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Nikotinabhängigkeit und Warnhinweise zum Tabakkonsum
Determinanten und Auswirkungen auf Persönlichkeit, Selbstwert, Stressverarbeitung, Attributionsstil und Bindungsverhalten
Astrid Mühlgassner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Werner Herkner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.3104
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29923.17961.749869-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hauptanliegen dieser Arbeit war die Klärung zweierlei Fragen. Zum einen wurde untersucht, ob generelle Unterschiede zwischen starken und schwachen RaucherInnen, ExraucherInnen und NichtraucherInnen bestehen. Die zu untersuchenden Differenzen bezogen sich auf die Persönlichkeit, den Selbstwert, die Stressverarbeitung, den Attributionsstil und das Bindungsverhalten. Neben diesen Konstrukten wurden soziodemographische und andere Fragen zum Lebensstil der ProbandInnen gestellt. Die zweite wesentliche Frage bezog sich auf die Wirkung von Warnhinweisen auf Tabakprodukten. Um diese Frage zu klären, wurden die ProbandInnen per Zufall einer Kontroll- oder Experimentalgruppe zugeteilt. Die Experimentalgruppe bearbeitete den Fragebogen und las zusätzlich durchgehend Fakten und Warnhinweise zum schädlichen Gebrauch von Tabakprodukten, die Kontrollgruppe bearbeitete den, von Fakten und Warnhinweisen bereinigten, Fragebogen. In der Persönlichkeit (Neurotizismus, Extraversion, offenheit, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit), der Stressverarbeitung, dem Attributionsstil und der Bindung ergaben sich keine signifikanten Ergebnisse. In Bezug auf den Selbstwert lassen sich Tendenzen beschreiben. Interessante Unterschiede zeigten es jedoch in Soziodemographie und Lebensstil. Da es hier noch keine Unterschiede zwischen den beiden Bedingungen gab, wurde die gesamte Stichprobe (N=318) miteinbezogen. Mit steigendem Alter nimmt sowohl die Zahl der starken RaucherInnen als auch jene der ExraucherInnen zu. Starke RaucherInnen sind signifikant häufiger verheiratet oder geschieden als Ange-hörige der anderen Rauchergruppen. NichtraucherInnen sind hingegen signifikant seltener verheiratet oder geschieden. Schwache RaucherInnen haben grundsätzlich eine höhere Schulbildung als starke RaucherInnen, welche am häufigsten von allen Gruppen einen Lehr- oder lediglich einen Pflichtschulabschluss aufweisen. Des Weiteren lassen sich berufliche Differenzen feststellen. In der arbeitenden Bevölkerung sind starke RaucherInnen überrepräsentiert, während starke RaucherInnen in Studentenkreisen wesentlich seltener vorkommen als schwache RaucherInnen, NichtraucherInnen oder ExraucherInnen. RaucherInnen suchen sich im Wesentlichen eine/n ebenfalls rauchende/n PartnerIn, NichtraucherInnen signifikant häufiger eine/n ebenfalls nicht rauchende/n PartnerIn. Starke RaucherInnen geben signifikant häufiger an, dass beide Elternteile rauchen, NichtraucherInnen, dass kein Elternteil raucht. Zur Beantwortung der zweiten Hauptfragestellung wurden Kontroll- und Experimentalgruppe miteinander verglichen. Die Experimentalgruppe hatte ein Größe von n=158. Hier lässt sich kurz zusammenfassen, dass die Warnhinweise keine Auswirkungen auf Persönlichkeit, Bindung und Stressverarbeitung haben. Diese Konstrukte scheinen so stabil verankert zu sein, dass sie durch situative Gegebenheiten nicht veränderbar sind. Im Selbstwert ließen sich Tendenzen finden. Beim Attributionsstil gibt es eine signifikante Wechselwirkung in der Dimension der Stabilität in negativen Situationen. Schwache RaucherInnen attribuieren in der Experimentalbedingung wesentlich stabiler, ExraucherInnen wesentlich variabler, als in der Kontrollbedingung. Starke RaucherInnen und NichtraucherInnen zeigen keine Veränderung in ihren Attributionen zwischen den beiden Bedingungen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
tobacco health warnings personality self-esteem stress management attibution attachment
Schlagwörter
(Deutsch)
Tabakkonsum Warnhinweise Persönlichkeit Selbstwert Stressverarbeitung Attribution Bindung
Autor*innen
Astrid Mühlgassner
Haupttitel (Deutsch)
Nikotinabhängigkeit und Warnhinweise zum Tabakkonsum
Hauptuntertitel (Deutsch)
Determinanten und Auswirkungen auf Persönlichkeit, Selbstwert, Stressverarbeitung, Attributionsstil und Bindungsverhalten
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
226 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Werner Herkner
Klassifikation
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC07517118
Utheses ID
2708
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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