeit nach 2003 auf die neuen politisch konstruierten Frauenbilder hin untersucht, wobei sich hier die zwei unterschiedlichen Bilder des US-Diskurses und der islami(sti)schen Vorstellung gegenüberstehen.
Abstract
(Englisch)
The US invasion of Iraq in March 2003 was the beginning of a war which was led, amongst other reasons, to ‘liberate of the oppressed Iraqi woman‘. The country has always been regarded as a disputed area because of its multi-ethnic and multi-religious society. Wars, UN-sanctions and an authoritarian regime has determined the lives of the Iraqi population for 35 years. Especially since the dawn of the Iraqi republic in 1958, the key for the attainment and maintenance of political hegemony in the country was ‘the woman‘ – new images of women were constructed and modified in favour of the ruling powers, struggles for power were fought on women’s backs and the ruling powers tried to modify the social images of women in order to intervene on civil society and affect it that way. This diploma thesis tries to use Antonio Gramsci‘s theory of hegemony in order to show how the struggle for power and hegemony in Iraq from 1968 to 2003 was interrelated with the speific role assignment of Iraqi women, why and how there were transformations within the politically constructed images of women and why the US-discourse about Orientalism and the ‘liberation of the woman for the democratization of the Middle East‘ can be understood as a colonial script. Three chapters about the three different decades 1968 – 1979, 1979 – 1988 and 1989 – 2003 will examine the diverse images of women and the gender relations in Iraq with the help of a ‘Gramscianian lens‘ to find out how the Iraqi women and images of them were exploited by political powers for gaining or maintaining the hegemony within the state. Furthermore, there will be an examination through this ‘Gramscianian lens‘ of the way in which the Ba’th party became hegemonic and of the ‘mystification of Saddam Hussein‘. In the conclusion, there will be a short analysis of the politically constructed images of the Iraqi women since 2003, where the two different images of the US-discourse and the notion of Islamic / Islamist ideas of ‘the Iraqi woman‘ are opposing each other.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Iraq Gramsci women Ba'th
Schlagwörter
(Deutsch)
Irak Gramsci Frauen Ba'th
Autor*innen
Magdalena Leitgeb
Haupttitel (Deutsch)
Die Instrumentalisierung der Frau im Kampf um Hegemonie
Hauptuntertitel (Deutsch)
die politische Konstruktion von Frauenbildern im Irak von 1968 - 2003 unter der gramscianischen Lupe
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
IX, 124 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Cengiz Günay
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC11133139
Utheses ID
26939
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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