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Food versus fuel
der europäische (Agrar-)Imperialismus und seine Auswirkungen auf Afrika
Manuela Pichlmaier
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Brocza
DOI
10.25365/thesis.30664
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29293.46176.288759-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts sind Biokraftstoffe ein wesentlicher Bestandteil der EU- Energiepolitik. Sie werden als Waffe gegen den Klimawandel und die, durch die Endlichkeit der fossilen Energieträger, immer näher rückende, Bedrohung der Energieknappheit präsentiert und gelten somit als Lösung zweier gewichtiger Probleme unserer Zeit.
Mit der Biokraftstoffrichtlinie aus dem Jahr 2003 wird eine verpflichtende Beimischung von Biokraftstoffen zu den regulären fossilen Kraftstoffen von 5,75 Prozent bis zum Jahr 2010 beschlossen.
Mit der Erneuerbaren- Energien- Richtlinie aus dem Jahr 2009 wird dieser Wert auf 10 Prozent angehoben. Eine Entwicklung, die sich neben der europäischen Energielandschaft vor allem auch auf den afrikanischen Kontinent auswirkt, der mit seinen weiten Landflächen im besonderen Ausmaß das Interesse der Investoren erweckt.
Im Laufe der Zeit wird aber immer deutlicher dass der Biokraftstoffboom zwei Seiten hat.
Neben dem Potential als Alternative für fossile Brennstoffe zu dienen, kann der, auf Pflanzen basierende Kraftstoff, aber auch verheerende Auswirkungen nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf das Leben der Landbevölkerung in den Anbauländern haben.
Obwohl diese Gefahren heute bekannt sind, führt die EU ihre Biokraftstoffbestrebungen fort. In einer Abstimmung im September 2013 werden die Beimischungsziele zwar auf 6 Prozent heruntergesetzt, die allgemeine Richtung wird aber beibehalten.
Die vorliegende Diplomarbeit nähert sich dieser Problematik auf Basis der Imperialismustheorien Rosa Luxemburgs und David Harveys, sowie der Food Regime Theorie. Das Forschungsziel ist es dabei, zu untersuchen inwieweit das Vorgehen der Europäischen Union von imperialistischen Interessen geprägt ist.
Abstract
(Englisch)
Since the beginning of the 21st Century, biofuels are an essential part of the EU energy policy. They are presented as weapon against climate change and the threat of energy shortage caused by the finite nature of fossil fuels and are therefore regarded as solution to two great problems of our time.
The Biofuels Directive of 2003 adopts a blending of biofuels of 5.75 percent by 2010.
The Renewable Energy Directive from 2009 increases the target up to 10 percent.
Beside the energy landscape of the European Union, this development has especially pontent consequences for the african continent. With its vast areas of land the continent is the focus of interest for investors.
Over time, however, it is increasingly clear that the biofuel boom has two sides.
Besides the potential to serve as an alternative to fossil fuels, the plant based fuel can also have devastating effects not only on the environment, but also on the lives of rural people in the producing countries.
Although these dangers are known today, the EU continues its biofuel efforts. In a vote in September 2013, the blending targets are indeed lowered to 6 percent, but the general direction is maintained.
This thesis approaches this problem based on Rosa Luxemburg‘s and David Harvey‘s theories of imperialism and the food regime theory.
The research goal is to investigate to what extent the approach of the European Union is dominated by imperialist interests.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Biofuels EU biofuel policy theory of imperialism food regime theory land grabbing Africa
Schlagwörter
(Deutsch)
Biokraftstoffe EU-Biokraftstoffpolitik Imperialismustheorie Food Regime Theorie Land Grabbing Afrika
Autor*innen
Manuela Pichlmaier
Haupttitel (Deutsch)
Food versus fuel
Hauptuntertitel (Deutsch)
der europäische (Agrar-)Imperialismus und seine Auswirkungen auf Afrika
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
147 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Brocza
AC Nummer
AC11241881
Utheses ID
27317
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
