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Mergers & Acquisitions
eine Analyse der M&A-Transaktionen ausgewählter DAX-Unternehmen anhand des Verständigungsorientierungs-Index und des Corporate Trust Index
Omar Haidery
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Roland Burkart
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30247
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29428.23277.252762-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen öffentlichem Vertrauen (Bentele) und der verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit (Burkart) im Rahmen von M&A-Transaktionen. Dabei wird insbesondere der Zusammenhang zwischen den öffentlichen Vertrauenswerte des Corporate Trust Index (CTI) und der Dimensionen des ‚Zweifels’ und der ‚Begründung’ beim Verständigungsorientierungs-Index (VOI) untersucht. Beide Methoden, der CTI und der VOI, sind die empirische Untermauerung der theoretischen Konzepte von Burkart und Bentele und stellen die Basis der empirischen Untersuchung der Arbeit dar. Die Arbeit besteht aus insgesamt drei theoretischen Schwerpunkten: a) Vertrauenstheoretische Ansätze bestehend aus der funktional-strukturellen Systemtheorie nach Luhmann (1987), Vertrauen in der Rational-Choice Theorie nach Coleman (1982), Vertrauen in der Strukturationstheorie nach Giddens (1990) und Vertrauen im Organisationskontext und der Theorie des öffentlichen Vertrauens von Bentele (1992) b) Verständigungstheoretische Ansätze: Theorie des kommunikativen Handelns von Habermas (1981) und das Konzept der verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit von Burkart (1991) c) Organisationstheoretische Ansätze: Klassische Organisationstheorien (Bürokratie Ansatz von Max Weber), neoklassische Organisationstheorien (Human-Relations-Bewegung) und moderne Organisationstheorien (systemtheoretische Ansätze) d) Theorien zum Wandel: Drei-Phasen-Modell von Lewin, Zwiebelmodell der Veränderung, organisationaler Konservatismus und Change Management Ansätzen Die Forschungsleitende Fragestellung der Arbeit lautet: Gibt es Zusammenhänge bei der verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit (VÖA) und der Theorie des öffentlichen Vertrauens (CTI) bei M&A-Transaktionen? Aufbauend hierauf leiteten sich folgende Forschungsfragen und Hypothesen ab: Forschungsfrage 1: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Subdimension des Zweifels beim Verständigungsorientierungs-Index und niedrigen Corporate Trust Werten? H1.1: Je höher der Zweifel an der Verständlichkeit der M&A-Transaktion, desto niedriger die Corporate Trust Werte H1.2: Je höher der Zweifel an der Legitimität der M&A-Transaktion, desto niedriger die Corporate Trust Werte H1.3: Je höher der Zweifel an der Wahrheit der M&A-Transaktion, desto niedriger die Corporate Trust Werte. H1.4: Je höher der Zweifel an der Wahrhaftigkeit der M&A-Transaktion, desto niedriger die Corporate Trust Werte. H1.5: Je höher die Corporate Trust-Werte sind, desto niedriger ist der Zweifel-Index Forschungsfrage 2: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Subdimension der Begründung beim Verständigungsorientierungs-Index und den Corporate Trust Werten? H2.1: Je höher die Anzahl der Begründungen bei M&A-Transaktion, desto niedriger die Corporate Trust Werte. H2.2: Je höher das Begründungsniveau bei M&A-Transaktionen, desto höher sind die Corporate Trust Werte. H2.3: Wenn keine Begründung vorliegt, dann sind die Corporate Trust Werte niedrig. Forschungsfrage 3: Hängt eine hohe Verständigungsorientierung mit hohen Corporate Trust Werten zusammen? H3.1: Je höher die Corporate Trust Werte, desto höher die Verständigungsorientierung. Das Forschungsdesign besteht aus einer Kombination von insgesamt drei unterschiedlichen Methoden: 1) qualitatives Experteninterview 2)Inhaltsanalyse: Corporate Trust Index (CTI) 3)Inhaltsanalyse: Verständigungsorientierungs-Index (VOI) Im ersten Schritt wurde zunächst ein qualitatives Experteninterview mit dem Director of Corporate Communication bei der BASF Corporation geführt, um erste Erkenntnisse für den weiteren Forschungsablauf zu generieren. Im zweiten Schritt wurden die öffentlich zugänglich CTI-Daten für den Zeitraum vom 01.01.2008 bis 31.12.2010 gesammelt und basierend auf den CTI-Werten ein summierter CTI-Wert ermittelt. Bei der Untersuchung ging es nicht um die Untersuchung einer Veränderung der CTI-Werte von t1 zu t2, sondern lediglich um das Vertrauen zum Zeitpunkt t1 im Vergleich zum Grad der Verständigungsorientierung zum Zeitpunkt t1. Im dritten Schritt wurden Beiträge zu den M&A-Transaktionen inhaltsanalytisch auf Basis der Dimensionen Zweifel und Begründung des Verständigungsorientierten-Index (VOI) für den gleichen Zeitraum (01.01.2008-31.12.2010) und in denselben Medien untersucht. Hierdurch war eine Vergleichbarkeit der Datenbasis gewährleistet, die Rückschlüsse zu den Zusammenhängen und Unterschieden von Vertrauen und Verständigung möglich machte. Die Ergebnisse aus dem Methodenmix ergaben in Bezug auf die Forschungsfragen folgende Ergebnisse: FF1: Untersucht den Zusammenhang zwischen der Subdimension des Zweifels beim VOI und niedrigen CTI-Werten. H1.1 zeigte, dass keine Zweifel an der Verständlichkeit in den Beiträgen geäußert worden sind. H1.2 konnte mit einem Korrelationskoeffizient von 0.596 eine hohe Korrelation zwischen dem Zweifel an der Legitimität und dem CTI attestieren. Jedoch ist das Ergebnis nicht signifikant (p=0.119). H1.3 hat ebenfalls eine hohe Korrelation zwischen dem Zweifel an der Wahrheit und dem CTI feststellen können, aber auch hier ist das Ergebnis nicht signifikant (0.178). H1.4 hat lediglich eine mittlere Korrelation (r=0.328) zwischen dem Zweifel an der Wahrhaftigkeit und dem CTI bei ebenfalls nicht signifikantem Ergebnis (p=0. 