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Konstruktion von Sexualität in ausgewählten Filmen von Christophe Honoré
Daniela Latsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Georg Kremnitz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.30850
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29482.77492.994365-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die sogenannte Pariser Trilogie von Christophe Honoré, bestehend aus Dans Paris (2006), Les Chansons d'Amour (2007) und La Belle Personne (2008), ist die Basis dieser Arbeit. Trotz seiner erst kurzen Schaffensphase werden einige Filme Honorés schon zum Autorenkino der Gegenwart gezählt. Da diese Einteilung ins Autorenkino eine Relevanz seiner Filme mit sich bringt, werden zur Einbettung und wissenschaftlichen Fundierung dieser Arbeit, Honoré und die Pariser Trilogie einer Analyse unterstellt, welche diese Einteilung überprüfen soll. Mit dem positiven Ergebnis dieser Analyse als Ausgangspunkt werden im Folgenden analytisch wichtige Theorien zur Sexualität im Film und zur gesprochenen Sprache besprochen. Diese zweigliedrige Analyse ist von Nöten, da Filme "multimodal" sind (Kress 33), d.h. dass sie aus verschiedenen Elementen zusammengesetzt sind, die Bedeutung schaffen. Diese Elemente sind zum Beispiel Sprache, Bild und Farbe. Somit kann die Gesamtheit von Sexualität nur anhand der zweiteiligen Analyse erfasst werden. Im Bezug auf die Sexualität und die Filmwissenschaft nehmen Foucault und seine Repressionstheorie, die von Macht als Voraussetzung für Lust spricht, und Mulvey mit ihrer Theorie zur Schaulust eine bedeutende Position ein. Foucaults Theorien sind die Basis für das Verstehen unserer sexuellen Entwicklung und ihres Entstehens. Mulveys Theorie hingegen münzt Freuds Skopophilie und Lacans Identifikationsbildung im Spiegelstadium auf die Kinosituation um und macht den männlichen Zuseher somit zum Voyeur oder zum sich mit einem idealen Charakter Identifizierenden. Anhand dieser Theorien als Grundlage werden verschiedenste Szenen aus den drei gewählten Werken analysiert. Diese Analyse zeigt jedoch im Gegensatz zum in der Theorie behauptet einzig möglichen Schaulustigen, den Mann, auch Frauen als Machthaberinnen und Voyeurinnen. Die Analyse der gesprochenen Sprache stützt sich hauptsächlich auf die Merkmale der gesprochenen französischen Sprache nach Koch und Oesterreicher. Es ist jedoch zu bemerken, dass bei der gesprochenen Sprache in den Filmen davon ausgegangen wird, dass diese realer Nähesprache entspricht und kein oralisiertes Filmskript darstellt, da die Analyse sonst zwecklos wäre. Daher ist auch die Feststellung zu treffen, dass die genannten Merkmale, sofern diese Konstruktionen in den gewählten Szenen angewandt wurden, zutreffen. Besonders erstaunlich war zudem, dass in den Dialogen kaum sexuell markiertes Vokabular angewandt wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Christophe Honoré Sexualität Pariser Trilogie sprachliche Analyse Schaulust
Autor*innen
Daniela Latsch
Haupttitel (Deutsch)
Konstruktion von Sexualität in ausgewählten Filmen von Christophe Honoré
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
103 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Kremnitz
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.02 Kommunikationstheorie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.25 Soziolinguistik: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges ,
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten ,
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC11410812
Utheses ID
27461
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 347 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1