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Good water makes Good Neighbors?
ökologische Friedenssicherung in Israel/Palästina
Ruth Federica Rohrmoser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Cengiz Günay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31302
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29372.81922.424062-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des Friedens- und Umweltprojekts „Good Water Neighbors“ von EcoPeace/Friends of the Earth Middle East, die mögliche Einflussnahme der Organisation auf die Politik und den Friedensprozess in Israel und Palästina. Bei dem Projekt wird mit der Methode des „People-to-People“ Ansatzes versucht, die Zivilgesellschaft beider Völker durch die Kooperation über geteilte Wasserressourcen zusammen zu bringen und gemeinsam an den vorhandenen Umweltproblemen zu arbeiten. Dadurch sollen zwischen einst verfeindeten Menschen Freundschaften entstehen, die dazu beitragen sollen den vorherrschenden Konflikt friedlich zu lösen. An diesem Projekt sind sechsundzwanzig palästinensische, israelische und jordanische Dörfer und Städte beteiligt. Die Auswahlkriterien für die Teilnahme bestehen darin, dass die Gemeinden entweder von einer nationalen oder politischen Grenze geteilt sind und sich in der Nähe einer geteilten Wasserressource befinden. Das Projekt stützt seine Arbeit dabei auf drei Ebenen; zum einen sollen Jugendliche den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser lernen, wobei hier vor allem auf den gegenseitigen Austausch zwischen palästinensischen und israelischen Jugendlichen Wert gelegt wird. Die zweite Ebene stellen die Bewohner der Gemeinden dar, die sich mit den Nachbarn zusammenschließen, um gemeinsam an der Verbesserung der Wassersituation zu arbeiten. Auf der dritten Ebene versuchen die Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden durch die Durchführung von umwelt- und wasserschutzrelevanten Projekten, Druck auf die Politik zu machen. Koordiniert wird das gesamte Projekt von EcoPeace/Friends of the Earth Middle East. Da der Nahe Osten zu den wasserärmsten Regionen auf dieser Welt zählt, nimmt das Wasser einen besonderen Stellenwert ein. Vor allem die Palästinenser leiden unter der ungleichen Verteilung und es stellt sich immer wieder die Frage, ob diese Knappheit zu einem weiteren Anstieg des Konfliktes führen kann. Generell kann festgehalten werden, dass das Wasser in diesem Fall eher zu Kooperationen als zu weiteren gewaltsamen Konflikten führt. Darauf stützt sich auch das „Good Water Neighbors“ Projekt, das nicht nur für einen nachhaltigeren Umgang, sondern auch für eine gerechtere Verteilung des Wassers kämpft. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass das Projekt eine zu geringe Verbreitung in der Region hat, um wirklich zivilgesellschaftlichen Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben. Es konnten zwar in den teilnehmenden Gemeinden schon viele Umweltprobleme gelöst werden und das Projekt funktioniert auf einer kleinen Ebene. Doch tiefgreifende Auswirkungen auf den Friedensprozess konnten nicht nachgewiesen werden. Die größten Erfolge finden sich letztendlich im Bereich des Umweltschutzes, wofür auch von politischer Seite die größte Unterstützung festzustellen ist.
Abstract
(Englisch)
On the basis of the peace and environmental project “Good Water Neighbors” by EcoPeace/Friends of the Earth Middle East, this paper examines the possible influence of the organization on policy and the peace process in Israel and Palestine. Using the “people-to-people” approach, the project attempts to bring the civil societies of both sides together through cooperation over shared water resources, and it encourages them to work together on environmental issues. At present, twenty-six Palestinian, Israeli and Jordanian villages and cities are involved in this project. The “Good Water Neighbors” project selected neighboring communities on opposite sides of the national boarder or political divide that share a water resource in close proximity. The work of the project is based on three levels: on the first level, the youths of the communities learn about responsible and sustainable use of water resources; on the second level, the project works with residents of the communities who join their neighbors in working together for an improvement of the water situation; on the third level, the mayors of the participating municipalities try to implement environmental and water protection projects to apply pressure on the policy level. The entire project is coordinated by EcoPeace/Friends of the Earth Middle East. Since the Middle East is one of the most arid regions in the world, water is of special significance. The Palestinians in particular suffer from an unequal distribution of the resource, and the question is raised time and again whether this scarcity may further intensify the conflict. In general it can be stated that, in this case, water has so far helped to advance cooperation rather than violent conflict. The “Good Water Neighbors” project builds upon this and works towards a more sustainable management and also a more equitable distribution of water. The results of this study show that the project is not widespread enough in the region to enable the civil society to apply real pressure on the policy makers. Many environmental problems have been solved in the participating communities, and the project works well on this small level. But a profound impact on the peace process could not be detected. The most successful achievements have concerned the field of environmental protection, for which – it must be noted – the project has also received the most support from the policy level.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Ecological Peacebuilding Water Israel Palestine Environment NGOs Friends of the Earth
Schlagwörter
(Deutsch)
Ökologische Friedenssicherung Wasser Israel Palästina Umwelt NGOs Friends of the Earth
Autor*innen
Ruth Federica Rohrmoser
Haupttitel (Deutsch)
Good water makes Good Neighbors?
Hauptuntertitel (Deutsch)
ökologische Friedenssicherung in Israel/Palästina
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
114 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Cengiz Günay
Klassifikation
43 Umweltforschung > 43.48 Regionale Umweltprobleme
AC Nummer
AC11418943
Utheses ID
27834
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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