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Die Bedeutung von „Fairness“ für österreichische Bio-Bäuer_innen
ein Beitrag für die Entwicklung einer möglichen Fairness-Strategie bei BIO AUSTRIA
Sabrina Gorbach
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Bernhard Freyer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30275
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30420.07787.628062-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit geht es um Fairness und ihre Umsetzung in der Biologischen Landwirtschaft in Österreich. Die Arbeit will dazu beitragen, Grundlagen für eine Fairness-Strategie bei BIO AUSTRIA zu schaffen. Vor dem Hintergrund der ökonomischen und strukturellen Veränderungen des Bio-Marktes in den vergangenen Jahren, hat sich eine vermehrte Diskussion um ursprüngliche Werte und Prinzipien der Biologischen Landwirtschaft gebildet. Im deutschsprachigen Raum haben sich vermehrt Bio-Fair-Initiativen entwickelt, die sich auch an Ideen des Fairen Handels orientieren. Das Prinzip Fairness stellt jedoch neben Gesundheit, Ökologie und Fürsorge eines der vier IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) Prinzipien dar, welche die Basis der Biologischen Landwirtschaft bilden. Dennoch werden besonders ethische und soziale Aspekte in vielen Richtlinien sowie auch in der EU-Öko-Verordnung nur teilweise oder unzureichend umgesetzt. Das Ziel der Arbeit ist herauszufinden was österreichische Bio-Bäuer_innen unter Fairness verstehen und wie sie sich eine Implementierung bei BIO AUSTRIA vorstellen. Anhand von qualitativen leitfadengestützten Interviews wurden neun Bio-Bäuer_innen aus den Bundesländern Vorarlberg, Niederösterreich und Wien befragt. Bei der Auswahl der Bio-Bäuer_innen wurde u.A. auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis, unterschiedliche Betriebszweige, Betriebsgröße, Alter, Umstellungszeitpunkt und Vermarktungsart geachtet. Die Interviews wurden anhand der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet und es wurden Kategorien gebildet. Weiters wurden im Rahmen einer Umfeldanalyse die Implementierung des Prinzips Fairness bei Naturland, Bio Suisse und des BioFairVereins untersucht. Die Ergebnisse der Interviewauswertung zeigen, dass ein fairer Preis eine zentrale Rolle für österreichische Bäuer_innen in Bezug auf Fairness spielt. Dennoch gehören auch vertrauensvolle Handelsbeziehungen, Transparenz sowie Regionalität für die Bäuer_innen zu Fairness. Es zeigte sich zudem, dass österreichische Bio-Bäuer_innen an einer Stärkung des Prinzips Fairness interessiert sind. Aufgrund der vielen bereits existierenden Bio-Siegel wollen die Bio-Bäuer_innen jedoch keine Bio-Fair-Zertifzierung. Generell wurde auf die fehlende Wertschätzung von Lebensmitteln sowie auf die Unwissenheit der Konsument_innen, über Leistungen und Funktionen der Biologischen Landwirtschaft, hingewiesen.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with the principle of fairness and its implementation in organic agriculture in the country of Austria. The aim of this investigation is to deliver foundation for the development of a fairness strategy for the organic farming association BIO AUSTRIA. There has been a debate about values and principles in the organic sector due to structural and economic changes in the organic market. In recent years more and more organic-fair initiatives have been developed in the German speaking countries that share ideas of the fair trade movement. Alongside health, ecology and care, fairness is one of four IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) principles of organic agriculture. However social and ethical aspects are not, or are only partially included in the EU-organic standards as well as private standards. This paper aims to identify the meaning of fairness for Austrian organic farmers, as well as how the principle can be implemented at BIO AUSTRIA. On the basis of qualitative guided interviews nine organic farmers from Vorarlberg, Lower Austria and Vienna have been surveyed. The sampling of the organic farmers was based on following characteristics among others: a balanced gender ratio, branches of industry, farm sizes, age, conversion time and types of distribution. Four women and five men have been surveyed. The interviews have been evaluated based on Mayring content analysis, categories have subsequently been generated. Furthermore this thesis includes an analysis of three initiatives/organisations; Naturland, Bio Suisse and BioFairVerein. These organisations have already implemented the principle of fairness in various ways. The results show that a fair price has central importance in terms of fairness for the farmers. In addition the farmers responded that trustful trade relationships, transparency and regionality also belong to fairness. Furthermore the results indicate that organic farmers are interested in strengthening the principle of fairness at BIO AUSTRIA. However, due to the large amount of organic certificates Austrian organic farmers are against an organic-fair label. More generally a lack of appreciation of food as well as a lack of knowledge by consumers about accomplishments and functionalities of organic agriculture have been pointed out. This paper addresses the lack of full fairness principles being applied in organic agricultural practices, and aims to provide grounds for the further development of fairness strategies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Biologische Landwirtschaft Werte Fairness
Autor*innen
Sabrina Gorbach
Haupttitel (Deutsch)
Die Bedeutung von „Fairness“ für österreichische Bio-Bäuer_innen
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Beitrag für die Entwicklung einer möglichen Fairness-Strategie bei BIO AUSTRIA
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
121 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bernhard Freyer
Klassifikationen
48 Land- und Forstwirtschaft > 48.16 Agrarsysteme ,
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines
AC Nummer
AC11132604
Utheses ID
26995
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1