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Anwendung des AID-sprachfrei bei Kindern & [und] Jugendlichen mit Hörschädigung bzw. auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung
eine Äquivalenzprüfung
Ronja Ruth Gaderer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Klaus Kubinger
DOI
10.25365/thesis.31105
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30189.69461.122569-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Für psychologisch-diagnostische Untersuchung hörgeschädigter Kinder und
Jugendlicher stehen kaum geeignete Tests zur Verfügung, obwohl diese für die
Entwicklungsförderung notwendig sind (Braden, 2005). Drei im Vorfeld der
Untersuchung interviewte Experten bestätigten dies. Das Adaptive Intelligenz
Diagnostikum AID 3 (Kubinger & Holocher-Ertl, n.d.) beinhaltet eine sprachfrei
Instruktionsanleitung für die manuell-visuellen Untertests (UT 2, 4, 7, 8, 10 und 12),
welche zwar nicht für die Testung Hörgeschädigter entwickelt wurde, sich aber dafür
anbietet da sie ohne Lautsprache auskommt. Vor dem Einsatz bei Hörbehinderten ist es
notwendig zu überprüfen, ob die sprachfreie Version des AID 3 für Hörende und
Hörgeschädigte äquivalent ist und somit faires Testen ermöglicht. Daher wurden 28
hörgeschädigte Schüler der Schwerhörigenschule in Wien im Alter von 6;0 bis 15;11
mit 20 bis 100 dB Hörverlust untersucht. Sie zeigten in allen Subtests, bis auf UT 7
Assoziieren, signifikant niedrigere Leistungen als die hörende Norm. Mit Ausmaßen
von 7,5 bis 12 T-Werten waren alle Unterschiede bis auf UT 12 (6,3 T-Werte) deutlich
relevant. Bei Untertest 7 Assoziieren zeigte sich ein geringer Zusammenhang zur
Sprachfähigkeit, welche mit Untertest 9 Funktionen abstrahieren im Multiple-Choice
Format erhoben wurde. Das Ausmaß des Hörverlustes korrelierte lediglich mit Untertest
2 Realitätssicherheit signifikant. Als Hauptursache für die niedrigen Leistungen wird
die verbesserungswürdige Bildungssituation Hörgeschädigter in Österreich angesehen.
Für die Praxis wird empfohlen, Subtest 2 vorläufig nicht anzuwenden und
Hörbehinderten bei den Untertests 4, 7 Kodieren, 8, 10 und 12 sieben T-Werte
gutzuschreiben, um einen fairen Vergleich mit der hörenden Bevölkerung zu
ermöglichen. In zukünftigen Forschungen sollte eine größer angelegte Normierung der
manuell-visuellen Subtests sowie eine Adaption der verbal-akustischen Untertests des
AID 3 durchgeführt werden.
Bei 16 zusätzlich getesteten Schülern derselben Schule mit auditiver Verarbeitungsund
Wahrnehmungsstörung (AVWS) zeigten sich in drei von sechs Untertests
durchschnittliche Leistungen. Wegen der kleinen Stichprobe erscheint weiterführende
Forschung notwendig um generalisierbare Aussagen treffen zu können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
AID 3 Fairness gehörlos hörgeschädigt Intelligenz psychometrische Intelligenz schwerhörig sprachfreie Instruktion
Autor*innen
Ronja Ruth Gaderer
Haupttitel (Deutsch)
Anwendung des AID-sprachfrei bei Kindern & [und] Jugendlichen mit Hörschädigung bzw. auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Äquivalenzprüfung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
142 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kubinger
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie ,
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.08 Psychologische Diagnostik ,
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.56 Jugendpsychologie ,
77 Psychologie > 77.59 Entwicklungspsychologie: Sonstiges ,
80 Pädagogik > 80.29 Hörgeschädigtenpädagogik ,
81 Bildungswesen > 81.21 Soziale Ungleichheit im Bildungswesen
AC Nummer
AC11323160
Utheses ID
27669
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
