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Pharmakologische Aktivität eines neu synthetisierten Wirkstoffs (MAH42 HCl) an isolierten Organen von Meerschweinchen
Matthias Lalics
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Christian Studenik
DOI
10.25365/thesis.30753
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29579.11960.491464-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wurde die Testsubstanz MAH42•HCl auf ihre Wirkung auf isolierte Organe von Meerschweinchen bezüglich eines vasodillatierenden, eines spasmoly-tischen, eines inotropen als auch eines chronotropen Effekts untersucht. Die dafür notwendigen isometrischen Kontraktionsmessungen wurden an Präparaten der Hauptschlagader, der Pulmonalarterie, des Dünndarms, des Papillarmuskels und des Vorhofes durchgeführt. Diese wurden unter physiologischen Bedingungen in Organbäder, welche mit einer Nährlösung gefüllt waren, eingebracht. Durch kumu-lative Wirkstoffzugabe wurden verschiedene Konzentrationen (3 µmol/l, 10 µmol/l, 30 µmol/l bzw. 100 µmol/l) der Testsubstanz erreicht und die jeweilige Veränderung der verschiedenen Parameter aufgezeichnet. Die Versuche bezüglich Vasodilatati-on fanden an den Präparaten der Aorta descendens und am Truncus pulmonalis statt. Am terminalen Ileum wurde die spasmolytische Wirkung untersucht. Und wäh-rend für die Tests bezüglich Chronotropie Präparate des Atrium dextrum verwendet wurden, untersuchte man im Hinblick auf eine inotrope Wirkung Präparate des Musculus papillaris.
Ziel war es, diese Effekte zu dokumentieren, eine etwaige organspezifische Wir-kung aufzudecken und den vermuteten Wirkmechanismus zu bestätigen oder aus-zuschließen.
MAH42•HCl zeigte an allen Organpräparaten eine teils deutliche Wirkung. Der spasmolytische Effekt auf den Dünndarm und vor allem die negativ inotrope Wir-kung auf das Herz sind besonders hervorzuheben. Der Effekt am terminalen Ileum und noch mehr am Atrium dextrum, bei dem es zu einer hundertprozentigen Wir-kung (also zu einer kompletten Einstellung der Spontanaktivität) kommt, setzt aller-dings nicht gleich bei der ersten im Organbad eingestellten Wirkstoffkonzentration (3 µmol/l) ein, sondern ist erst bei höheren Konzentrationen (ab 30 µmol/l) zu er-kennen. Die negativ inotrope Wirkung am Musculus papillaris setzt gleichmäßig ab der ersten Wirkstoffzugabe ein. Hier kommt es, wenn auch nicht zu einer hundert-prozentigen Wirkung, mit 7,35 µmol/l aber jedenfalls zur niedrigsten EC50.
Der vermutete Wirkmechanismus - das Öffnen von ATP-sensitiven Kaliumkanälen - konnte anhand mehrerer Versuchsreihen nicht bestätigt und sogar mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Bei den diesbezüglichen Versuchs-reihen wurden am terminalen Ileum eben jene Kaliumkanäle mittels 30 bzw. 100 µmol/l Glibenclamid blockiert. Im Anschluss erfolgte die Zugabe von 20 µl der Lö-sung der Testsubstanz (entspricht annähernd der EC50). Es kam zu einer signifikan-ten Abnahme der Kontraktionskraft und somit kann nicht von einer Beteiligung der ATP-sensitiven Kaliumkanäle ausgegangen werden.
Auf Grund einer recht breiten Wirkung auf alle Organpräparate und somit fehlender Organspezifität konnte der Testsubstanz MAH42•HCl kein Potential für eine thera-peutische Anwendung zugeschrieben werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Papillarmuskel rechter Vorhof Aorta terminales Ileum Arteria pulmonalis Kontraktionsmessung Schwefelwasserstoff Meerschweinchen
Autor*innen
Matthias Lalics
Haupttitel (Deutsch)
Pharmakologische Aktivität eines neu synthetisierten Wirkstoffs (MAH42 HCl) an isolierten Organen von Meerschweinchen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
55 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Studenik
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC11336325
Utheses ID
27383
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
