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Sekundäranalyse von IMPULS-Projektdaten
ein methodischer Vergleich
Björn Helfmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Christian Korunka
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29911.15085.354263-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Zunahme an Aufgaben und Anforderungen für ArbeitnehmerInnen in der heutigen Arbeitswelt führt zu einer alarmierenden Steigerung von psychischen Belastungen. Daher rücken die Erfassung und Evaluierung von psychischen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz sowie die Prävention negativer Beanspruchungsfolgen immer stärker in den Fokus der Arbeitspsychologie. In diesem Zusammenhang ist der IMPULS-Test (Molnar, Geißler-Gruber & Haiden, 2002) als ein geeignetes Verfahren zur orientierenden Analyse von arbeits-bedingten Stressoren und Ressourcen zu nennen. Da der IMPULS-Fragebogen in 2 Versionen existiert, nämlich als herkömmlicher Paper-and-Pencil-Fragebogen und als Online-Version, erscheint es legitim, sich mit der Vergleichbarkeit dieser beiden Erhebungsmethoden zu beschäftigen. Entsprechende wissenschaftliche Studien (z.B. Rietz & Wahl, 1999; Schumacher et al., 2002; Riva, Teruzzi & Anolli, 2003; Reips & Franek, 2004), stellten fest, dass sich die beiden Methoden zwar bezüglich ihrer psychometrischen Eigenschaften als gut vergleichbar erweisen, aber sich teils relevante inhaltliche Unterschiede zeigen. Das Ziel der Diplomarbeit ist eine Sekundäranalyse von IMPULS-Daten, die in 2 Projekten erhoben wurden: offline-erhobene Daten aus dem „IMPULSe gegen Arbeitsstress“-Projekt (N=165) und online-erhobene Daten aus dem „Ich mess‘ den Stress“-Projekt (N=4.020). Es soll untersucht werden, ob sich die Projektdaten unterscheiden und inwieweit die möglichen Unterschiede von den jeweiligen Erhebungsmethoden abhängen. Ferner wird geprüft, inwieweit die Unterschiede von den erhobenen soziodemographischen Merkmalen beeinflusst werden und ob es Interaktionen mit den Erhebungsmethoden gibt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Online- und Offline-Versionen des IMPULS-Tests hinsichtlich ihrer psychometrischen Eigenschaften zwar nicht vollständig übereinstimmen, aber die Versionen als tendenziell ähnlich zu bezeichnen sind. Ferner fanden sich besonders in den Real-Werten des IMPULS-Tests relevante Unterschiede zwischen den Stichproben. Diese lassen sich u.a. durch Selektionseffekte und spezielle Eigenschaften der Online-Version, wie z.B. die anonymere Befragungssituation und die daher reduzierte soziale Erwünschtheitstendenz in der Beantwortung, erklären. Ein relevanter Einfluss von sozio-demographischen Variablen konnte hingegen nicht bestätigt werden. Aus den Ergebnissen kann geschlussfolgert werden, dass die beiden Versionen des IMPULS-Tests zwar ähnliches messen, aber die Online-Version, auch aufgrund ihrer vielen Vorteile, als verlässlicher und realitätsnäher bewertet werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
IMPULS-Test Arbeitsbeschreibungsbogen (ABB) methodischer Vergleich psychische Belastung Arbeitszufriedenheit
Autor*innen
Björn Helfmann
Haupttitel (Deutsch)
Sekundäranalyse von IMPULS-Projektdaten
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein methodischer Vergleich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
118 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Korunka
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC11189537
Utheses ID
27192
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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