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Das Gesicht der Selbstdarstellung
die Medien- und Kulturtechnik des Schminkens auf YouTube
Regina Breitfellner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ramón Reichert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30846
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30343.82327.743554-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Kulturtechnik des Schminkens, tausende von Jahren alt, war von Beginn an in gesellschaftliche und kulturelle Rituale und Ordnungen eingebettet. Sie beinhaltet auch heute noch unzählige nonverbale Codes die von Generation zu Generation weiter gegeben, aber auch verändert und in Frage gestellt werden. So kann Make-up (oder die Absenz desselben) richtig 'gelesen' Auskunft geben über soziale Zugehörigkeiten, gesellschaftliche Machtverhältnisse und individuelle Selbstbildnisse. All das ist in unserem Gesicht zu lesen, unserem wichtigsten Erkennungsmerkmal, das gleichzeitig zentral für unser Selbstverständnis als Individuum ist. In der Geschichte des Bewegtbildes nimmt es von Anfang an eine zentrale Position ein und suggeriert in den Fernmedien eine unausweichliche Nähe. Es dauert nicht lange bis die Kosmetikindustrie das Potential darin erkennt und eine kreative, vor allem aber geschäftliche Symbiose eingeht. So spielt Make-up immer auch eine gestalterische Rolle in den verschiedenen Epochen der Filmgeschichte (dies wird ausführlicher betrachtet). Das Gesicht wird dabei selbst immer mehr zur Leinwand für (Konsum-) Trends, zu einem strategisch platzierten Träger unterschiedlichster Botschaften. Schon in den frühen 1990ern finden sich online unter den CamGirls direkte Vorläuferinnen zu heutigen YouTube-Akteurinnen, die durch ein ganz ähnliches Selbstverständnis verbunden sind. Verschiedene Reality-TV-Formate (vor allem Makeover-Sendungen) bieten einen wichtigen Nährboden für die Entwicklung von Make-up Tutorials. Theorien zu BigBrother-Stars und deren Nutzerinnen helfen bei der Beschreibung der Beziehung zwischen den Akteurinnen und ihren Zuschauerinnen. Die filmanalytische Betrachtung von Make-up Tutorials wird gefolgt vom Versuch einer Unterteilung des Genres und einer Benennung der beobachtbaren Unterkategorien. Interessanter ist jedoch die Untersuchung der Interaktion zwischen Akteurinnen und Zuschauerinnen, die auf vielen verschiedenen Wegen stattfindet. Je nach Plattform (Blog, Twitter, Instagram, etc.) wird anders und anderes kommuniziert. Die Videokommentare werden anhand eines Beispiels eingehend betrachtet. Sie geben Aufschluss über das Verhältnis sowie das Selbstverständnis der Beteiligten und stellen einen Kommunikationsraum her, in dem Selbstdarstellung praktiziert, aber auch selbstbezogen reflektiert wird, in dem (pop-) kulturelle Praktiken zur Schau gestellt, aber auch neu verhandelt werden. Ein Blick auf die Kommentare macht deutlich wie wichtig das Gefühl der Gemeinschaft und die Möglichkeiten des direkten und unmittelbaren Austausches sind. Die Arbeit enthält Exkurse zu folgenden Themen: Ein feministischer Blick auf feminine beautification, Das sichtbare Gesicht und die (Ohn-) Macht, YouTube-Attraktionen, Dekorative Kosmetik und der Einstieg von Frauen in die Erwerbstätigkeit – Parallelen zwischen damals und heute, sowie Beauty Gurus am Wort.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
feminine beautification
Schlagwörter
(Deutsch)
Gesicht Selbstdarstellung Kulturtechnik Medientechnik Schminken Make-up Tutorial YouTube Bewegtbild Popkultur dekorative Kosmetik Schönheitsindustrie Reality TV Interaktion Kommunikation Selbstverständnis Jugendkultur Identitätsbildung
Autor*innen
Regina Breitfellner
Haupttitel (Deutsch)
Das Gesicht der Selbstdarstellung
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Medien- und Kulturtechnik des Schminkens auf YouTube
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
124 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ramón Reichert
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
24 Theater > 24.99 Theater, Film, Musik: Sonstiges
AC Nummer
AC11237933
Utheses ID
27457
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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