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Die Fähigkeit zur Emotionserkennung bei alkoholabhängigen Patienten
Stephanie Lackner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ilse Kryspin-Exner
DOI
10.25365/thesis.30369
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30178.41375.196362-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einleitung: Alkoholabhängigkeit schließt oft Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen und Sozialkontakten mit ein. Diese Konflikte sind unter anderem auch auf eine eingeschränkte Emotionserkennung zurückführen. Ziel dieser Studie war eine differenzierte Untersuchung der Emotionserkennung von alkoholabhängigen Patienten im Vergleich zu Gesunden. Dies erfolgte durch parallelisierte Kontrollen und erstmalig auch durch die Untersuchung eines bislang wenig erforschten Bereichs - der Typeneinteilung nach Cloninger - um die Auswirkung der Trinkdauer und der familiären Disposition auf die Alkoholabhängigkeit zu erklären.
Methode: Untersucht wurde die Emotionserkennung an 48 alkoholabhängigen, männlichen Patienten (23 vom Typ 1, 25 vom Typ 2 nach Cloninger) und 48 gesunden Männern, parallelisiert in Alter und Bildungsjahren. Verwendet wurden Fotografien mit Emotionsausdrücken der Basisemotionen Ekel, Angst, Ärger, Trauer, Freude und einer neutralen Kategorie.
Ergebnisse: Die Alkoholabhängigen wiesen im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe signifikant schlechtere Werte in der Emotionserkennung auf. Das Darstellergeschlecht konnte einen signifikanten Einfluss verzeichnen. Hinsichtlich der Reaktionszeiten wurden keine signifikanten Differenzen zwischen den Patienten und der Kontrollgruppe festgestellt, wobei das Darstellergeschlecht auch hier einen signifikanten Einfluss verzeichnete. Signifikante Unterschiede zwischen den Typen nach Cloninger konnten weder in der Emotionserkennung, noch in der Reaktionszeit gefunden werden. Die erhobenen Komorbiditäten Depression und Alexithymie wiesen keinen Zusammenhang mit der Emotionserkennungsleistung auf.
Bereits bestätigte Ergebnisse zu Einschränkungen der Emotionserkennung bei Alkoholkranken wurden in der vorliegenden Studie abermals belegt. Weitere Untersuchungen zu den Typen nach Cloninger sind zu hinterfragen. Die wiederholte Anwendung des vorgegebenen Verfahrens ist kritisch zu beleuchten und sollte in künftigen Untersuchungen unter Umständen gegen ein innovativeres Instrument ausgetauscht werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Emotionserkennung Alkoholabhängigkeit Empathie
Autor*innen
Stephanie Lackner
Haupttitel (Deutsch)
Die Fähigkeit zur Emotionserkennung bei alkoholabhängigen Patienten
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
70 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ilse Kryspin-Exner
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC11147649
Utheses ID
27072
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
