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Wie können die Basisgemeinden der Pfarre W. einen Ort der Gemeinschaft für und von lateinamerikanischen Hausarbeiterinnen aus verwirklichen?
Veronika Thaller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Paul Zulehner
DOI
10.25365/thesis.3158
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29093.45728.775964-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Welche Bedeutung haben Armut bzw. Armutsgefährdung von in Österreich lebenden (ehemaligen) lateinamerikanischen Hausarbeiterinnen für Kirche und pastorale Praxis?
Die vorliegende Arbeit möchte an den anonym gehaltenen Basisgemeinden der Wiener Pfarre W. exemplarisch zeigen, dass und wie durch die Verortung von Armut bzw. Armutsgefährdung unter MigrantInnen allgemein und speziell unter vier interviewten lateinamerikanischen Hausarbeiterinnen eine „Option für die Armen“ auch für Europa und konkret für Wien relevant wird.
Der erste Teil dieser Arbeit dient der sozialen und kirchlichen Verortung dieser vier Frauen. Die sozialwissenschaftliche Analyse ihrer Lebenslagen als migrantischer Hausarbeiterinnen zeigt auf, dass sie sich zwischen Befreiung und unfreiwilliger struktureller Ausgrenzung bzw. Befreiung und persönlichem Sich-abhängig-Machen bewegen. Zum einen konnten sich diese Frauen aus ihrer Armut bzw. Armutsgefährdung in den lateinamerikanischen Herkunftsländern befreien. Zum anderen schaffen gesellschaftliche Exklusion und persönliche Dependenz von anderen für diese Frauen unfreie und daher arme Lebenslagen. Die Ursachen für Unfreiheit sind komplex und vielschichtig. Sie lassen sich sowohl in strukturellen Ungerechtigkeiten als auch in der Eigenverantwortung der einzelnen Migrantinnen finden.
Der zweite Teil dieser Arbeit soll die pastoraltheologische Deutung der Realitäten dieser Migrantinnen sein. In diesem Sinne wird versucht, die Reflexionen des Befreiungstheologen Jon Sobrino über das Reich Gottes und eine Kirche der Armen in einem ersten Schritt zu universalisieren und in einem zweiten Schritt auf den Kontext dieser Migrantinnen zuzuschneiden. Im Anschluss daran werden die Basisgemeinden der Pfarre W. auf ihr Potential hin, eine Solidaritätsgemeinschaft für und von diesen lateinamerikanischen Hausarbeiterinnen aus zu sein, untersucht.
Letztlich wird dargestellt, welche Wahrnehmungsperspektiven die Pfarre W. braucht, um ein solcher Ort der Gemeinschaft zu sein, und welche Qualitäten ein solcher Ort haben soll. Zu den Wahrnehmungsperspektiven wird festgehalten: 1. Es ist notwendig, Armut als „Zeichen der Zeit“ wahrzunehmen und auch als Phänomen in der österreichischen Gesellschaft anzuerkennen.2. Aus dieser Erkenntnis wird die Wichtigkeit einer „Option für die Armen“ als „Qualität steigernder“ Schwerpunkt des Pfarrkonzeptes hergeleitet.
Folgende Qualitäten werden unterstrichen: 1. Ein solcher Ort der Solidarität kann nur aus einem lebensweltlichen Kontakt mit diesen Migrantinnen entstehen.
2. Ein solcher Ort soll einer der Spiritualität und des gesellschaftspolitischen Engagements sein, welche vom Wort Gottes ausgehen. 3. Ein solcher Ort soll das konkrete Heil für diese Migrantinnen suchen. 4. Ein solcher Ort kann nur unter Anerkennung der Einheit und der Gleichheit der Menschen bestehen. 5. Ein solcher Ort soll unter Berücksichtigung der spezifischen Stärken, Erfahrungen und Ideen dieser Frauen deren Integration ins aktive Gemeindeleben schaffen.
Unter der Bedingung, dass diese drei Basisgemeinden zu einer Solidaritätsgemeinschaft mit ihrem Mittelpunkt in den Armen zusammen wachsen, kann diesen Frauen ein Ort angeboten werden, an dem für sie Partei ergriffen wird; wo sie zur Selbsttätigkeit ermächtigt werden und wo sie ihr evangelisierendes Potential entfalten können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
sozialwissenschaftliche Analyse der Lebenslagen von vier in Wien lebenden (ehemaligen) lateinamerikanischen Hausarbeiterinnen pastoraltheologische Deutung der Lebenslagen dieser Frauen
Autor*innen
Veronika Thaller
Haupttitel (Deutsch)
Wie können die Basisgemeinden der Pfarre W. einen Ort der Gemeinschaft für und von lateinamerikanischen Hausarbeiterinnen aus verwirklichen?
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
198 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Paul Zulehner
Klassifikation
11 Theologie > 11.79 Praktische Theologie: Sonstiges
AC Nummer
AC07676001
Utheses ID
2752
Studienkennzahl
UA | 190 | 020 | 299 |
