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Première génération française?
die Bedeutung der französischen Staatsbürgerschaft für die "zweite Generation" westafrikanischer MigrantInnen
Elisabeth Huber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Marie-France Chevron
DOI
10.25365/thesis.3138
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29325.75285.680665-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Bedeutung der französischen Staatsbürgerschaft für die "zweite Generation" westafrikanischer MigrantInnen. Das zentrale Forschungsinteresse besteht in der Frage, ob sich die Jugendlichen mit Migrationshintergrund dem französischen Staat zugehörig fühlen und ob sie die durch die französische Nationalität garantierten Rechte zur politischen Partizipation wahrnehmen. Das Konzept Staatsbürgerschaft wird im Hinblick auf die Gruppe der "zweiten Generation" im Kontext des Migrationshintergrundes und einer Situation der sozioökonomischen Deprivation diskutiert. Die historischen und gegenwärtigen Eigenheiten des französischen Staatsbürgerschaftsverständnisses werden ebenso erörtert wie der staatliche Umgang mit kulturellen Unterschieden. Die Auseinandersetzung mit den Konzepten Identität und Ethnizität richtet den Fokus auf die Sichtweisen und Handlungsstrategien der Jugendlichen. Ihre Lebensbedingungen in den "banlieues" werden ausführlich dargestellt und im Besonderen die Unruhen ausgehend von den 1980er Jahren bis zum Jahr 2005 thematisiert. Im empirischen Teil finden sich neben den Ergebnissen der teilnehmenden Beobachtung die Erkenntnisse aus zwanzig qualitativen Interviews. Dabei finden sich einerseits Gemeinsamkeiten der Jugendlichen u.a. im Hinblick auf die soziale und kulturelle Integration, die strukturelle Integration, die Bedeutung des Migrationshintergrundes und die Einstellung zur Nationalität. Andererseits können Unterschiede hinsichtlich der Einstellung zu den Unruhen im Jahr 2005, zur Vereinsarbeit und zur politischen Partizipation festgestellt werden. Ausgehend von den Dimensionen (1) politische Partizipation, (2) Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft Frankreichs, (3) Engagement in Vereinen, (4) Einstellung zur französischen Nationalität und (5) Zugehörigkeit und Identität der "zweiten Generation" wird eine Typenbildung vorgenommen. Die Zusammenhänge zwischen den fünf Dimensionen führen schließlich zur Konstruktion der Typen des pflichtbewussten, optimistischen Engagierten, des kritischen Protestwählers und des desillusionierten Inaktiven.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the significance of French citizenship for the "second generation" of West African migrants. The central focus of this piece of research is the question of whether young adults with a migrant background have a sense of belonging to the French state, and whether they make use of the rights to political participation that are granted to them as French citizens. The concept of citizenship is discussed with reference to this group of the "second generation" in the context of a migrant background and socioeconomic deprivation. The historical and present-day particularities of the French understanding of citizenship and the state's treatment of cultural differences are investigated. An examination of the concepts of identity and ethnicity then directs the focus towards the views and behavioural strategies of young adults. Their living conditions in the "banlieues" are described in detail, with a particular emphasis on the periods of unrest from the 1980s up to 2005. The empirical section encompasses the results of participatory observation and the findings of twenty qualitative interviews. On the one hand, similarities among young adults are revealed concerning social and cultural integration, structural integration, the significance of the migrant background and views on nationality, among others. On the other hand, differences can be found in attitudes to the unrests in 2005, to engagement with clubs and societies, and to political participation. Types are developed based on the dimensions (1) political participation, (2) a feeling of shared responsibility for the future of France, (3) active participation in clubs and societies, (4) attitude to French nationality and (5) sense of belonging and identity of the "second generation". The links between the five dimensions finally lead to the construction of three types: The responsible, optimistic participator, the critical protest voter, and the disillusioned couch potato.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
France West African migrants generation 2 citizenship integration
Schlagwörter
(Deutsch)
Frankreich westafrikanische Einwanderer Generation 2 Staatsbürgerschaft Integration
Autor*innen
Elisabeth Huber
Haupttitel (Deutsch)
Première génération française?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Bedeutung der französischen Staatsbürgerschaft für die "zweite Generation" westafrikanischer MigrantInnen
Paralleltitel (Englisch)
The significance of French citizenship for the "second generation" of West African migrants
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
121 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marie-France Chevron
AC Nummer
AC07483533
Utheses ID
2737
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
