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Transiträume in Wien-Literatur der Gegenwart
Dörte Eppelin
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30762
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29179.37219.261869-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit kombiniert die Forschungsgegenstände Transiträume und „Migrationsliteratur“: Wie werden Wien und seine Transiträume in gegenwärtigen Romanen dargestellt, deren Protagonisten keine gebürtigen Einwohner Wiens sind? Welche Transiträume dominieren in den ausgewählten Werken und welche Funktionen erfüllen sie für die Protagonisten; wie unterscheidet sich die literarische Darstellung, Bewertung und Nutzung dieser Räume? Um diese Fragen zu beantworten, wurden je vier Romane der „Migrationsliteratur“ und der „Besuchsliteratur“ einander gegenübergestellt, in denen die Protagonisten als Zuwanderer respektive als Besucher nach Wien kommen: „Zwischenstationen“ (Vertlib), „Herrn Kukas Empfehlungen“ (Knapp), „Engelszungen“ (Dinev) und „Das Palmenhaus“ (Eltayeb) sowie „Restlessness“ (van Herk), „The Corrections“ (Franzen), „The House of Widows“ (Melnyczuk) und „Unwritten Secrets“ (Frame). Als Analyseinstrument wurde, aufbauend auf die Transitraum-Konzepte von Michel Foucault, Marc Augé und Peter Sloterdijk, eine Klassifikation von Transiträumen erstellt. Diese erlaubte es, die zentralen Thesen der Arbeit zu überprüfen. Es zeigte sich, dass in den Romanen der „Migrationsliteratur“ bevorzugt niedrigschwellige Transiträume zur Anwendung kommen, wohingegen in denen der „Besuchsliteratur“ Zugänglichkeit und Kosten eines Transitraums keine Rolle spielen. Während die literarischen Besucher diese Räume vornehmlich auf die übliche Weise nutzen, regen sie in „Migrationsliteratur“ zu Reflexionen an und werden von allen literarischen Migranten auf unterschiedlichste Weise aktiv für ihre Zwecke umgenutzt. Da literarische Transiträume und ihre Nutzung nicht zuletzt etwas darüber aussagen können, welche Räume einer Stadt von welchen Bevölkerungsgruppen benötigt werden und welche Menschen an welchen dieser Räume erwünscht oder unerwünscht sind, hat diese Arbeit auch eine gewisse Relevanz für Politik, Stadtplanung und Soziale Arbeit.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Transit Transitraum Wien Migrationsliteratur Gegenwartsliteratur Foucault Augé Sloterdijk Raumnutzung
Autor*innen
Dörte Eppelin
Haupttitel (Deutsch)
Transiträume in Wien-Literatur der Gegenwart
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
138 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.03 Englische Sprache und Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur
AC Nummer
AC11317318
Utheses ID
27391
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
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