428) ausweisen können. H1.5 hat eine hohe Korrelation (r=0.543) zwischen dem Zweifel-Index und dem CTI mit einem Signifikanzniveau von p=0.165 bestätigen können. FF2: Untersucht den Zusammenhang zwischen der Subdimension der Begründung und dem CTI. H2.1 konnte eine negative mittlere Korrelation (r=-0.376) zwischen der Anzahl der Begründungen und dem CTI aufzeigen mit einem Signifikanzniveau von p= 0.358. H2.2 konnte nur eine negative niedrige Korrelation (r=-203) mit einem Signifikanzniveau von p=0.630 zwischen dem Begründungsniveau und dem CTI aufzeigen. H2.3 unterstellte, dass es einen Zusammenhang zwischen niedrigen CTI und das Fehlen von Begründungen gibt. Die Prüfung hat eine hohe Korrelation (r=0.608) ergeben, wobei das Ergebnis nicht signifikant war (p=0.110). FF3: Die H3.1 untersuchte den Gesamtzusammenhang zwischen den Indices (VOI und CTI) und konnte nur eine schwache Korrelation (r=0.145) bei einem Signifikanzniveau von p= 0.732 diagnostizieren.
Abstract
(Englisch)
Mergers&Acquisitions (M&A) are widely considered as the most complex area of organi-zational change. Investment banking, consulting and law firms, but also academic scholars regularly publish studies focusing on the key issue: why do most M&A fail? By using a variety of financial methods such as the Totalshareholder Value and the abnormal returns they try to come up with recommendations of how to improve the performance of M&A-Transactions. This thesis argues that the heavily quantifying financial methods are too narrow and un-suitable to explain outcomes of M&A. Instead, the thesis offers to a theoretical approach that analyses M&A-Transactions from a theoretical perspective of trust and understanding in terms of organizations and business combinations to identify the connection between trust and understanding. Hence, to grasp the complexity of M&A an exhaustive theoretical background including concepts of trust developed by Luhmann (1989), Coleman (1982), Giddens (1990) and Bentele (1992) combined with The Theory of Communicative actions (Habermas, 1981) and organizational theories by Weber (1921), Barnard (1938) and Luhmann (1984) were synthesized to provide a more complete structural and communicative understanding of M&A transactions. The empirical part of the research used two specific kinds of content analyses: The first method was the Consensus Oriented-Index, which was developed by Bur-kart/Rußmann/Grimm (2010) and the second method, called the Corporate Trust Index was developed by Bentele (2007). Using the Consensus Oriented Index the research looked at articles regarding M&A-Transactions in major German newspapers from 10 corporations listed in the DAX between 01.01.2008-12.12.2010. These results were compared to the Corporate Trust Index, which had already been conducted and analyzed by a research team at the University of Leipzig in cooperation with the manager magazin. The results could demonstrate that there is a connection between trust and understanding within the sample of the research. However, the statistical verification suggested no signif-icant results, which can most likely be explained through the aggregated data for the statis-tical analyses. Conclusively, further research needs to be conducted to further investigate the connection between trust and understanding in M&A-Communication. Moreover, re-search focusing on the connection between the failure or success of M&A and the concepts of trust and understanding could provide valuable insights for potential solution not based solely on quantifying financial methods.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Mergers & Acquisitions Trust Change Communication Change Management
Schlagwörter
(Deutsch)
Veränderungskommunikation Change Communication Mergers & Acquisitions Unternehmenszusammenschlüsse Vertrauen Verständigung Wandel Verständigungsorientierungs-Index Theorie des öffentlichen Vertrauens Corporate Trust Index Organisationskommunikation Unternehmenskommunikation Vertrauen
Autor*innen
Omar Haidery
Haupttitel (Deutsch)
Mergers & Acquisitions
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der M&A-Transaktionen ausgewählter DAX-Unternehmen anhand des Verständigungsorientierungs-Index und des Corporate Trust Index
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
160 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Burkart
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC11126561
Utheses ID
26969
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1