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Bewertung der Nährstoffaufnahme von institutionalisierten Wiener PensionistInnen vor einer Lebensstilintervention
Caroline Gloria Purer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.30222
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30260.60356.522765-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einleitung und Fragestellung: Der Ernährungszustand von älteren Personen, die in Pflege- oder Pensionistenwohnheimen untergebracht sind, ist meistens nicht optimal. SeniorInnen sind häufig von Mangelernährung betroffen, was oft zu gesundheitlichen Komplikationen und einer verkürzten Lebenserwartung führen kann. Spezielle Ernährungs- und Bewegungsinterventionen könnten zu einer Verbesserung der Situation in derartigen Einrichtungen für ältere Personen haben. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Nährstoffversorgung von 95 Wiener PensionistInnen im Alter von über 65 Jahren (Altersdurchschnitt: 83 Jahre) vor einer Lebensstilintervention zu beurteilen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die im Alter kritischen Nährstoffe und die Unterschiede zwischen den 5 Wohnheimen, den gebildeten Gruppen, dem Geschlecht und den Altersgruppen, gelegt.
Material und Methoden: Mittels eines 24-Stunden-recalls wurde die Nährstoffversorgung der PensionistInnen zum ersten Erhebungszeitpunkt, an dem noch keine Intervention stattgefunden hatte, erhoben. Die Intervention bestandaus einem zweimal wöchentlich stattfindenden Krafttraining, wobei die Hälfte der Gruppe gleichzeitig ein Proteinpräparat bekam. Die Kontrollgruppe wurde als Kognitinonsgruppe geführt, mit der währenddessen ein Gedächtnistraining durchgeführt wurde. Supplemente, die von einigen PensionistInnen aus eigenem Interesse eingenommen wurden, wurden in die vorliegende Auswertung nicht miteinbezogen.
Ergebnisse: Wie erwartet lagen nicht alle gemessenen Nährstoffe im empfohlenen Bereich. Die ProbandInnen waren nach den Empfehlungen der D-A-CH-Refernezwerte unzureichend mit Kohlenhydraten, Pantothensäure, Folat, Vitamin D, Vitamin E, Calcium und Jod versorgt. Zu hohe Aufnahmen wurden bei Fett (gesamt), gesättigten Fettsäuren, Natrium, Chlor – und damit Kochsalz – gemessen. Die Aufnahme von mehr pflanzlichen Lebensmitteln könnte die Situation im Allgemeinen verbessern. Die Nährstoffversorgung in den fünf Häusern wies Unterschiede auf, ebenso die Nährstoffversorgung der gebildeten Gruppen (Training, Training&Nutrition, Kognitionsgruppe), wobei die Gruppe Training&Nutrition die höchsten Nährstoffaufnahmen zeigte. Auch gab es jeweils bezüglich eines Nährstoffes Unterschiede zwischen dem Geschlecht (Vitamin B12; p-Wert = 0,046) und zwischen den Altersklassen (Vitamin K; p-Wert = 0,012).
Schlussfolgerung: Die Prävalenz von Mangelernährung hat sich im Laufe der Zeit zwar verbessert, ist aber, wie in der Untersuchung deutlich wird, immer noch präsent und darf nicht unterschätzt werden. Um eine Mangelernährung im Alter zu vermeiden, ist es wichtig, die Ernährung zu thematisieren, sowohl bei den PensionistInnen selbst, als auch bei Pflege- und Küchenpersonal sowie Angehörigen. Durch Ernährungs- und Bewegungsinterventionen kann die Situation mit Sicherheit verbessert werden.
Abstract
(Englisch)
Objective: The nutritional status of institutionalized elderly people is often not optimal and nutrient recommendations often not met. This can result in severe health problems caused by malnutrition. Malnutrition often occurs in elderly, especially in those who live in nursing homes. The aim of this study was to examine the nutritional status of 95 elderly people aged 65 years and older who live in 5 different nursing homes. The residents were healthy and did not need any kind of nursing care. The data was collected before they underwent a nutritional and an exercise intervention. Special attention was paid to the intake of nutrients since they are often not consumed appropriately. Additionally differences according to the nutrient intake between the nursing homes, groups, sex and age categories were assessed.
Methods: To examine the intake of nutrients a 24-h-recall was used. This questionnaire is a widely used one to assess the nutritional status. Data was collected once to observe nutrient intake at study begin. The intervention was carried out by giving half of the subject of the intervention group a protein supplement for the first 6 months of the study while doing a one-hour resistance training twice a week. With the cognitive group a cognitive training was performed at the same time.
Results: As expected the nutrient intake of the 95 residents did not always meet the recommendations. The intake of a few nutrients, especially carbohydrates, pantothenic acid, folic acid, Vitamin D, Vitamin E, Calcium and Iodine was not as high as it should be. In contrast the intake of fat, saturated fatty acids, sodium and chlorine – salt – was too high. One reason for this could be a relatively high intake of products of animal origins. There were significant differences between the nursing homes and also between the groups (Training, Training&Nutrition, congnitive group). The group Training&Nutrition showed the highest nutrient intake. Only one nutrient significantly differed between sex and age category: Vitamin K (age category) and Vitamin B12 (sex).
Conclusion: Although the situation in nursing homes has improved over the years malnutrition is still present and must not be underestimated. To prevent malnutrition it is important to inform the elderly, their relatives and employees and the kitchen staff about the importance of a balanced diet. Interventions addressing diet and physical activity might improve the situation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Nährstoffversorgung Mangelernährung Pensionistenwohnheim SeniorInnen
Autor*innen
Caroline Gloria Purer
Haupttitel (Deutsch)
Bewertung der Nährstoffaufnahme von institutionalisierten Wiener PensionistInnen vor einer Lebensstilintervention
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
VII, 105 Bl. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC11323020
Utheses ID
26945
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
