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cum luctu miscuit iram (Ov. met. 13, 549)
Hecuba in ausgewählten Troja-Darstellungen der griechischen und lateinischen Literatur der Antike
Christina Söser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christine Ratkowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30548
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30263.23384.687261-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hecuba, die Gattin des Priamus nimmt im trojanischen Sagenkreis eine wichtige, wenn auch bisher nicht unbedingt hinreichend beachtete Rolle ein. Als trojanische Königin und Mutter vieler Kinder wird sie zumeist in den verschiedenen Troja-Schriften eingeführt. Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind die Ilias, die Ἑκάβη, die Aeneis, die Metamorphosen, die Ephe-meris belli Troiani des Dictys Cretensis, die De excidio Troiae historia des Dares Phrygius und das anonyme Excidium Troiae untersucht werden. Während die episch-tragische Hecuba der Ilias, der Tragödie, der Aeneis und der Metamorphosen ähnliche Züge aufweist, wird ihr Charakter in dem als Historiografien getarnten Pseudo-Augenberichten und im anonymen Excidium Troiae, das allerdings eine mythologische Betrachtungsweise verfolgt, abgeändert. Die untersuchten Werke sind unterschiedlichen literarischen Genera zuzuordnen: dem Epos, der Tragödie, dem Schwindelroman bzw. dem „historischen“ Bericht. Die verschiedenen Gattungen bewirken unterschiedliche Hecuba-Darstellungen, die sich aber dennoch durch gewisse Gemeinsamkeiten in ihrer Charakteristik auszeichnen. Die Trauer um den Verlust ihrer Kinder, ihrer Leibesfrucht, lässt Hecuba aus ihrer passiven Rolle schlüpfen und zur aktiv Handelnden, die ihr Leid nicht mehr tatenlos erdulden kann, werden. Während ihr Agieren unterschiedliche Konsequenzen mit sich bringt, ist ihr Motiv, Rache zu üben, stets dasselbe: Sie will der Quelle ihres Unglücks dasselbe Leid zufügen, das sie ertragen muss. Eine etwas andere Darstellung erfährt Hecuba in der Aeneis, in der sie vorwiegend Mahnerin für Aeneas zu sein hat und in der Ephemeris, in der sie sich von Beginn an durch frevelhafte Charakterzüge auszeichnet. Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Troja-Darstellungen der griechischen und römischen Literatur der Antike, die vermutlich einen Zeitraum zwischen dem 8. Jh. v. Chr. und dem 6. Jh. n. Chr. erfassen. Die Charakteristik der Hecuba wird durch wichtige Textpassagen in ihrem Kontext erschlossen, wobei zunächst intratextuelle Bezüge Gegenstand der Betrachtung sein werden. In intertextueller Interpretation werden die gewonnen Kenntnisse miteinander verglichen. Soweit es zu einem besseren Verständnis der bearbeiteten Stellen beiträgt, werden die Personen in Hecubas Umgebung untersucht und deren Verhalten inter-pretiert. In jedem Kapitel findet sich eine Einleitung, die entweder grundsätzlich die Ausgestaltung der Sequenz thematisiert oder den Autor, soweit dieser bekannt ist, und das Werk vorstellt. In Form eines Résumés werden die aus den Textstellen gewonnenen Kenntnisse zusammen-gefasst. Die Schlussbetrachtung führt die wichtigsten Ergebnisse aller Kapitel zusammen und vergleicht die Charakteristik der Hecuba in den unterschiedlichen Troja-Darstellungen miteinander.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Hecuba in Homers Ilias in der Tragödie Ἑκάβη des Euripides in Vergils Aeneis in Ovids Metamorphosen in der Ephemeris belli Troiani des Dictys Cretensis in De excidio Troiae historia des Dares Phrygius und im anonymen Excidium Troiae
Autor*innen
Christina Söser
Haupttitel (Deutsch)
cum luctu miscuit iram (Ov. met. 13, 549)
Hauptuntertitel (Deutsch)
Hecuba in ausgewählten Troja-Darstellungen der griechischen und lateinischen Literatur der Antike
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
118 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christine Ratkowitsch
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.42 Klassische griechische Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.45 Klassische lateinische Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.46 Mittellateinische Literatur
AC Nummer
AC11456538
Utheses ID
27221
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 338 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1