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Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ab 1978 mit Schwerpunkt auf dem Informations- und Kommunikationstechnologiesektor
Aleksander Mieczyslaw Walega
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Harald Fadinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31235
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29661.28751.352969-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit beschäftigt sich mit der chinesischen Reform- und Transformationspolitik beginnend Ende der 1970er Jahre. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Technologiepolitik und der Entwicklung der Informations-und Telekommunikationsbranche in der Volksrepublik China. Die nach dem Tod Mao Zedongs an die Macht gekommene Gruppe von Reformpolitikern rund um Deng Xiaoping setzte sich zum Ziel Chinas ökonomische Rückständigkeit zu beseitigen. In den folgenden drei Jahrzehnten wurden Reformprogramme erarbeitet, die eine rasche Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ermöglichten. Die Volksrepublik China wurde während der 1990er Jahre zur „Werkbank“ der Welt. Diese Entwicklung wurde durch die Annäherung Chinas an die Weltmärkte ermöglicht. Die aus dem Exportgeschäft erlösten Gewinne wurden stetig in den Import moderner Technologien investiert, wodurch eine rasante Akkumulation von Kapital und Technologie in Gang gesetzt wurde, an deren Ende China zu einem eigenständigen Innovationszentrum aufgestiegen sein sollte. Die theoretische Grundlage der Diplomarbeit basiert auf den Texten von Dani Rodrik, Ökonom und Professor an der Harvard University. In seinen Werken entwickelt er ein Rahmenwerk für das Design erfolgreicher Reformen. Dieses zeichnet sich vor allem durch den Fokus auf die lokalen Umstände und Gegebenheiten bei der Erstellung der Reformprogramme. Nachholende Ökonomien weisen größere Marktfehler als entwickelte Ökonomien auf, weshalb eine aktivere Rolle des Staates legitimiert wird. In der Arbeit werden die Instrumente analysiert, die für den technologischen Aufstieg der Volksrepublik China maßgeblich waren. Neben der Etablierung von Marktinstitutionen waren das vor allem staatliche Regelungen, die die Adaptierung westlicher Technologien sowie die Entwicklung eines leistungsstarken Forschungs- und Entwicklungsapparates unterstützen sollten. Dazu gehören zum Beispiel die Joint-Venture-Programme, die während der 1990er Jahre in ausgewählten Branchen eingesetzt wurden, um Technologietransfer im Austausch für den Zugang zum chinesischen Markt anzuregen. Ein anderes Instrument war die Etablierung neuer nationaler und internationaler technischer Standards im neuen Jahrtausend, bei deren Entwicklung chinesische Unternehmen beteiligt waren. Auf diesem Wege sollte ein Nachteil der chinesischen Informations- und Telekommunikationsindustrie – das fehlen von Patenten im Grundlagenbereich – gemindert werden, da die chinesischen Produzenten auf diesem Wege mit einem eigenen Patentportfolio ausgestattet wurden, welches sie nun im Wettbewerb mit den ausländischen Konkurrenten einsetzen konnten. Daneben führte die Reorganisierung des Bildungs- und Wissenschaftssektors zu einer signifikanten Verbesserung Chinas als Standort für Forschung- und Entwicklung. Dies wird anhand der steigenden Zahlen im Bereich der in China ausgestellten Patente, internationaler Lizenzzahlungen für die Nutzung chinesischer Technologie sowie des wachsenden Anteils an wissenschaftlichem Personal in der Bevölkerung ersichtlich.
Abstract
(Englisch)
The thesis deals with the Chinese transformation process and the reform policy starting in the late 1970s. The focus is set on the technology policy and the development of the information- and telecommunication industry in the People's Republic of China. The group of reformers around Deng Xiaoping, who came to power after the death of Mao Zedong, made it their goal to eliminate China`s state of economic underdevelopment. In the following three decades reform programs have been developed to enable a rapid development of the Chinese economy. The People's Republic of China became the world’s „workbench" during the 1990s. This development was driven by Chinas approach towards the world markets. Profits, resulting from Chinas new foreign trade were invested into the acquisition of foreign technology and machines enabling a rapid accumulation of capital and technology. Final goal of this development should be Chinas ascend to an independent centre of innovation. The theoretical basis of this thesis is a framework for the design of successful reforms elaborated by Dani Rodrik, an economist and professor at Harvard University. Rodriks approach is primarily characterized by its focus on local conditions in the preparation of the reform programs. Since economic errors are more common in emerging economies, the state should take a more active role in the development process. In this work the instruments are analysed, which were decisive for the technological advancement of the People's Republic of China. Beside the establishment of market institutions, the instruments were mainly state regulations, which should support the adaptation of western technologies and the development of a powerful research and development system. These include, for example, the joint venture programs, which were used during the 1990s in selected industries to encourage technology transfer in exchange for access to the Chinese market by foreign companies. Another instrument was the establishment of new national and international technical standards, whose aim was to strengthen Chinese companies in their competition with foreign competitors. This method should weaken a big disadvantage of the Chinese information and telecommunications industry - the lack of patents in the area of basic technology. Since mostly Chinese companies were assigned with the development of the new standards, it was them who could first generate a patent portfolio in this new technological area. In addition, the reorganization of the education and science sector led to a significant improvement of Chinas role as a location for research and development. This can be seen by the increasing numbers of patents issued for Chinese companies, international royalty payments for the use of Chinese technology and the growing proportion of academic staff in the Chinese population.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
China Technologiepolitik
Autor*innen
Aleksander Mieczyslaw Walega
Haupttitel (Deutsch)
Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ab 1978 mit Schwerpunkt auf dem Informations- und Kommunikationstechnologiesektor
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
95 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Fadinger
Klassifikation
83 Volkswirtschaft > 83.39 Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftsstruktur: Sonstiges
AC Nummer
AC11345873
Utheses ID
27773
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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