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Männlichkeit in der Krise?
die ritualisierte Konstruktion und Reproduktion hegemonialer Männlichkeitsvorstellungen am Beispiel des Krampuslaufes in Dorfgastein
Ilona Grabmaier
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Elke Mader
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30594
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29434.45295.220464-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Krampuslauf in Dorfgastein ist ein alljährlich stattfindendes kollektives, transformatives und mit Gewalterfahrungen verbundenes (Initiations)-Ritual, das dem ersten Anschein nach dazu dient, unterschiedliche Facetten von Männlichkeiten zur Schau zu stellen und zu reproduzieren. Obwohl am Krampuslauf ausschließlich Männer teilnehmen, verhandeln sie dabei nicht nur ihre Beziehungen zueinander, sondern treten auch mit Frauen und Kindern in Interaktion, die vorwiegend als RezipientInnen der männlichen Performanz fungieren. Aufbauend auf Ansätzen der kritischen Männlichkeitsforschung, die davon ausgehen, dass Männer in einem veränderlichen System von Geschlechterbeziehungen vermehrt dem Erleben von Krisenerfahrungen ausgesetzt sind, steht die wechselseitige Konstruktion und Reproduktion von Geschlechterverhältnissen und Geschlechteridentitäten im Kontext des Krampuslaufes im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der vorliegenden Arbeit. Desweiteren wird der Frage nachgegangen, welche gesellschaftlichen Transformationsprozesse der drastischen Zunahme an Krampusgruppen in Dorfgastein, die sich ab den späten 1970er Jahren verzeichnen lässt, zugrunde liegen. Krisentendenzen in einem relationalen und historisch veränderlichen System von Geschlechterbeziehungen stellen meiner Analyse zufolge mit einen Grund dafür dar, dass für Männer ein vermehrter Bedarf am ritualisierten Erwerb und der ritualisierten Zurschaustellung von „Männlichkeit“ besteht. Der Krampuslauf in Dorfgastein kann demnach als eine Praxis verstanden werden, welche die Bestätigung und Stärkung einer patriarchalen Gesellschaftsordnung zum Ziel hat. Über dieses Ritual wird eine stark hierarchische Gesellschaftsordnung zu Gunsten der Männer repräsentiert, wobei nicht nur Asymmetrien im Dominanzverhältnis zwischen Männern und Frauen ersichtlich werden, sondern auch deutliche Hierarchien zwischen unterschiedlichen Gruppen von Männern.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
study of rituals construction of gender gender relations gender masculinity studies masculinities femininities power relations
Schlagwörter
(Deutsch)
Ritualforschung Geschlechterkonstruktionen Geschlechterbeziehungen Gender Männlichkeitsforschung Männlichkeit(en) Weiblichkeit(en) Machtbeziehungen
Autor*innen
Ilona Grabmaier
Haupttitel (Deutsch)
Männlichkeit in der Krise?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die ritualisierte Konstruktion und Reproduktion hegemonialer Männlichkeitsvorstellungen am Beispiel des Krampuslaufes in Dorfgastein
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
172, IV S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elke Mader
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten ,
71 Soziologie > 71.32 Mann ,
71 Soziologie > 71.33 Frau ,
73 Ethnologie > 73.00 Ethnologie: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.06 Ethnographie ,
73 Ethnologie > 73.08 Regionale Ethnologie ,
73 Ethnologie > 73.44 Sexualität, Geschlecht ,
73 Ethnologie > 73.57 Kulte, Riten
AC Nummer
AC11205183
Utheses ID
27260
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
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