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Dramaturgie des Wohnens im Theater und Film
Henrik Ibsens "Baumeister Solness" und Christopher Nolans "Inception"
Christina Schneider
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Bachmann
DOI
10.25365/thesis.30576
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30262.27813.251162-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wird die Dramaturgie des Wohnens verdeutlicht. Die grundlegende Frage hierbei ist, inwieweit die im 19. Jahrhundert entwickelte Dramaturgie des Wohnens (Ibsen) sich in Wohn-Darstellungen des 21. Jahrhunderts (Nolan) wiederspiegelt.
Zu Beginn wird eine Übersicht über die Entwicklung des Wohnens im 19. Jahrhun-dert gegeben, welche in einen Vergleich mit dem modernen Wohnen mündet. An-schließend wird gezeigt wie sich die Resultate, dieser Entwicklung der Wohnträume, in der modernen Zeit erhalten oder geändert haben und diese im Theater und Film dargestellt werden.
In der Literatur des 19. Jahrhunderts gewann das Bürgertum an Bedeutung und wurde in zahlreichen Theatertexten behandelt. Gerade in dieser Schicht spielte das Wohnen eine große Rolle, was unter anderem das Drama von Ibsen zeigt. Aus die-sem Grund liegt in der Ausarbeitung der Schwerpunkt, vor allem in der Entwicklung des Wohnens, auf dieser Bevölkerungsschicht.
Weiterhin wird eine Untersuchung über die Widersprüchlichkeit des Wohnens ge-macht, die sich gerade in den Beispielen Baumeister Solness und Inception sehr gut erkennen lassen. Wie in der Ausarbeitung deutlich wird, kann Wohnen nicht nur einen Rückzug in den Schutzraum bedeuten. Die Schicksale der Protagonisten im Text und im Film deuten darauf hin, dass wohnen auch Gefängnis heißen oder zur Utopie werden kann. Das Wohnen lediglich eine Illusion ist, wird im fünften Teil dieser Arbeit vertieft. Die Darstellung des Wohnens in beiden Werken verdeutlicht dies. Der gleichnamige Protagonist des Dramas Baumeister Solness scheitert am Wohnen des 19. Jahrhunderts. Er findet seinen Platz der Geborgenheit nicht in seinem Haus, sondern in den Luftschlössern die er mit Hilde baut. Im Film Inception wird das moderne Wohnen als Traumebene dargestellt, die sich Cobb und Mal erschufen. Aber nicht nur in der Literatur und im Film wird gezeigt, dass Wohnen nur eine Illusion ist. Auch die Zeit des Nationalsozialismus und des DDR-Regimes zeigen, dass Wohnen in diesen Zeiten schwerlich existieren konnte. Der geschützte Raum und die Geborgenheit der eigenen vier Wände hatten in diesen Zeiten keinen Platz. Die Parallele zwischen dem Wohnen heute und dem Wohnen des 19. Jahrhunderts, zeigen dies als Wiederentdeckung dieser Wohnform.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklung des Wohnens Baumeister Solness Inception
Autor*innen
Christina Schneider
Haupttitel (Deutsch)
Dramaturgie des Wohnens im Theater und Film
Hauptuntertitel (Deutsch)
Henrik Ibsens "Baumeister Solness" und Christopher Nolans "Inception"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
IV, 94 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Bachmann
Klassifikationen
24 Theater > 24.02 Theater: Allgemeines ,
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC11158564
Utheses ID
27247
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
