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Die Konstruktion von rassialisierten und heteronormativen Geschlechter- und Beziehungskonzepten in Deutsch-als-Zweitsprache-Lehrwerken in Österreich aus intersektioneller Perspektive
Mareen Sophie Köpnick
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christine Klapeer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31306
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29310.44468.263166-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konstruktion von rassialisierten und heteronormativen Geschlechter- und Beziehungskonzepten in Deutsch-als-Zweitsprache-Lehrwerken anhand einer intersektionelle Perspektive. Zentraler Anknüpfungspunkt dabei ist der österreichische Integrationsdiskurs, der (deutschlernenden) Migrant_innen tendenziell eine patriarchale Konzeption von Geschlechter- und Beziehungskonzepten zuschreibt und in Abgrenzung dazu ein „progressives, weißes Wir“ konstruiert. Es soll untersucht werden, ob auch der Beitrag der ausgewählten Lehrwerksreihe in dieser Richtung zu verorten ist. Im ersten Schritt wird kurz der Forschungsbereich der Kritischen Lehrwerksforschung – mit Fokus auf der feministischen Schulbuchforschung – skizziert, in dessen Tradition die vorliegende Arbeit steht. Danach wird genauer auf den theoretischen Hintergrund dieser Arbeit eingegangen, die sich vor allem auf die Erkenntnisse von Intersektionalitätsansätzen und postkolonialen Theorien stützt. Feministische postkoloniale Theorien haben in Verbindung mit kritischer Entwicklungsforschung darauf hingewiesen, dass heteronormative Konstruktionen von Geschlecht immer auch rassialisiert sind und sich in aktuellen postkolonialen Räumen koloniale Bilder und Vorstellungen wiederfinden. Anhand der Kritischen Diskursanalyse wird danach herausgearbeitet, dass auch der diskursive Beitrag des Lehrwerks in diese kolonialen Konstruktionen von Geschlecht und „Rasse“ eingebettet ist. Als Analyseergebnisse lassen sich eine implizit zugrunde liegende Heteronormativität, Intersektionalität der Ausschlusskategorien Geschlecht, „Rasse“ und Klasse, eine Ethnisierung von Sexismus, und Geschlechter- und Beziehungskonzepte, die sich um das Modell eines männlichen Alleinversorgers herum zentrieren, feststellen. Besonders für den „Grenz-Raum“ Sprachunterricht ist dies relevant, da die diskursiven Effekte Auswirkungen auf ihre Auffassung von Integration in die Aufnahmegesellschaft Österreich haben können. Die Arbeit schließt mit ihrer Vorgangsweise Leerstellen in der Verbindung kritischer Lehrwerksforschung mit postkolonialen Theorien und gibt schließlich auch Anregungen für zukünftige Weiterführungen.
Abstract
(Englisch)
This thesis approaches the construction of racialized and heteronormative concepts of gender and relationships in textbooks of German as a second language engaging in an intersectional perspective. The connecting factor is the Austrian integration discourse, which ascribes a patriarchal conception of gender and relationships to migrants while it constructs a “progressive, white Us”. It shall be examined whether the chosen textbooks contribute to this discourse. First, I outline critical textbook studies focusing on feminist textbook research, the research area in whose tradition this thesis is located. Afterwards, I explore the theoretical background based on insights of intersectional approaches and postcolonial theories. Feminist postcolonial theories, linked to critical development studies, indicated that heteronormative constructions of gender are always racialized and that colonial images and perceptions are still to be found in current postcolonial spaces. I then determine by means of critical discourse analysis that the discursive contribution of the textbooks is embedded in these colonial constructions of gender and race. My analysis finds an implicit underlying heteronormativity and intersectionality of the categories of gender, race, and class, racialization of sexism, as well as concepts of gender and relationships that are centered on the model of a sole male breadwinner. This is relevant for the “boundary-space” foreign language course because of the impact that the discursive effects have on the perception of integration into the Austrian receiving society. This thesis closes gaps in the conjunction of critical textbook studies with postcolonial theories and gives some suggestions for further research in this direction.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
German as second language Critical textbook research Critical Discourse Analysis Postcolonial Theories Intersectionality Gender Race Heteronormativity Construction processes
Schlagwörter
(Deutsch)
Deutsch als Zweitsprache Kritische Lehrwerksforschung Kritische Diskursanalyse Postkoloniale Theorien Intersektionalität Geschlecht "Rasse" Heteronormativität Konstruktionsprozesse
Autor*innen
Mareen Sophie Köpnick
Haupttitel (Deutsch)
Die Konstruktion von rassialisierten und heteronormativen Geschlechter- und Beziehungskonzepten in Deutsch-als-Zweitsprache-Lehrwerken in Österreich aus intersektioneller Perspektive
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
166 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christine Klapeer
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.02 Philosophie und Theorie der Geisteswissenschaften ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb
AC Nummer
AC11740555
Utheses ID
27838
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1