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Arbeitszeitverkürzung in der Krise
das Konzept der kollektiven Arbeitszeitverkürzung im aktuellen Kontext Deutschlands
Michael Schwendinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Alejandro Cuñat
DOI
10.25365/thesis.30705
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29666.85376.929254-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Zentrum meiner Diplomarbeit steht das Konzept der kollektiven Arbeitszeitverkürzung. Anknüpfend an die Erfahrungen der viel gerühmten deutschen Kurzarbeit
im Kontext der nach wie vor andauernden Wirtschaftskrise, arbeite ich das
Thema Arbeitszeitverkürzung umfassend auf. Nach einer detaillierten theoretischen
Analyse der Wirkungszusammenhänge von Arbeitszeitvariationen, sowie
einer Einbettung in größere ökonomische Theoriezusammenhänge, beleuchte ich
die Geschichte der Arbeitskämpfe für kürzere Arbeitszeiten in Deutschland von
den Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur besagten Kurzarbeit im aktuellen
Kontext. Besonderes Gewicht lege ich dabei auf strukturelle Veränderungen
am deutschen Arbeitsmarkt der letzten beiden Jahrzehnte.
In mehreren Experten-Interviews diskutiere ich sodann die Frage, ob eine kollektive
Arbeitszeitverkürzung, wie sie in Deutschland beispielsweise in der zweiten
Hälfte der 1980er Jahre in mehreren Branchen umgesetzt wurde, im aktuellen
Kontext denkbar, umsetzbar und wünschenswert wäre.
Als Ergebnis meiner Analyse lässt sich einerseits festhalten, dass eine klassische,
kollektive AZV, d.h. branchenweit für alle ArbeitnehmerInnen gleichermaßen
gültige Reduktion der Wochenarbeitszeit, wie sie seit Beginn der ArbeiterInnenbewegung
als zentrale Forderung bestand, heute aufgrund der vielfältigen,
in der Diplomarbeit ausführlich beschriebenen Flexibilisierungs- und Individualisierungstendenzen
der Arbeitszeiten kaum mehr umsetzbar wäre. Wenngleich
das klassische Konzept der kollektiven Arbeitszeitverkürzung zunehmend obsolet
zu werden scheint, so könnte man andererseits aus meiner Analyse folgern, sind
die Themen Arbeitszeit, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitszeitgestaltung, etc. trotzdem
nach wie vor hoch aktuell, werden jedoch im Rahmen neuer Konzepte, wie
beispielsweise dem Konzept der variablen Lebensarbeitszeit, diskutiert und aller
Wahrscheinlichkeit nach auch zukünftig und längerfristig relevant bleiben.
Abstract
(Englisch)
Centrepeace of this diploma thesis is the concept of collective working time reduction.
On the basis of the recent example of the hailed German Kurzarbeit I
work through the field of working time reduction from its very beginnings. After
a detailed theoretical analysis of the interrelations of variations in working time,
as well as an integration of the topic into more general economic theories, I shed
light on the history of German labour movements and combats for a regulation
and shortening of daily and weekly working hours from its beginnings in the nineteenth
century up to the already mentioned Kurzarbeit in the current context of
the ongoing economic crisis. Thereby I place emphasis on the structural changes
of the German labour market in the past to decades.
In several expert interviews I then discuss the question, whether a collective
working time reduction, as realised in the second half of the 1980ies in various
economic sectors in Germany, would nowadays be imaginable and desirable.
As a result of my analysis I conclude, that a classical, collective working time
reduction, in the sense of a general and uniform, for each wage earner within a
collective bargaining area binding reduction of regular working time, as was one of
the central claims of the labour movements throughout history, has become much
harder to realise nowadays. As a main cause for this development I identify the
various flexibilisation and individualisation processes described in detail in this
diploma thesis. While the classical concept of working time reduction therefore
becomes increasingly obsolete I conclude as a second result of my analysis, that
the more general topics such as working time, working time reduction, working
time arrangements etc. nevertheless are still relevant and will be so in future,
but that the discussion within trade unions as well as employers associations has
changed and now focuses on different concepts, like a variable working lifetime.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Working time reduction short-time work economic crisis economic history economic theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeitszeitverkürzung Kurzarbeit Wirtschaftskrise Wirtschaftsgeschichte Wirtschaftstheorie
Autor*innen
Michael Schwendinger
Haupttitel (Deutsch)
Arbeitszeitverkürzung in der Krise
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Konzept der kollektiven Arbeitszeitverkürzung im aktuellen Kontext Deutschlands
Paralleltitel (Englisch)
Working time reduction and the crisis. The concept of collective working time reduction in the current context of Germany
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
151 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alejandro Cuñat
AC Nummer
AC11317123
Utheses ID
27352
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
